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FIT FOR AN AUTOPSY: Oh What The Future Holds

Das amerikanische Sextett FIT FOR AN AUTOPSY hat mit „Oh What The Future Holds“ ihr sechstes Studioalbum am Start. Die Messlatte haben sie sich selbst bedenklich hoch gelegt: Schlug der Vorgänger „The Sea Of Tragic Beasts“ im Jahr 2019 doch wie eine Bombe ein. Der erste Release beim Genre-Großus Nuclear Blast wurde abgefeiert und schraubt die Erwartungen für den Nachfolger in Schwindel erregende Höhen. Doch die Amis haben sich davon nicht beeindrucken lassen, die Fassung bewahrt und hauen keine Kopie des erfolgreichen Vorgängers raus.

Große Erwartungen dank erfolgreichem Vorgänger

Der Titelsong „Oh What The Future Holds“ ist als Opener und knapp dreiminütiges Intro zugleich. Ruhige, sanfte Töne eröffnen und nach eineinhalb Minuten setzen Drums und Gesang ein. Erst gegen Ende des Titels gesellen sich alle Instrumente hinzu und halsbrecherische Breakdowns zeigen, auf was man sich nun einstellen kann. Denn das darauffolgende „Pandora“ ist eine thrashige Abrissbirne. Ein kurzer High-Speed-Drum-Orkan ganz zu Beginn zeigt, in welchen Gefilden Schlagzeuger Josean Orta beheimatet ist. Deathcore-Rhythmen, gepaart mit epischen Gitarren-Soli und wütenden sowie atmosphärischen Gesangsparts runden den Track ab. Die Büchse Pandora wird weit geöffnet, heraus kommt musikalischer Genuss auf höchster Ebene.

Wie weit sich FIT FOR AN AUTOPSY von der Himmelspforte entfernt wieder finden, zeigt der Titel „Far From Heaven“ zumindest textlich. Die erste von drei Singleauskoppellungen („In Shadows“ & „Two Towers“) zeigt, wie unterschiedlich die Musik der Amis ausfallen kann und dass auf keinen Fall Langeweile aufkommen wird. Die atmosphärisch gehaltenen Strophen weichen dem wilden, abgehakten Refrain. „In Shadows“ besticht durch den extremen Gesang, ist wieder einen Tick schneller ausgefallen und trotzdem sehr eingängig. „Two Towers“ ist eine für Bandverhältnisse epische Nummer, die mit ihren stampfenden Beats zu überzeugt- Sänger Joe Badolato kann auch Cleangesang, die Nummer hat einen hohen Wiedererkennungswert und bleibt im Gedächtnis.

Verleugne niemals deine Wurzeln

„A Higher Level Of Hate“ donnert förmlich aus den Boxen und hat – wie der Titel schon ankündigt – hohes Aggressionspotential. Dieses wird jedoch mit kurzen, ruhigen Percussion Passagen aufgelockert, ehe man in bester Deathcore-Manier wieder drauf los rockt. Egal ob der Titel nun „Savages“, „Collalteral Damage“ oder „Conditional Healing“ heißt, die Qualität ist durchgehend hoch und FIT FOR AN AUTOPSY schaffen es, trotz viel Abwechslung ihren Wurzeln treu zu bleiben.

Sehr interessant ist das abschließende „The Man That I Was Not“: Hier sind Post Hardcore-Einflüsse zu hören und die knapp sieben Minuten Spielzeit lassen genug Raum für Spielereien. Spätestens jetzt beweist das Sextett, wie wandlungsfähig es sind. Dabei verliert man aber zu keiner Zeit das Gespür für die richtige Nuance Deathcore, auch wenn sie in diesem Track progressiv ausgelegt wird.

Just Killers – no Fillers!

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass „Oh What The Future Holds“ zehn tolle Tracks beinhaltet, bei denen keine Langeweile aufkommt. Das Songwriting lässt kaum Wünsche offen und trotz der Vielfallt an musikalischen Spielereien, wird man waschechte Deathcore Fans überzeugen können. Daumen hoch!

Veröffentlichungsdatum: 14.01.2022

Label: Nuclear Blast

Spieldauer: 45:13

Produzent: Will Putney

Line Up:

Joe Badolato – Gesang
Will Putney – Gitarre
Patrick Sheridan – Gitarre
Tim Howley – Gitarre
Peter „Blue“ Spinazola – Bass
Josean Orta – Drums

Mehr im Netz: : https://fitforanautopsy.co/

FIT FOR AN AUTOPSY “Oh What The Future Holds” Tracklist

  1. “Oh What The Future Holds”
  2. “Pandora” (Video bei YouTube)
  3. “Far From Heaven” (Video bei YouTube)
  4. “In Shadows” (Video bei YouTube)
  5. “Two Towers”
  6. “A Higher Level Of Hate”
  7. “Collateral Damage”
  8. “Savages”
  9. “Conditional Healing”
  10. “The Man That I Was Not”

 

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Online-Tasting mit Rum von JUDAS PRIEST, KISS, MOTÖRHEAD, RAMMSTEIN & VOLBEAT

Die „Grosse Freiheit“ ist Nürnbergs erste und einzige Hafenkneipe. Immer wieder sonntags finden dort Rum-Tastings statt – wahlweise vor Ort oder online via Zoom. Am 13. Februar 2022 kommen die Signature-Rum-Spezialitäten von JUDAS PRIEST, KISS, MOTÖRHEAD, RAMMSTEIN & VOLBEAT auf den Tisch – für 40 Euro kann man bei dem Online-Rum-Tasting dabei sein, die Live-Musik zur Rum-Runde kommt von KARIN RABHANSL.

