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MOTÖRHEAD: veröffentlichen eine Kollektion erlesener Parfüms

Rock`n´Roll liegt in der Luft, wörtlich genommen aus dem Hause MOTÖRHEAD. Inspiriert von der Band, ihrer Musik und mit Beteiligung der letzten Besetzung, Phil Campbell und Mikkey Dee, veröffentlicht man nun eine Kollektion aus vier Parfüms. Die Auswahl an rockigen Düften nennt sich WOMAN, MAN, NO REMORSE und BAD MAGIC.

MOTÖRHEAD veröffentlicht Kollektion erlesener und hochkarätiger Parfums

Lemmy Kilmister als Gründer, Bassist und Sänger der Band ist MOTÖRHEAD, war MOTÖRHEAD und wird immer MOTÖRHEAD sein. Schon zu Lebzeiten eine Legende, unverwechselbar mit seinem kehligen, knarzend, rauen Gesang. Gemeinsamkeiten zum damalig auflebenden Punkrock waren nicht von der Hand zu weisen, jedoch mit einer deftigen Prise Rock’n’Roll und Hardrock vermengt und in einer Lautstärke, die selbst die größten Marshall Boxen an ihre physischen Grenzen brachten.

Diesem musikalischen Monument widmet man eine feine Kollektion erlesener und hochkarätiger Parfums, die mit Respekt und Liebe auf den wahren Charakter dieser Band zugeschnitten wurden. Jeder neue Duft zitiert olfaktorisch eine erzählenswerte Facette dieser legendären Formation. Im Anspruch sind es Nischenparfums höchster Güte. Kein Marktforscher durfte auch nur in die Nähe der Kompositionen. Massentauglichkeit und Gefälligkeit wurden komplett nach hinten gestellt.

Rock`n´Roll-Düfte von MOTÖRHEAD mit WOMAN, MAN, NO REMORSE und BAD MAGIC

Motörhead MAN wurde als Signature Duft männlicher Ausprägung Lemmy gewidmet. Pfeffer, Kardamon mit holzigem und whiskeyartigen Drive. Es folgen derbe Ledertöne mit würzigem Patschuli, eine metallische Note verweist auf benutzte Bass-Saiten. Angebranntes Eichenmoos gibt diesem Duft etwas ledrig-erdig-rauchiges.

Motörhead WOMAN wurde bereits von DORO getestet. Der feminin geprägte Duft dieser Serie wurde für selbstbewusste Ladies komponiert, die niemals wie klebriger Vanillekuchen duften möchten. Ein Duft, der in Zusammenarbeit mit engen weiblichen Bekannten der Band entstand und die Welt der Instagram-Modepüppchen in großes Erstaunen versetzen dürfte. Rosa Pfeffer, Wacholder, gefolgt von Zypresse, Leder und Weihrauch.

Motörhead NO REMORSE kommt wild, frisch, optimistisch und trotzdem hart wie Kruppstahl. Bergamotte, Grapefruit und Pfeffer, gefolgt von Leder, Salbei und Bourbon sowie Holz- und Moosnoten.

Motörhead BAD MAGIC ist ein sinnlicher Damenduft der durch seine Dunkelheit, Mystik und Magie in den Bann zieht. Petit Grain macht sich breit, Orangenschalen, Zitronenblüten, herbes Neroliöl. Schwarze Rose und reifer Jasmin, gefolgt von Zedern, Karamell, Lindenholz, Horn und Moschus.

Erhältlich ist die Duftserie in den Filialen von Rossmann und Müller

 

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MOTÖRHEAD: feiern 40 Jahre „Iron Fist“ mit der Anniversary Edition

MOTÖRHEAD´s „Iron Fist“ feiert seinen 40ten und bekommt wie bereits die Vorgänger-Alben wie „Ace Of Spades“ und „No Sleep Till Hammersmith“ eine Jubiläums Edition. Die „Iron Fist – 40th Anniversary Edition“ wird am 23. September 2022 über BMG veröffentlicht. Es gibt ein Hardcover Pack mit 2 CDs bzw. 3 LPs, das Original Album wurde neu gemastert, es gibt bisher unveröffentlichte Demo Bonus Tracks und ein komplettes, bisher unveröffentlichtes Konzert, welches am 18. März 1982 von Radio Clyde übertragen wurde. Und natürlich die Story des Albums und viele bisher ungesehene Fotos. Darüber hinaus wird eine Limited Edition, blaue & schwarze Swirl LPs des Original Albums erhältlich sein.

Den Titeltrack kann man sich als „Iron Fist – Jacksons Studio Demo“ aus den Bonustracks bereits anhören.

