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LIONHEART: Second Nature

„Second Nature“ der Briten LIONHEART erschien ursprünglich 2017, wird aber bereits jetzt mit zwei Bonustracks neu gemastert wiederveröffentlicht. Das Album war aufgrund eines auslaufenden europäischen Deals nur noch in Japan erhältlich, sodass Metalville es nun neu designt noch einmal in die Läden stellen.

Als erstes fällt neben dem umfangreichen Booklet die „Circle Of Bands“ Historie der einzelnen Musiker auf, deren zum Teil sehr umfangreiche Schaffenskreise dann im Innenkreis in ihrer jetzigen LIONHEART Besetzung münden. Und die kann sich in der Tat sehen lassen. Man kann den Fünfer vielleicht am ehesten als All-Star-Band aus der zweiten Reihe bezeichnen.

LIONHEART – die All-Star-Band aus der zweiten Reihe

Die alten Haudegen bringen jede Menge Erfahrung, Spielvermögen und Spaß am Songwriting ein, was man dem Album durchgängig anhören kann. Dabei ist die Originalbesetzung des 1984er Albums „Hot Tonight“ immer noch fast unverändert am Start: Dennis Stratton (IRON MAIDEN) und Steve Mann (LIAR; MSG) an den Gitarren, Rocky Newton (WILDFIRE, MSG) am Bass und Clive Edwards (UFO, WILD HORSES) am Schlagzeug, Der neue Mann am Mikro ist Lee Small (SHY, PHENOMENA), der eine perfekte Stimme für diese Art von Musik hat und uns mehr als einmal geschmackvoll den GLENN HUGHES (ohne dessen Hochton-Attacken) gibt.

“Second Nature” bietet stilvollen Hard Rock und AOR

Das Album strotzt vor melodischen Hooks und dem Wechsel zwischen stilvollem Hard Rock und AOR, wobei Gitarrist, Keyboarder und Produzent Steve Mann nicht nur die Hit-, sondern auch die Poliermaschine angeworfen hat. Die Produktion ist dynamisch und klar, aber auch auf absolutes Radio-Airplay zugeschliffen, in den 80ern wären LIONHEART mit dieser CD wohl in der Heavy Rotation bei MTV und im amerikanische FM-Radio gelandet.

Das einzige, was mir persönlich am Sound nicht gefällt, ist der synthetisch knurrende Bass-Sound von Rocky Newton, der mich an seine Zeit bei der McAuley Schenker Group erinnert (und mir schon damals nicht gefallen hat). Wenn man bei einigen Songs genauer hinhört, fällt nachträglich auf, dass Steve Mann und Rocky Newton in dieser Zeit wohl viel mehr Einfluss auf Schenkers Songs hatten als angenommen, ein Song wie der Ohrwurm „Heartbeat Radio“ könnte auch auf „Save Yourself“ gestanden haben.

Wie dem auch sei, das erwähnte „Heartbeat Radio“, „Angels With Dirty Faces“ oder das epische „Prisoner“ mit seinen ausufernden Doppelgitarren sind Songs, die sich hartnäckig in die Gehörgänge fräsen, selbst eine Coverversion wie Chris DeBurghs „Don’t Pay The Ferryman“ erhält ein völlig neues Gesicht.

Die beiden Bonustracks bestehen aus der 2018er Weihnachtssingle „Mary Did You Know“, einer voll auf die Tränendrüse drückenden Ballade mit sehr guter Gesangsleistung und der Coverversion der BEATLES-Nummer „Paperback Writer“. Beides ganz nett, aber neben den Songs der Ur-Veröffentlichung auch nicht unbedingt ein Muss.

In diesem Genre wird besseres kaum zu finden sein

Insgesamt ist das alles AOR und Hard Rock vom Feinsten, der mit fetten Chören, mehrstimmigem Gesang, geschmackvollen Twin Gitarren und einem perfekten Sound punktet.  In diesem Genre wird besseres kaum zu finden sein, wenn das 2020er Album „The Reality of Miracles“ genau so gut ist…

Veröffentlichungstermin: 21.01.2022

Spielzeit: 57:48 Min.