 „Grosse Freiheit“ in Nürnberg: ONLINE-TASTING-TERMINE 2022  (via Zoom)

23. Januar 2022 – „Tres Hombres“ Edition 2021
Wir verkosten den aktuellen Jahrgang unseres Lieblings-Rum-Importeurs.

30. Januar 2022 – „Lieblinge“
Achtung, streng subjektiv: rumPAULstilzchen und Jürgen präsentieren ihre persönlichen Lieblings-Rums – frisch aus dem Laderaum beziehungsweise direkt aus dem Spind des Kapitäns …

13. Februar 2022 – „Rum’n’Roll“
In Zeiten schwindender Tonträgerverkäufe suchen Musiker nach neuen Wegen – und bieten unter anderem Spirituosen als Merchandise-Artikel mit ihrem Logo an. Doch können die was? JUDAS PRIEST, KISS, MOTÖRHEAD, RAMMSTEIN & VOLBEAT : Wir checken die Rums unserer Rock-Helden!

20. Februar 2022 – „Plantation Single Cask“
Auf vielfachen Wunsch widmen wir uns den Single-Cask-Abfüllungen der weithin geschätzten Markendestille Plantation Rum. Um die Kollegen von „Rum Paradise“ zu zitieren: „Plantation Rum ist ein untrüglicher Kompass, um die riesige Fülle an karibischen Geschmacksrichtungen auf höchstem Niveau zu genießen.“

  • hosted by rumPAULstilzchen
  • Live-Musik von Karin Rabhansl
  • Beginn: 16 Uhr
  • Dauer: Zweieinhalb Stunden
  • Preis: 40 Euro pro Person

Gemeinsam verkostet werden pro Tasting fünf ausgewählte Rümse aus unserem Sortiment – zum jeweiligen Thema.

Infos & Anmeldung: grossefreiheitgostenhof@gmx.de & /grossefreiheit-nuernberg.de/event

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DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit ALEX MOFA GANG, INFECTED RAIN, WILDERUN

2022 beginnt für den Metal und Rock eher gemächlich und in den deutschen Albumcharts überwiegend in der zweiten Hälfte der Top 100. Den höchsten Einstieg verzeichnet “Nacht der Gewohnheit”, das neue Album der Punk Rock-Band ALEX MOFA GANG. Es ist der erste Charterfolg der Formation, di ezusammen mit WIZO (“Uuaarrgh!”, #89) die Genre-Fahne hochhalten. Ebenfalls zum ersten Mal dabei sind INFECTED RAIN mit “Ecdysis” (#55) sowie POWER PALADIN mit “With The Magic Of Windfyre Steel” (#76). Den ersten Charteinstieg verzeichnen darüber hinaus SCHWARZER ENGEL mit “Sieben” auf der 59, dicht gefolgt von WILDERUNs “Epigone”, das sich auf Nummer 66 eingenistet hat.

Der Ausblick auf kommende Woche

Metalcore-Fans freuen sich in dieser Woche über das neue UNDEROATH-Album “Voyeurist”. Wer es etwas härter möchte, greift zum Black Metal von WIEGEDOOD (“There’s Always Blood At The End of The Road”), zum Symphonic Deathcore von SHADOW OF INTENT (“Elegy”) oder aber zu FIT FOR AN AUTOPSYs “Oh What The Future Holds”. Mit Rock versorgen uns SKILLET (“Dominion”) und Live-Musik gibt es von ANNA VON HAUSSWOLFF (“Live At Montreux Jazz Festival”). Ebenfalls im Handel: TOUNDRA mit “Hex”, “The Monster Roars” von MAGNUS, “Hell is Where The Heart Is – Part I: Love” von OCEANS, “The Chosen” von ENTERPRISE EARTH, “Release My Suffering” von GORESKINCOFFIN sowie “Vargtimman” von EREB ALTOR.

Die Neueinstiege vom 14. Januar 2022

Top 50 und weitere
45. ALEX MOFA GANG: “Nacht der Gewohnheit”
55. INFECTED RAIN: “Ecdysis”
59. SCHWARZER ENGEL: “Sieben”
66. WILDERUN: “Epigone”
70. AC/DC: “Power Up” (WE)
76. POWER PALADIN: “With The Magic Of Windfyre Steel”
89. WIZO: “Uuaarrgh!”

Quelle: mtv.de

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GORESKINCOFFIN: Release My Suffering

Im sonnigen Kalifornien verdunkelt sich der Himmel, denn GORESKINCOFFIN bitten zum Stelldichein. Mit „Release My Suffering“ erwartet uns das dritte Studioalbum der Amerikaner, das Blackenend Death Metal gekonnt mit Grindcore Elementen in Szene setzt.