MOTÖRHEAD´s “Iron Fist” kommt als 40th Anniversary Edition

Lemmy, Fast Eddie Clarke und Phil ‘Philthy Animal’ Taylor lieferten mit „Iron Fist“ einen lebendigen Schnappschuss einer entscheidenden Entwicklung der Band, die sich in einem Tornado wiederfand. Einerseits großer Erfolg, und der wahre MOTÖRHEAD-Stil auf dem Weg in eine andere Etappe. Das mit solch einer Geschwindigkeit, dass es logische und vernünftige Grenzen überschritt und in einem Kamikaze-Joyride endete. Aufgrund der Geschwindigkeit der Songs könnte es sogar das schnellste ‘außer Kontrolle’ Album sein.

Die Tracklist der 40th Anniversary Edition von „Iron Fist“:

Original Iron Fist Album:
Iron Fist
Heart of Stone
I’m the Doctor
Go to Hell
Loser
Sex and Outrage
America
Shut It Down
Speedfreak
(Don’t Need) Religion
Bang to Rights

Jackson’s Studio Demos October 1981:
Remember Me, I’m Gone
The Doctor
Young & Crazy
Loser
Iron Fist
Go To Hell

CD & Digital Bonus Tracks:
Lemmy Goes to the Pub
Some Old Song, I’m Gone
(Don’t Let ‘Em) Grind Ya Down (Alternate Version)
Shut It Down
Sponge Cake (Instrumental)
Ripsaw Teardown (Instrumental)
Peter Gunn (Instrumental)

Live at Glasgow Apollo 18/3/82:
Iron First
Heart of Stone
Shoot You In The Back
The Hammer
Loser
Jailbait
America
White Line
(Don’t Need) Religion
Go to Hell
Capricorn
(Don’t Let ‘Em) Grind Ya Down
(We Are The) Road Crew
Ace of Spades
Bite The Bullet
The Chase Is Better Than the Catch
Overkill
Bomber
Motörhead

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TARCHON FIST: neues Album „The Fire Still Burns“

TARCHON FIST präsentieren den Titel und das Coverbild ihres nunmehr fünften Studioalbums. Es heißt „The Fire Still Burns“, das Cover-Artwork stammt von Stan W Decker, wie bereits das Cover des letzten Albums „Apocalypse“ von 2019. Das neue Album der 80s Heavy Metal/Hard Rock-Band aus Bologna ist fertig, aktuell suchen die Italiener ein Label für die Veröffentlichung. Interessierte Labels können sich über productions@tarchonfist.com mit TARCHON FIST in Verbindung setzen.

TARCHON FIST suchen ein Label für das neue Album „The Fire Still Burns“

Die Band sagt: „Unser neues Album soll eine Hymne für die Leidenschaft sein. Jene chemische Formel, die in jedem Menschen vielfältige, gegensätzliche Gefühle entfacht, und die ihn dazu bringt, unglaubliche Dinge zu tun, bis hin zur Gefährdung seines Lebens, um dieses Bedürfnis zu erfüllen. Wir haben beschlossen, dieses Album ‘The Flame Still Burns’ zu nennen, weil wir davon überzeugt sind, dass wenn im Herzen eines Menschen die Flamme der Leidenschaft auflodert, sie bis zum Ende aller Zeiten brennen wird. In unseren Herzen brennt die Flamme in der Tat immer noch…“

TARCHON FIST sind:
Mirco “Ramon” Ramondo – Lead Vocals
Luciano “Lvcio” Tattini – Guitars, Vocals
Sergio “Rix” Rizzo – Guitars, Vocals
Marco “Wallace” Pazzini – Bass, Vocals
Giacomo “Jack” Lauretani – Drums

Die Tracklist von „The Fire Still Burns“:

1. The Flame Still Burns
2. Lens Of Life
3. Wolfpack
4. Soldiers In White
5. 9/11
6. Ireland’s Rebels
7. Always Alone
8. Escape
9. The Man
10. So, Thank You All!
11. The Legend Of Rainbow Warriors

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HUMAN ABYSS: Anatomy Of Anxiety [Eigenproduktion]

Death Metal läuft hier nicht oft, und wenn dann eher alte Schinken von POSSESSED, ENTOMBED, BOLT THROWER oder OBITUARY als neue Bands. Aber die Geschichte hinter den Berlinern HUMAN ABYSS sorgte dann doch für Interesse. Gegründet im Herbst 2018 will die Band den tiefen Schmerz der menschlichen Natur einfangen, zwischenmenschliche Abgründe aufzeigen. Sänger Lynn wurde bei Geburt als intergeschlechtlich identifiziert, vereinte Merkmale beide Geschlechter in sich und wurde gequält mit den Konsequenzen schwerer medizinisch ungerechtfertigter Operationen und langjährigen Fehlbehandlungen. Die Verletzung der Persönlichkeitsrechte als auch der körperlichen Integrität eines gesunden Menschen aufgrund ignorierter physischer Realitäten ist auch noch heute trauriger Alltag in Deutschland und offenbart einen, nicht nur für die Betroffenen, grausamen blinden Fleck unserer Gesellschaft. Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Identität. Eben dies möchte Lynn zum Ausdruck bringen, und das geht halt nicht mit Musik zum Blümchen pflücken.