Line-Up:
Lee Small – Lead Vocals
Dennis Stratton – Lead Guitar/Backing Vocals
Steve Mann – Lead Guitar/Backing Vocals
Rocky Newton – Bass Guitar/Backing Vocals
Clive Edwards – Drums

 

Produziert von Steve Mann
Label: Metalville Records (Rough Trade)

Homepage: https://www.facebook.com/lionheartrock

Tracklist:
1. Prelude
2. Give Me The Light
3. Don’t Pay The Ferryman
4. Angels With Dirty Faces
5. 30 Years
6. On Our Way
7. Second Nature
8. Prisoner
9. Every Boy In Town
10. Time Is Watching
11. Heartbeat Radio
12. Lionheart
13. Mary Did You Know (Bonustrack)
14. Paperback Writer (Bonustrack)
15. Reprise

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SHOW-YA: Showdown

SHOW-YA aus Tokio existieren bereits seit 1981 und waren damit eine der ersten komplett weiblich besetzten Rock- und Heavy-Metal-Bands überhaupt; zu Hause sehr bekannt, im Rest der Welt eher unbeachtet. 1998 lösten sich SHOW-YA auf. Anlässlich des 20. Geburtstags des im Heimatland Japan extrem erfolgreichen Debütwerks „Masquerade“ formierten sich die Musikerinnen 2005 in der Originalbesetzung neu und blieben bis zum heutigen Tag aktiv. „Showdown“ – zum 35-jährigen Bandjubiläum – ist inzwischen das sechste Album seit der Reunion und wurde mit prominenter Unterstützung in Form von DORO PESCH („Heavy Metal Feminity“) eingespielt.

Melodischer Rock und Hard Rock mit einem Schuss Bombast

Soviel zur Statistik. Was erwartet einen nun in den 50 Minuten? Kurz gesagt: spielen und singen zu können hilft! Denn die komplette CD pendelt relativ unspektakulär zwischen melodischem Rock und Hard Rock, sehr eingängig mit einem Schuss Bombast in Richtung Stadionrock beziehungsweise AOR arrangiert. Viel Wert haben die fünf Damen auf Eingängigkeit und Mitsingtauglichkeit gelegt, alles durch eine fette Produktion gepimpt und durch einen gefälligen Jacob Hansen-Mix veredelt.

Die Mädels haben es spielerisch drauf!

Alles in allem also eine weitere Veröffentlichung aus dem Bereich Melodic Rock/ Hair Metal, die aus bekannten Zutaten eine altbekannte Suppe kocht. Warum kann man sich „Showdown“ dann trotzdem bedenkenlos einpfeifen? Weil die Mädels, allen voran Keiko Terada am Mikro und Miki “Sun-go” Igarashi an den sechs Saiten es echt draufhaben! Und wenn es man wie bei „Thunder“ mal richtig knacken lässt, hört man, was bei SHOW-YA möglich wäre.

Wenn, ja wenn man das verdammte Keyboard mal deutlich reduzieren oder zumindest in den Hintergrund mischen würde. So spült das permanente Gedudel die gesamte Scheibe leider etwas weich.

Gutes Album für Genre-Fans

Insgesamt trotzdem ein gutes Album für Genre-Fans. Für alle anderen wäre mit mehr Aggressivität und Härte sogar ein kleines Juwel des (dann) Melodic Metal mit überragendem Gesang und ebensolcher Gitarrenarbeit drin gewesen.

 

Veröffentlichungstermin: 12.11.2021

Spielzeit: 50:56 Min.