GORESKINCOFFIN verdunkeln den Himmel

Was 2011 als Trio begann, entwickelte sich über die Jahre hinweg zu einem Quintett. Zum jetzigen Zeitpunkt bekommen die fünf Musiker von Lou Kelly am Keyboard Unterstützung. Wer jetzt daran denkt, das Klangbild würde deshalb etwas sonniger ausfallen – der irrt. Pechschwarze Orchester Parts tragen wohl nicht unbedingt dazu bei, den Sound in einem harmloseren Licht erscheinen zu lassen. Denn die sieben Tracks sind bitterböse ausgefallen und wissen mit gezielt eingesetzten Samples zu überzeugen.
So auch der Opener, den eine flehende Frauenstimme eröffnet ehe sie von einem wuchtigen Scream von Sänger Cody Winter abgelöst wird. Und es geht gleich in die Vollen: Es wird wild drauf los geknüppelt und in schwarzmetallischer Manier der „Plague Father“ beschworen. Doch es ist auch immer eine Note Death Metal dabei, wenn die Band zum Rundumschlag ausholt.  GORESKINCOFFIN verstehen es gut, den Hörer mitzureißen und setzen auch ab und zu Spoken Word Parts ein, wie im darauffolgendem „Wrath And Ruin“. Hört man die tiefe Stimme in der Strophe, stößt man unwillkürlich auf den Todesblei Einfluss in der Musik der Amis.

Im Midtempo in extreme Höhen & Tiefen

Eine gute Nummer ist die Single „Elegy For Mankind`s Falling“ geworden, zu der es auch ein sehr aufschlussreiches Lyric Video auf YouTube gibt. Die Single steht jedoch  – zumindest was das Tempo angeht –  nicht stellvertretend für die übrigen Tracks auf dem Album. Im Gegensatz zum Rest ist die Auskoppelung im Midtempo gehalten und wird von orchestralen Parts getragen. Sehr detailverliebt und technisch versiert ist der Drum Sound ausgefallen. Schlagzeuger Dean Rice weiß wirklich zu überzeugen.  In eine ähnliche Kerbe schlägt „Lammentations Of A Broken Ange“. Vom Tempo her etwas behäbig unterwegs mit abgrundtiefen Growls, sowie mit krächzend hohem Gesang versehen. Doch gerade die schwarzmetallischen Parts sind mit Double Base Salven untermalt und verbreiten Endzeitstimmung. Dazu tragt einmal mehr die Arbeit von Lou Kelly bei, der mit Keyboard Sounds das Ergebnis im apokalyptischen Licht erstrahlen lässt.

Mit kurzer Spielzeit zu längerem Hörvergnügen

Auffallend ist, dass die sieben Tracks eine durchschnittliche Spielzeit von gut drei Minuten nicht übersteigen. Oft erwarten einem überlange Songs – GORESKINCOFFIN machen davon aber keinen Gebrauch und bringen es auch in kürzere Spieldauer auf den Punkt. Stellvertretend für diese Tatsache steht der Track „Defiant Misanthropy“, der es in 2:40 Minuten schafft, den Hörer zu packen. Brutal, ungestüm und tief dem Blackened Death Metal verbunden wird in der vermeintlich kurzen Spieldauer alles in Grund und Boden geprügelt.

Als Anspieltipps empfehle ich die Titel „It Will Not Die“ und den Titeltrack „Release My Suffering“. Beide Songs stehen stellvertretend für die musikalischen Künste des Quintetts. GORESKINCOFFIN zeigen, dass das Gaspedal nicht zwingend durchgehend bis auf Anschlag durchgetreten werden muss, um den Härtegrad nach oben zu schrauben. Die Lyrics sind abwechselnd tief oder hoch und sind dreckig genug, um auch ohne Pig Squeals den Grindcore Anteil gerecht zu werden.

Fazit: „Release My Suffering“ ist ein gelungenes Stück Extrem Metal geworden und langweilt zu keinem Zeitpunkt. Die Amerikaner verstehen es gut, mit ihrer persönlichen Note zu überzeugen und machen Lust auf mehr. Stellt sich nur mehr die Frage, wie sie es schaffen werden, auf der Bühne die Qualität zu halten. Die Zukunft wird es zeigen…

Veröffentlichungsdatum: 14.01.2022

Label: Funeral Goat Records

Line Up:
Cody Winter – Gesang
Dustin Stark – Gitarre
Justice Reckis – Gitarre
Edgar Castro-Salazar – Bass
Dean Rice – Drums

Facebook: facebook.com/goreskin.coffin
Bandcamp: goreskincoffin.bandcamp.com/
Instagram: instagram.com/goreskincoffin

GORESKINCOFFIN “Release My Suffering” Tracklist

The Plague Father (Audio bei Bandcamp)
Wrath and Ruin (Audio bei Bandcamp)
Release My Suffering
It Will Not Die
Elegy for Mankind’s Failings (Lyric-Video bei YouTube)
Defiant Misanthropy
Lamentations for a Broken Angel