HUMAN ABYSS zeigen auf „Anatomy Of Anxiety“ den tiefen Schmerz der menschlichen Natur

Die Blümchen verwelken auch gleich beim Einstieg, ein Hauch schwedischer Melodic Death wechselt zum derben Geballere, ein böser innerer Dämon keift sich und uns die Seele aus dem Leib. Bei aller Raserei vergessen die Jungs nicht, Melodien oder einen stampfenden Groove einzubauen. Die Gitarrenarbeit lädt wie auf dem ganzen Album zum Hinhören ein. So zieht der Opener „The Abyss“ gleich abwechslungsreich in die eigenen Tiefen. Flirrende Gitarren, wieder ein cooler Groove, Gehacke, auch „Locked Gates“ lässt keinen Raum für Fröhlichkeit. Mal wird man platt gerollt wie bei der ersten Auskopplung „Shallow Water“ mit passendem Video, die auch mal kurz zusammen fällt, um das wieder zum Teufelstanz wird. Sind diese inneren Dämonen die „Fachleute“, die entschieden haben, wie oder wer dieser Mensch sein soll, oder stecken sie in ihm selber, weil er keine Chance hat, sich selbst zu finden oder sich selbst zu orientieren, wohin seine Reise gehen sollte?

„Anatomy Of Anxiety“ eignet sich nicht zum entspannten Blümchenpflücken

Musikalisch schaffen es HUMAN ABYSS, genau meinen Nerv zu treffen, wenn es um Death Metal geht. Die Black-Metallischen Ausflüge tragen dazu bei, die innere Zerrissenheit zu transportieren. Würden sie über Tot und Teufel, verrottende Körper oder walzende Kampfpanzer growlen, dann würde ich die Texte ausblenden und die Vocals als Teil des Gesamtbild mitnehmen. Hier auf „Anatomy Of Anxiety“ höre ich genauer hin, oder schau mir die Texte im geschmackvollem Booklet an. Die Herren Musiker legen den passenden unbequemen Grundstein dafür, jeder macht einen super Job, auch wenn letztendlich nur Standardthemen abgearbeitet werden. Die machen Spaß, wenn man das im Rahmen der Thematik haben kann.

Man beschäftigt sich mit der Thematik von “Anatomy Of Anxiety”

Natürlich meldet sich immer wieder auch mal der keifende Dämon, es gibt immer mal griffige Momente, oder man walzt sich schön zäh aus den Boxen. Zum Ende hin nehmen die Rasereien wieder mehr Fahrt auf, immer mal aufgemischt von einem klassischen Metal-Riff oder melodischen Leads. Das Album anzuhören macht Spaß, die Mischung aus klassischem End-80er/früh-90er Death Metal und Melodic Death mit den schwarzen Ausflügen läuft gut rein. Und schafft es durch die besondere Thematik, dass man die Lyrics nicht nur als garstiges Beiwerk betrachtet. Man denkt nach, beschäftigt sich mit der Thematik.

HUMAN ABYSS verbinden unterhaltsamen klassischen Death Metal, Melodic Death und Blackmetallische Ausbrüche mit einem schwierigen Thema

Sicher genau das, was Lynn erreichen möchte, eben dieses schwierige Thema öffentlicher machen. Das ist mutig, er ist allgemein unterwegs als Aktivist u.a. im Fernsehen. Ja ja, oh je, man kann das dann alles nachvollziehen. Nein, kann man sicher nicht! Das können nur Betroffene. Aber es ist wichtig, dieses Thema im Bewusstsein der Menschen aufzuzeigen. Es gibt mehr auf der Welt als das Leid, seinen fetten SUV volltanken zu müssen oder bald im Winter einen Pulli tragen zu müssen statt dem sexy Kleidchen. Respekt für die Offenheit von Sänger Lynn und seine Kollegen von HUMAN ABYSS, die ihn unterstützen! Und wenn dazu auch noch unterhaltsamer Death Metal geliefert wird, dann sollte man diese Band unterstützen.

Veröffentlicht am 29.07.2022

Spielzeit: 37:46 Min.