Line-Up:
Keiko Terada – lead vocals
Miki “Sun-go” Igarashi – guitar
Miki “Captain” Nakamura – keyboards
Satomi Senba – bass
Miki “Mittan” Tsunoda – drums

Produziert von Nozomu Wakai
Label: Metalville / Rough Trade

Homepage: https://show-ya.jp/

SHOW-YA “Showdown” Tracklist

01. Eye to Eye
02. Never
03. Heavy Metal Feminity
04. Tokyo, I Scream
05. Kiss in the Riot
06. Wind
07. Thunder
08. Hold Me
09. Don’t Runaway
10. Rocks
11. So…

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EVIL DAMN: Necronomicon

Auch wenn es sich bei “Necronomicon” um das Debütalbum von EVIL DAMN handelt, so hört man es den Peruanern an, dass sie keine Jungspunde mehr sind. Über 15 Jahre an Banderfahrung sorgen für durchdachtes Songwriting, welches den Death Metal mit leichtem Hang zum Black Metal gekonnt in Szene setzt. Die einzelnen Passagen greifen dabei gut ineinander und gerade die ersten beiden Songs machen da durchaus etwas her. Die Ausnahme bildet in dieser Hinsicht “Graveless Cadaver”, das ein bisschen nach losem Stückwerk klingt, und auch “Altares de Innsmouth” wirkt stellenweise zerfahren.

EVIL DAMN bieten das südamerikanisch Erwartbare

In Sachen Produktion gibt es leichte Abstriche zu machen, als dass die Drums mitunter etwas dumpf geraten und die Vocals eher im Vordergrund abgemischt worden sind. Das hätte nicht zwingend sein müssen. Schließlich sind die gebellten Growls von Erick Neyra Morocho jetzt nicht das Aushängeschild der Band, wenngleich der Fronter um Abwechslung bemüht ist, was sich etwa beim punktuell eingesetzten, hohen Geschrei oder Gejaule niederschlägt.

Das Qualitätsmerkmal von EVIL DAMN ist eher das schon erwähnte homogene Zusammenspiel der Band als Ganzes. Südamerika-Fans machen demnach sicherlich keinen Fehler, mal in “Necronomicon” reinzuhören. Denn selbst wenn man auf dem Album nicht wirklich etwa Neues oder Innovatives finden wird, so ist das südamerikanisch Erwartbare ja doch auch immer wieder einmal reizvoll.

Veröffentlichungstermin: 29.10.2021

Spielzeit: 51:51 Min.

Line-Up:
Erick Neyra Morocho – Gesang
Pepo Trillo – Gitarre
Nimer Gómez – Gitarre
Mario Romanet – Bass
Diego Porturas – Schlagzeug

Label: Hells Headbangers

Mehr im Netz: https://evildamn.bandcamp.com

EVIL DAMN “Necronomicon” Tracklist

1. The Curse (Audio bei Bandcamp)
2. Beast of Rlyeh (Audio bei MetalBite)
3. Ceremonial Decimation
4. Graveless Cadaver
5. Darkness Will Remain
6. Altares de Innsmouth
7. Shaitan
8. Necronomicon
9. Christ Death (SARCOFAGO Cover)

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THOMSEN: III

Sieben Jahre nach ihrem Longplayer „Unbroken“ präsentieren THOMSEN mit ihrem dritten Album (Überraschung!) „III“ eine Mischung aus traditionellem Heavy Metal und eher forschem Power Metal in einer Schnittmenge aus ACCEPT, SAXON und JUDAS PRIEST. Was sich damit natürlich erst mal äußerst viel versprechend anhört und mit „Rise“, „Fight“ und „Nightfall“ auch genauso los geht.

Traditioneller Heavy Metal

Das Niveau der ersten drei Uptempo-Nackenbrecher kann man dann über das gesamte Album aber leider nicht mehr halten, hat mit dem eintönigen, stumpfen „Forget It“, dem 08/15 Song „Passion“ (in dem der Refrain viel zu oft wiederholt wird) und der infantilen akustische Umsetzung der “Hänschen Klein”-Melodie im letzten Part von ‘Turn On The Light’ auch drei echte Stinker an Bord.