Lineup:
Lynn – Vocals
Paul – Gitarre, Vocals
Christopher – Gitarre
Steffen – Gitarre
Pascal – Drums

Label: Eigenproduktion

Homepage: https://humanabyss.de

Mehr im Web: https://www.facebook.com/HumanAbyssOfficial

Die Tracklist von “Anatomy Of Anxiety”:

1.
2. (Video bei YouTube)

1. The Abyss
2. Locked Gates
3. Shallow Water (Video bei YouTube)
4. Disillusion
5. Disappear
6. Mors Cado
7. Icy Mirror

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ZZ TOP: Raw

Ha ha nein, ich werde nie vergessen, wie ich als kleiner Bubi ZZ TOP´s gerade erschienenes „First Album“ zum Geburtstag bekommen hatte. Blues kannte ich von großen Nachbarsjungen, aber das hier war mal richtig cool! Lange her, und die Rauschebärte sind schon richtig alt, Basser Dusty Hill verstarb ja leider am 28. Juli 2021. Die Tres Hombres hatten die Neuaufnahmen ihrer Klassiker in der Gruene Hall in New Braunfels, Texas aufgenommen. Das Album entstand im Rahmen der Arbeiten an der Netflix-Dokumentation „That Little Ol’ Band From Texas“ und fungiert als Originalsoundtrack zur Doku. Diese war so erfolgreich, dass man die Aufnahmen nochmal extra nachschiebt auf CD und natürlich Vinyl für die Sammlung. Und das ist gut so!

ZZ TOP legen „Raw“ nach als Soundtrack zur „That Little Ol’ Band From Texas“-Doku

Passend für mich steigen die Herren auch mit dem Debüt-Kracher „Brown Sugar“ ein. Und das so cool und trocken, dass es ein Fest ist. Yeah, Bourbon ausgepackt, heute ein Knob Creek, Southern-Blues-Boogie Rock schmeckt so am besten. Ja ja, kürzlich das Original gehört, die Reife der Herren hört man deutlich. Der Flow, den sie seit den 80ern mit sich ziehen, steht dem Oldie wirklich gut. Wie auch dem coolen Kollegen „Just Got Paid“, auch nach 50 Jahren richtig knackig. Bei „Heard It On The X“ tanzt man ausgelassen durchs Haus, den Mitklatsch-Part nimmt man gerne mit. Es ist beeindruckend, wie zeitlos und cool diese alternden Knaben ihre Songs zocken.

ZZ TOP beeindrucken, wie zeitlos und cool sie ihre alten Songs zocken

Es soll ja Leute geben, welche die alten Dauerbrenner „La Grange“ und Tush“ nicht mehr hören können. Hier bringen sie die Hütte zum Kochen, und man hört die Freude, die alten Dauerhits in dieser familiären Atmosphäre im alten Stil nochmal einzuspielen. Mag sein, dass die Finger von BILLY GIBONS doch nicht mehr ganz so flink sind. Dafür spielt mit jedem Ton die Erfahrung eines reifen Gitarrenhelden mit. Beide Songs kommen frei von Staub und Totgespielt. Beim „Thunderbird“ schunkelt man fröhlich mit, „I’m Bad, I’m Nationwide“ kommt wieder unfassbar cool. „Cheep Sunglasses“ hätte ich mir noch gewünscht, aber mich fragt ja keiner.

Dass Dusty Hill bei den höher gelegten Vocals mal an seine Grenzen kommt wie bei „Legs“, das kann man gut verzeihen in seinen 70 Jahren. Die „neueren“ Songs wie auch „Gimme All Your Lovin’“ kommen hier reduziert weitaus knackiger als die hoch polierten Originale. Auch bald 40 Jahre, hört man ihnen hier nicht an. Hach wie schön, mit dem „Blue Jean Blues“ einer meiner Lieblingssongs der Little Ol‘ Band From Texas. Der muss richtig laut! Knackiger nochmal der „Certified Blues“ und der „Tube Snake Boogie“.

Dusty Hill würde genau das wollen: fröhliche Menschen, die zu ZZ TOP´s Musik tanzen und Spaß haben

Ok, auch ich hab ZZ TOP schon live lustlos und Job machend erlebt. Aber das hier auf „Raw“ klingt ganz anders. Man spürt geradezu, wie es sich angefühlt hat für Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard, diese Songs gemeinsam unter Live-Bedingungen an nur einem Tag einzurocken. Ohne Overdubs, Nachbearbeitung, ohne Bühnentechnik, ohne Publikum, einfach die Band, wie damals. Selbst das hören der 80er Songs hat was von damals, also ganz damals. Die Songs kommen furztrocken, kraftvoll, souverän gespielt mit der Coolness gestandener Musiker, die niemandem mehr etwas beweisen müssen.

Das hat nichts von einer lieblosen Best Of, „Raw“ lebt und kommt wie im Titel versprochen auf den Punkt. Als Zuhörer glüht die Luftgitarre, man tanzt gut gelaunt durchs Haus. Zudem dürfte „Raw“ die letzte Aufnahme sein mit Dusty Hill, was ihr natürlich auch eine sentimentale Note beschert. Aber Hill würde genau das wollen: fröhliche Menschen, die zu ZZ TOP´s Musik tanzen und Spaß haben. Und genau das bietet „Raw“.

Veröffentlicht am 22.07.2022

Lineup:
Billy Gibbons – Gitarre, Vocals
Dusty Hill – Bass, Vocals
Frank Beard – Drums

Label: Shelter Records/BMG

Homepage: https://www.zztop.com

Mehr im Web: https://www.facebook.com/ZZTop

Die Tracklist von “Raw”:

1. Brown Sugar (Audio)
2. Just Got Paid
3. Heard It On The X
4. La Grange (Audio)
5. Tush
6. Thunderbird
7. I’m Bad, I’m Nationwide
8. Legs
9. Gimme All Your Lovin’
10. Blue Jean Blues
11. Certified Blues
12. Tube Snake Boogie (Video bei YouTube)

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HAMMERS RULE: Show No Mercy [Re-Release]

HAMMERS RULE waren ihrer Zeit voraus, als sie sich 1983 gegründet hatten. Nicht musikalisch, aber es wurde gleich auf eine fette Bühnenshow gesetzt mit schicken Outfits und reichlich Effekten. So wollte man sich sicher auch dem Major-Labels anbieten, die trotzdem wenig Interesse zeigten. So machte die Band das beste draus und veröffentlichte das Album „Show No Mercy“ 1984 auf dem selbst gegründeten Label Tangent Records. Heute ganz normal, damals sehr besonders kam die LP in weißer Farbe. Ein Jahr später gab es die EP „After The Bomb“, zumindest im Underground hatte man schnell einen guten Ruf, auch bei uns.

HAMMERS RULE wollten ganz groß hinaus mit „Show No Mercy“

Und landete beim falschen deutschen Label, das erst eine Compilation mit beiden Releases unter dem Namen der EP „After The Bomb“ veröffentlichte, dann die Band abzockte mit einem nicht genehmigten Release mit Demoaufnahmen. Vom Album „Spontaneous Human Combustion“ sollte man also die Finger lassen. Neu ihre Finger im Spiel haben hingegen Golden Core Records. Zahlreiche andere Labels erhielten von den drei verbliebenen Musikern, Gitarrist Ron Mechlinski verstarb im April 2001, eine Absage. Das Golden Core-Team durfte Debüt und EP neu veröffentlichen, wie gewohnt remastered von Neudi. Das Album bekam eine hübsche Aufmachung inklusive Booklet mit einem Interview mit Sänger Blade und Drummer Chuck, Bildern, Texten usw. Ab dem 13. Januar 2023 wird es den Re-Release auch auf Vinyl geben.

Golden Core Records legen HAMMERS RULE´s „Show No Mercy“ neu auf

Was wird uns denn geboten? Ein bedrohliches Intro, dann rattert uns ein „Children Of The Grave“-Riff entgegen, um dann klassischem US-Metal Platz zu machen, gepaart mit kurzen QUEEN-Gitarren und Momenten, die an andere Ecken von BLACK SABBATH denken lassen. Das findet sich auch im Bassspiel von Shaun Henley wieder, der mal an GEEZER BUTLER und mal an STEVE HARRIS erinnert. Gemeinsam mit Drummer Chuck Hohn ist er auf einem ganz anderen Level unterwegs ist, als es beim ersten Reinhören durch kommt. So drückt man auch gern mal die sehr solide aufspielende Gitarre etwas beiseite. Der Gesang kommt etwas quäkig und gemäßigt, passt zur oft verspielten Musik. Nicht nur bei „Pool Of Piranhas“ klingt er gar, auch durch die Melodieführung, oft nach japanischen Metal-Bands. Der Soloteil kriegt dann eine gute Portion IRON MAIDEN. Beim etwas seltsam dahinschleichenden „Castle Walls“ verbeugt man sich wieder vor frühen BLACK SABBATH, „War Pigs“ schaut vorbei, von diesen Momenten lebt der Song. Die Bandhymne nimmt dann etwas Tempo auf, macht aber auch deutlich, dass HAMMERS RULE immer etwas zu zahm klingen, um wirklich Popo zu treten. Auch das stampfende „If You Only Knew“ macht Spaß, lädt aber eher zum entspannten Mitwippen ein, als zum Headbangen.