Ultrafette Produktion von Mastermind Charlie Bauerfeind

Insgesamt wird einfacher, geradliniger Metal runter gebraten, der durch den sehr modernen Mix und das Mastering von Charlie Bauerfeind, ultrafett aus den Boxen bläst und besonders beim Autofahren so richtig Spaß macht.

Fronter Jürgen Wolfes, der auch schon auf dem Debütalbum 2009 zu hören war und für Herman Frank das 2000er MOON DOC Album „Realm Of Legends“ einsang, hat eine sehr wieder erkennbare Stimme, gibt der Band trotz seiner Vorliebe für Biff Byford’sche Gesangslinien genug Eigenständigkeit und erinnert mehr als einmal sehr positiv an PARAGONs Andreas Babuschkin.

Ein Album, das Laune macht, aber auch nicht heraussticht

Insgesamt ist „III“ ein Album, das Laune macht, aber sich unter dem Strich auch nicht aus der Masse der Veröffentlichungen im Power Metal Genre heraus hebt.

Veröffentlichungstermin: 20.08.2021

Spielzeit: 39:54 Min.

Line-Up:

  • Niklas Turmann           Bass
  • Michael Kolar             Drums
  • Mike Pesin                   Guitars
  • Jürgen Wulfes             Vocals
  • René Thomsen             Guitars

Produziert von Charlie Bauerfeind
Label: Artist Station
Homepage: http://www.rene-thomsen.de/

THOMSEN: III Tracklist

  1. Rise
  2. Fight
  3. Nightfall
  4. I can See the Light
  5. Liar
  6. Salvation
  7. Forget It
  8. Set me Free
  9. Passion
  10. Turn on the Light
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UNTIL I WAKE: Until I Wake [EP]

Geschichte wiederholt sich zwar nicht unbedingt jedes Mal, aber sie verläuft in Zyklen. Das zeichnet sich schon seit längerem ab, erreicht allerdings nun langsam ein kritisches Stadium. Die Parallelen zur letzten Hochphase des Metalcore sind zweifellos vorhanden: Wieder sprießen Bands wie Pilze aus dem Boden, wieder sind es eine Handvoll Trademarks, die eine sichere Bank versprechen, und wieder schleicht sich langsam und behäbig ein Gefühl der Übersättigung ein. Das ist nicht die Schuld der 2019 aus der Taufe gehobenen UNTIL I WAKE und doch findet sich das Quartett inmitten eines Trends wieder, der sich schnurstracks auf eine Identitätskrise zubewegt.

Wenn sie denn nicht schon da ist, denn die sechs Songs der selbstbetitelten Debüt-EP bewegen sich genau im allseits abgesteckten Rahmen zeitgenössischen Post Hardcores bis Metalcores, ohne sich auch nur einen Zentimeter darüber hinaus zu wagen. Qualitativ und handwerklich agieren UNTIL I WAKE dabei absolut solide: Der Klargesang in „Foundations“ oder „Sinking Under“ geht gut ins Ohr, die tief gestimmten Gitarren haben Wumms, die Breakdowns sitzen und balancieren den schmalen Grat zwischen Durchschlagskraft und Groove. Kurz gesagt, wir können uns „Until I Wake“ mit seinen 20 Minuten problemlos als Gaumenreiniger zu Gemüte führen.

Es fühlt sich so an, als stießen UNTIL WAKE einfach etwas spät zur Party hinzu

Oder eben auch nicht, schließlich besteht im Genre mittlerweile ein derart großes Überangebot an ähnlich gelagerten Künstlern, dass es keinerlei Unterschied macht, ob der Streaming-Algorithmus nun ausgerechnet diese EP oder eine der zahlreichen anderen Genre-Veröffentlichungen des laufenden Jahres in die eigenen Vorschläge bugsiert. Immerhin versuchen UNTIL I WAKE im nachdenklichen „Less Of Me“ das Tempo zu reduzieren, richtig individuell klingt das Resultat dadurch jedoch auch nicht.