HAMMERS RULE bewegen sich zwischen englischen Helden und US-Metal

Dann wird deutlich, dass die Band sich nicht sicher war, ob sie an der ihr gut stehenden Power Metal-Front kämpfen will oder lieber auch mal bei MTV laufen würde. Die zweite Hälfte des Albums zeigt letzteres. Bei „Set Me Free“ rockt man fröhlich im TWISTED SISTER-Stil, bei „She’s A Rocker“ versucht man es mit MÖTLEY CRÜE-Dreck unter den Nägeln. Bei „Little Girls“ zeigt man sich in funky EXTREME/LIVING COLOUR-Ausflügen und rock`n´rollt mit allen Klischees durch „Sex Drugs And Rock-n-Roll“. Hier mag man auch an frühe WASP denken mit kurzem MAIDEN-Part. Dieser Ruck Richtung großes Publikum wäre für sich durchaus gelungen, würde dem nicht die erste Albumseite gegenüber stehen. So bleibt der Eindruck, man wollte sich beiden Seiten anbieten. Dass sich HAMMERS RULE eigentlich auf der härteren Seite wohler gefühlt haben, das zeigten sie mit den beiden neuen Songs der EP, „Kamikaze“ und „Stop The World“ mit MAIDEN Mitsing, Auftakt. Man gibt wieder etwas Gas, der Haarspray-Rock weicht wieder einer metallreicheren Linie.

Auf der zweiten Seite schielten HAMMERS RULE auf MTV und großes Airplay

HAMMERS RULE hatten reichlich Potenzial und hätten bei einer klareren Linie sicher weitaus mehr werden können. Die US-/Power Metal Fraktion wird gut bedient, die Songs machen Spaß und laden zum genauer Hinhören ein, auch und gerade bei der coolen Rhythmus-Section. Bei einem Albumtitel wie „Show No Mercy“ hat man natürlich falsche Hoffnungen geweckt bei den damaligen Metal-Kriegern. Dem Slogan hatte eine freundliche Band aus Kalifornien ja kurz vorher ihren klaren Stempel aufgedrückt und den erforderlichen Härtegrad für diesen Titel klargestellt. Um bei den gemäßigten Power-Metalbands erfolgreich mitzumischen wäre alles da gewesen. Auch um im Mainstream Rock bzw. dem damals heißen Hair Rock mitzutanzen, wenn man die zweite Seite beurteilt. Mit dieser unklaren Linie hat man aber an beiden Märkten vorbei gespielt.

HAMMERS RULE macht Spaß, aber man weiss nicht, ob man nun sein Nietenarmband oder Haarspray nehmen soll

Das ist schade, beides hat seinen Reiz, aber ganz vorne liegt die erste Seite mit der härteren Ausrichtung. Die dürfte Freunden des gemäßigten US-Metal gefallen, gut dass Golden Core auch hier wieder eine Band ins hier und jetzt bringt, die damals – selbst verschuldet von der Band aus Baltimore mangels klarem Genre – deutlich unter ihren Möglichkeiten gehandelt wurde. Als Freund vom 80er Hair Rock/Metal hat man auch mit der etwas schwächeren zweiten Seite Spaß. Hier auf CD sorgt das letztendlich auch für Abwechslung, auf LP kann man dann je nach Tageslaune den gewünschten Stil auflegen. Ebenso macht es Spaß, diese oft kurzen Momente zu erwischen, wo HAMMERS RULE direkt bei ihren Helden geklaut haben. Aber das machen wir ja doch irgendwie alle.

Veröffentlicht am 08.07.2022

Spielzeit: 50:47 Min.

Lineup:
Blade Duncan – Gesang
Ron „Spunki“ Mechlinski († 2001) – Gitarre
Shaun Henley – Bass
Chuck Hohn – Drums

Label: Golden Core Records /ZYX

Die Tracklist von “Show No Mercy”:

1. Prelude / The Calm Before The Storm
2. After The Bomb
3. Pool Of Piranhas
4. Castle Walls
5. Hammers Rule
6. If You Only Knew
7. Kamikaze – Mission Of Death
8. Set Me Free
9. She’s A Rocker
10.Stop The World
11. Little Girls
12. Sex Drugs And Rock-n-Roll

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TARAMIS: Queen Of Thieves / Stretch Of The Imagination [2CD][Re-Release]

Golden Core hat mal wieder tief in der Geschichte des Heavy Metal gegraben. Nicht in deutschen Demo-Kisten wie bei „SOUND & ACTION: Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“ oder in NWOBHM-Archiven, sondern down under in Australien bei TARAMIS. Als eine der ersten echten Metalbands Australiens zwischen den üblichen Vorzeige-Rockern AC/DC und ROSE TATTOO unter dem Namen PROWLER 1882 gegründet, lässt der Bandname erahnen, wo die Vorbilder zu finden waren. In den Clubs Melbourne´s spielte man Coversongs von eben IRON MAIDEN und BLACK SABBATH. 1984 gab es das erste Demo „Blood & Honour“ mit eigenen Songs, der Bandname wurde zu TARAMIS.