In einem Jahr, in dem uns bereits BORN OF OSIRIS, ERRA, INVENT ANIMATE und OUR HOLLOW, OUR HOME, um nur einige zu nennen, mit neuem Material versorgt haben, fühlt es sich so an, als stießen die US-Amerikaner einfach etwas spät zur Party hinzu. Dafür können sie nichts, ein wenig Sorgen machen wir uns derweil schon, dass eine solide Debüt-EP wie „Until I Wake“ bei uns mittlerweile nur noch ein kurzes anerkennendes Nicken hervorruft.

Veröffentlichungstermin: 16.07.2021

Spielzeit: 20:38

Line-Up

Cody Johnson – Vocals
August Lee Geitner – Guitar
Ryan Ridley – Bass
Alex Curtin – Drums

Label: Fearless Records

Facebook: https://www.facebook.com/untiliwake

UNTIL I WAKE “Until I Wake” Tracklist

  1. Nightmares (Video bei YouTube)*
  2. Foundations (Video bei YouTube)
  3. Sinking Under (Video bei YouTube)
  4. Self Medicated (Video bei YouTube)
  5. Less Of Me (Video bei YouTube)
  6. Mixed Signals

* nur Digital-Version

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GRAVEREIGN: Destination: Aftermath

David Shankle war wohl der technisch beste Gitarrist, den MANOWAR jemals hatten und trug zum einigermaßen unterbewerteten 1992er Album „The Triumph Of Steel“ auch als Songwriter seinen Anteil bei. Nach einigen Veröffentlichungen unter eigenem Namen hat er sich nun mit Sänger Tony Engel (der vorher vor allem als Drummer bei diversen Death Metal Bands in Erscheinung getreten ist) unter dem Namen GRAVEREIGN zusammengetan.

Konzeptalbum über einen fiktiven zweiten amerikanischen Bürgerkrieg

Die beiden haben mit „Destination: Aftermath” ihr erstes Album veröffentlicht und schreiben bereits Songs für einen Nachfolger. Die 65 Minuten bilden ein geschlossenes Konzeptalbum, dass einen fiktiven zweiten amerikanischen Bürgerkrieg thematisiert.

Äußerst Gitarren-orientierter US-Power Metal

Stilistisch bewegt man sich im Feld des US Power Metals und eine ganze Ecke entfernt von epischem MANOWAR-Stahl. Tony Engels raue Stimme passt dabei sehr gut zum abwechslungsreichen Material, wobei der Schwerpunkt auf der Präsentation der Shred-Künste von David Shankle liegt. Ganz entfernt könnte man vielleicht FIREWÖLFE mit mehr ultraschnellem Geniedel und Gekniedel und weniger Variation im Gesang als Vergleich heranziehen.

Eine sehr professionelle Eigenproduktion

Das kann man hassen oder lieben, unzweifelhaft haben die beiden aber eine sehr professionelle Eigenproduktion abgeliefert, die weder in der Aufmachung noch der transparenten Produktion Wünsche offenlässt. Alle Freunde des Independent US Power Metals mit sehr Gitarren-orientiertem Schwerpunkt sollten mal ein Ohr riskieren. Das Album ist über die Webseite gravereignband.com erhältlich.

Veröffentlichungstermin: 18.07.2021

Spielzeit: 65:38 Min.

Line-up:

  • Mick Lucid -Bass
  • Gabriel Anthony – Drums
  • David Shankle   – Guitars
  • Tony Engel –  Vocals

 

Produziert von David Shankle, Tony Engel, Joe Tiberi
Label: Eigenproduktion

Homepage: gravereignband.com

GRAVEREIGN: Destination: Aftermath

  1. On The Wings Of Fafnir
  2. The Road To Acheron
  3. Devil Before Me
  4. Light The Fuse
  5. Sanctuary
  6. The Descent
  7. Destination Aftermath
  8. No More Yesterdays
  9. The Reckoning
  10. How Soon Is Now
  11. Young Lust
  12. With Apologies
  13. Ramanza
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LEVIATHAN: Words Waging War

Die US-Prog-Metaller LEVIATHAN teilen sich ihre Bezeichnung mit mehr als 20 anderen Gruppen, dürften aber wahrscheinlich eine der ersten Bands dieses Namens, ganz sicher aber die wichtigste sein. Der Fünfer aus Colorado erschien 1989 in der Szene, war nach einer EP und drei Alben aber 1998 bereits wieder Geschichte.

2009 wurde LEVIATHAN wieder aktiv und bestehen heute aus Gitarrist und Mastermind John Lutzow, Bassist Derek Blake (seit 1996 dabei) und Neu-Drummer Kyle Brian Abbott. Wie schon beim Vorgängeralbum steht Raphael Gazal aus Sao Paulo am Mikro, der LEVIATHAN wesentlich zugänglicher und „konsumierbarer“ macht als auf einigen der vergangenen Veröffentlichungen. Mit seiner wandelbaren, charakteristischen Stimme steht er seinen Vorgängern aus der Vergangenheit in nichts nach.

Bei „Words Waging War“ passt das Rundherum

Vergangenheit ist zum Glück aber der etwas suboptimale Schlagzeugsound, spätestens seit dem Vorgängeralbum „Can’t Be Seen by Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth“ aus dem Jahr 2018, bei dem Drum Legende Mark Zonder die Stöcke schwang, ist die Produktion schön fett, aber trotzdem transparent, auch die Basslinien kommen deutlich zur Geltung. Man kann also John Lutzow, der alle Songs geschrieben, produziert und die CD gemastert hat, kaum genug loben. Also bis auf den Mix von Kevin Clock quasi ein Alleingang. Beindruckend.

Das Artwork, das einen Verweis auf das Cover des Debütalbums „Deepest Secrets Beneath“ darstellt, wurde von Martin Schröder (einer Art fünftem Mitglied der Band und auf der CD auch an der Gitarre zu hören) und Natalie Ostermaier kreiert, und stellt eine gelungene Verpackung der knapp 68 Minuten Prog Metals dar.

LEVIATHAN erweisen sich als kompliziert, aber eingängig

„Words Waging War“ beinhaltet 13 Tracks, die größtenteils bereits in den Neunzigern geschrieben wurden und für den Nachfolger von „Scoring The Chapters“, (1997) gedacht waren. Und in die Hochphase der Band auch bestens hingepasst hätten. Das Album ist zwar alles andere als leicht zu hören, wirft mit Breaks, verschachtelten Songstrukturen und schwierigen Arrangements geradezu um sich, hat aber auch viele gelungene Hooks und Refrains zu bieten, die von Sänger Raphael Gazal in eine unaufdringliche, aber zwingende Form gebracht werden.

Und damit sind LEVIATHAN über viele andere Prog Metal Bands hinauszuheben, deren Frickeleien häufig in reiner Selbstverliebtheit oder als Selbstzweck enden. Wer Anspieltipps braucht, sollte in „Ambitious Stones Overturned“, das super eingängige „Who Am I Supposed To Be?“ oder „Picture Perfect“ reinhören. Ganz kann man das extrem hohe Niveau der ersten 6 Songs zwar nicht durchhalten, trotzdem ist „Words Waging War” einer der absoluten Prog Metal Höhepunkte diesen Jahres. Top komponiert, top produziert und mit einer Top Aufmachung präsentiert.

Erhältlich im bandeigenen Shop für 20 USD.

Veröffentlichungstermin: 27.11.2020

Spielzeit: 67:30 Min.