TARAMIS – Doppelpack aus Australiens Metal-History

1987 folgte das Debüt „Queen Of Thieves“ beim Label des lokalen Plattenlade Metal For Melbourne. 1988 wurde die LP von Metal Blade lizensiert mit neuem Cover sowie in Europa von Roadrunner Records. Vor allem die Produktion konnte mit den Highlights der US- und UK-Bands nicht mithalten, statt verdientem Erfolg blieb nur ein Underground-Status. Besetzungswechsel, neues Album „Stretch Of The Imagination“ 1991, bei uns über Rising Sun, mit starkem Ruck Richtung Progressive Metal. Auch hier kam man kaum über einen Insider-Status hinaus. Auflösung, kleine Reunions, die zum Teil der Pandemie zum Opfer gefallen sind, die Alben sind kaum zu kriegen oder zu derben Preisen auf den entsprechenden Portalen. Das ändern nun Golden Core und bringen beide Alben inklusive dem Demo und weiteren Bonustracks als Doppelpack unter die Metalheads. Und das ist gut so!

Die Aufnahmen von TARAMIS kommen als zeitgemäße Neuauflage

„Queen Of Thieves“ zeigt sich geprägt von den Bands, die Anfang der 80er angesagt waren. Ganz vorne natürlich IRON MAIDEN, zumal auch Sänger Shane Southby großer Verehrer von BRUCE DICKINSON war. Mit dem Opener „Lord Of The Blackfields“ macht man gleich klar, dass hier echter Metal angesagt ist. Es klingt nach Leder, Nietenarmband, Luftgitarre und rebellischer Lebensweise. „Doesn’t Seem“ klingt wie MAIDEN trifft auf speedy ANGEL WITCH und bringt eine catchy Melodie mit. Immer wieder tauchen Verweise auf zu NWOBHM-Bands, so manchen Song hätte man sich auch auf einem „Metal For Muthas“-Sampler vorstellen können. Hier mal ein wenig TRESSPASS, dort ein wilder Ritt Richtung RAVEN, immer mal schöne epische Einbrüche. Die aber auch immer mal wieder an MAIDEN erinnern inklusive Hoppelbass. Wie bei „Without A Warning“, das wie hier und da auch wieder eine folkige irisch anmutende Melodie mitbringt.

TARAMIS waren geprägt von der NWOBHM

Was immer wieder fasziniert ist, wie oft TARAMIS an Bands des frühen US-Metal erinnern, die es teils noch gar nicht gab. Verspielte Gitarren wie bei LEATHERWOLF oder LIEGE LORD, Momente, die an früheste QUEENSRYCHE, CRIMSON GLORY oder FATES WARNING denken lassen. Dazu trägt auch der zumeist sehr hohe Gesang bei. So lassen sich der Titelsong oder auch das wütende „Wolves“ super abfeiern und es bleibt die Frage, warum TARAMIS (wie so viele andere Bands) nie den verdienten Erfolg eingefahren haben. So trägt uns die schöne Ballade „My Life“ aus dem Debüt, gefolgt vom Demo „Blood & Honour“. Hier ist noch nicht so viel aus dem Sound herauszuholen gewesen, es gibt echten Demo-Sound. Und auch hier fällt auf, wie sehr die Australier trotz aller Begeisterung für die NWOBHM schon nach US-Metal geklungen haben. Bei „The Awakening“ fallen einem zahlreiche Früh-Helden dazu ein. Aber nein, IRON MAIDEN vergessen sie trotzdem nicht. Geprägt sind die Anfangszeiten von TARAMIS vor allem vom starken, je nach Geschmack auch nervig hohen Gesang und der tollen Instrumentalarbeit. Vor Kollegen aus dem UK, der USA oder sonstwo brauchten sich die Australier nicht verstecken.

Vor internationalen Metal-Kollegen brauchten sich die Australier nicht verstecken

Das belegen sie noch mehr auf dem 1991er Album „Stretch Of The Imagination“. Nun mit Gitarrist George Larin (NOTHING SCARED, VULVAGUN) und Basser Evan Harris (BLACK MAJESTY, VULVAGUN) gibt es einen klaren Ruck weg vom NWOBHM-geprägten Epic Metal der frühen Tage. Man will zeigen, was man kann, und serviert nun eine klasse Ladung Progressive Metal. Schon der Opener „Dreaming“ lässt einen schauen, ob es die gleiche Band ist. Aber ja, vor allem die extrem hohen Vocals von Shane passen perfekt zum neuen Sound. FATES WARNING tauchen wieder auf, wenn es eher nicht so wild zugeht. Ein bisschen PSYCHOTIC WALTZ, oft muss ich auch an die tollen HADES denken. Hätten TARAMIS mit zwei Gitarren gearbeitet, es wäre sicher eine totale Abfahrt geworden. So aber ziehen die Herren Musiker alles raus, es wird wahlweise mit spinnigem Zusammenspiel gepunktet von Gitarre und Bass, oder Bass und Drums, oder alle wild aber koordiniert zusammen. Oder man zerlegt den Song komplett, jeder geht eigene Wege und irgendwo trifft man sich wieder, ganz großes Kino! Wenn sie Gas geben und voll abdrehen, dass klopft man schon an die Tür von WATCHTOWER.