Line-Up:
Raphael Gazal – Vocals
John Lutzow – Guitar, Keyboards, Vocals
Derek Blake – Bass
Kyle Brian Abbott – Drums

Label: Stonefellowship Recordings

Homepage: http://www.leviathanband.com

LEVIATHAN „Words Waging War“ Tracklist

1. Compromised by Need
2. Ambitious Stones Overturned
3. Who I’m Supposed to Be?
4. Someone Else’s Art
5. Picture Perfect
6. Strength and Limitations
7. This Order of Things
8. Ten to the Twelfth
9. WWW
10. Blood and Imagination
11. Projecting Feelings
12. Cast a Long Shadow
13. A Legacy Not Yet Defined

 

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HARLOTT: Detritus Of The Final Age

Nachdem die bisherigen drei Alben von HARLOTT allesamt im Abstand von je zwei Jahren erschienen sind, hat es bei Album Nummer vier ein Jährchen länger gedauert. Neben zwei Umbesetzungen im Line Up – neu dabei sind Gitarrist Leigh Bartley sowie Schlagzeuger Glen Trayhern – dauerte die Arbeit an den Songs dieses Mal auch länger. Ein ganzes Jahr hat Hudson an “Detritus Of The Final Age” gearbeitet. Nach drei Alben mit mehr oder weniger innovationsfreien, wenn auch hochklassigen Thrash Metal, geprägt vom Bay Area-Sound, wollte er dieses Mal etwas freier an das Songwriting herangehen. Aber keine Sorge, nach mehreren Durchläufen von “Detritus Of The Final Age” kann ich sagen, dass sich die Änderungen im Rahmen halten und sicherlich niemanden total vor den Kopf stoßen werden, der die Band bisher mochte.

SLAYER und EXODUS treffen auf Spurenelemente von Death Metal

Als Haupteinfluss von HARLOTT muss man ganz klar immer noch SLAYER ausmachen, dicht gefolgt von EXODUS. Ein Song wie “Slaughter” hätte sich auch auf “Repentless”, dem letzten SLAYER-Album gut gemacht. Dem Sound wurden Spurenelemente von Death Metal hinzugefügt, ein Blast Part hier, ein paar düstere Harmonien da. “Bring On The War” und “Grief” entpuppen sich als zähe, schleppende Stücke. Vor allem letzteres ist ein ziemlich finsterer Brocken und behandelt textlich die Trauer und den Umgang mit dem Krebstod eines Menschen aus Andrew Hudsons Umfeld. Vielleicht liegt es auch an den diesmal teilweise persönlichen Themen, dass Hudsons Gebrüll noch mal eine Ecke angepisster klingt.

Die Songs auf „Detritus Of The Final Age“ bieten ordentlich Abwechslung

Auf der anderen Seite stehen kurze Thrash-Eruptionen wie “Idol Minded” oder das High Speed-Massaker “The Time To Kill Is Now”. Der Titeltrack wiederum wechselt gekonnt zwischen verschiedenen Tempi, von Mid Tempo Mosh bis zu Vollgas. Dieses Rezept funktioniert auch beim knapp acht Minuten langen “Nemesis”, auch wenn der Song meiner Meinung nach ein paar unnötige Längen hat. Die eine oder andere Passage hätte man auch einkürzen können, ohne dass der Song etwas verloren hätte. Beim zweiten Longtrack “Miserere Of The Dead” kommt mir das etwas besser gelungen vor, auch wenn HARLOTT hier nicht wirklich viel anders machen. Insgesamt stimmt die Mischung der Songs auf “Detritus Of The Final Age” und auch die Songs an sich sind größtenteils abwechslungsreich gehalten.

„Detritus Of The Final Age“ zeigt HARLOTT in erstklassiger Form

Alles in allem haben HARLOTT mit ihrem vierten Album meiner Meinung nach die richtige Richtung eingeschlagen. Man ist dem grundsätzlichen Sound treu geblieben, hat sich aber ein Stück weit von den offensichtlichen Vorbildern emanzipiert, auch wenn diese immer noch deutlich raus zu hören sind. “Detritus Of The Final Age” ist ein erstklassiges Thrash Metal-Album ohne wirkliche Schwächen. Lediglich zum Sprung nach ganz vorne fehlt das letzte Bisschen, das gewisse Etwas, das zum Beispiel eine Band wie WARBRINGER auszeichnet. Für Old School Thrasher mit Vorliebe für den Bay Area-Sound sind HARLOTT aber nach wie vor eine sehr gute Anlaufstelle.

Veröffentlichungsdatum: 13.11.2020

Spielzeit: 48:08

Line Up:
Andrew Hudson – guitars, vocals
Leigh Bartley – guitars
Tom Richards bass
Glen Trayhern – drums

Produziert von: HARLOTT & Julian Renzo @ Legion Studio Productions, Williamstown

Label: Metal Blade Records

Facebook: https://www.facebook.com/HarlottOfficial
Bandcamp: https://harlottmetal.bandcamp.com/

HARLOTT „Detritus of the Final Age“ Tracklist

1. As We Breach (Audio bei YouTube)
2. Idol Minded (Video bei YouTube)
3. Bring on the War
4. Detritus of the Final Age (Audio bei YouTube)
5. Prime Evil
6. Nemesis
7. Slaughter
8. Grief
9. Miserere of the Dead
10. The Time to Kill Is Now

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SAVIORSKIN: Labeldeal für neues Industrial Gothic Doom / Death Metal Album „Omnipotence Of The Absolute“

Die Industrialized Gothic Doom / Death Metal-Band SAVIORSKIN hat einen Labeldeal bei Horror Pain Gore Death Productions unterschrieben. Dieser sieht unter anderem den Release des neuen Albums „Omnipotence Of The Absolute“ vor.

„Omnipotence Of The Absolute“ ist nach „Remnants of Broken Idols“ (2019) das zweite Album der Texaner. Als Gäste wirken darauf Kam Lee (MASSACRE), ROGGA JOHANSSON (PAGANIZER) und Bobby Tufino (DIALOGIA) mit.

Das neue Album von SAVIORSKIN wird am 18. Dezember 2020 erscheinen. Vorab gibt es den Track „Breaking Point“ zu hören.

SAVIORSKIN „Omnipotence Of The Absolute“ Tracklist

1. PAINdemonium
2. Indoctrinate
3. Breaking Point (Audio bei YouTube)
4. Chastising The Nothing
5. Wages Of Sin
6. Misandria
7. By Silence Betrayed
8. Worthless

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AURO: neues Atmospheric Black Metal Album „Auro“ aus Süddeutschland

Mit „Auro“ wird in wenigen Tagen das neue und selbstbetitelte Album der Atmospheric Black Metal-Band AURO erscheinen. Es ist das erste Album der Band aus Süddeutschland, welche sich aus Gitarrist, Bassist und Sänger Framan (Ex-DRUDENSANG, Ex-SCHRAT) sowie Sänger Dragg (Ex-SCHRAT) zusammensetzt. Im Studio halfen zudem Drummer Nefastus und Keyboarder Henker (ANDRAS, DRUDENSANG) aus.

„Auro“ wird am 22. November 2020 via Obscure Abhorrence Productions erscheinen.

AURO „Auro“ (Teaser bei YouTube)

AURO „Auro“ Tracklist

I. Dämmerung – Einlass des Äußersten
II. Im Nebelland
III. Ouroboros – Schuppengott
IV. Brodelnde Wasser – Rufe und Zeichen
V. Rammbock – Durchbruch zur Entmenschlichung (Audio bei YouTube)
VI. Vision – Das allsehende Auge
VII. Von Flammentod und Wiederkehr
VIII. Aura IX. Zwischen den Welten
X. Unnahbar…