„Stretch Of The Imagination“ macht einen fetten Ruck Richtung Progressive Metal

Vergessen sind die Wurzeln nicht, immer mal wieder tauchen mehr oder weniger dezent IRON MAIDEN wie bei „Lonely Star“ oder ein klassisches NWOBHM-Riff wie bei „ Another Tomorrow“ auf . Ein Knaller ist der instrumentale „Jigaboo Boogie“. Ein MAIDEN-Riff, funkige Spinnereien, cremige Jazz-Tunes, beswingtes Schunkeln und wilde Raserei laden ein zu einem echten Hörerlebnis, den Spaß der Musiker daran hört man durchgehend raus. Ein hoch unterhaltsames, durchaus forderndes Album, dass vor allem Freunde des US-Progressive Metal mit Thrash-Anleihen glücklich machen wird. Sofern die nicht zu verkopft sind und das vorhandene Augenzwinkern an manchen Stellen wohlwollend aufnehmen.

Als Bonus laden TARAMIS zum Moshpit ein

Die Bonus-Tracks der zweiten CD zeigen, dass die Band machte, wozu sie gerade Lust hatte oder auch, was gerade angesagt war, je nach Sichtweise. Man erkennt die Band von „Stretch Of The Imagination“ schnell wieder, aber TARAMIS wollten nun anscheinend ihren eigenen Moshpit vor der Bühne. Sie haben merklich viel EXODUS gehört und TESTAMENT inhalliert, deren typische Grooves kommen auf „ Changes“ deutlich durch. Auf „Never“ tanzen EXODUS mit ANTHRAX, es wird amtlich gemosht, der Grundsound der Australier bleibt aber erhalten. Beim abschließenden „Defying Imagery“ glaubt man, dass auch unsere deutschen Thrash-Helden down under gern gehört wurden.

Das Doppelpack „Queen Of Thieves“ / „Stretch Of The Imagination“ zeigt deutlich, welch starke Band TARAMIS waren

Das Doppelpack „Queen Of Thieves“ / „Stretch Of The Imagination“ zeigt deutlich, welch starke Band TARAMIS waren und dass sie vollkommen unberechtigt unter dem Radar der internationalen Metal-Szene geflogen sind. Starke Musiker mit starken Songs, die teilweise gar ihrer Zeit voraus waren. Alle vier hier vertretenen Veröffentlichungen zeigen die Australier, auch bedingt durch Besetzungswechsel, immer etwas anders. Das sorgt schon dafür, dass das Doppelpack nicht langweilig wird. Zudem wurde topaktuell von Szene-Freak Neudi alles neu remastered und kommt gut aus den Boxen, ohne dabei seinen ursprünglichen Oldschool-Charme zu verlieren. Wie bei Golden Core gibt es eine liebevolle Aufmachung, man kann das Cover nach Laune wechseln und im Booklet, das seinen Namen tatsächlich verdient, gibt es neben zahlreichen seltenen Bildern ein ausführliches Interview mit Sänger Shane Southby, welches Labelkopf Neudi mal für das Deaf Forever gemacht hatte.

Insgesamt kommt man als traditioneller Metalfan nicht vorbei an diesem gelungenen Package, wenn man eine total unterbewertete Band mit einem spannenden Mis aus NWOBHM, Power-, US- und Progressive Metal bis hin zum Thrash endlich kennen will – also irgendwie alle! Aktuell sind TARAMIS wieder aktiv. Da wäre es fast logisch, sie auch bei uns auf den entsprechenden Festivals spielen zu sehen.

Veröffentlicht am 03.06.2022

Spielzeit: 53:14 / 55:41 Min.

Lineup:
Shane (Joel) Southby – Vocals **/***
Dave Brown – Drums, Percussion **/***
Craig Robertson – Guitars **
Danny Komorr – Bass **
Don Jenkins – Keyboards **
Andy Alexander – Bass *
George Larin – Guitars ***
Evan Harris – Bass ***

* Demo 1988
** „Queen Of Thieves“
*** „Stretch Of The Imagination”

Label: Golden Core/ZYX

Mehr im Web: https://www.facebook.com/TaramisAustralianMetal

Die Tracklist der “Queen Of Thieves / Stretch Of The Imagination” Doppel-CD:

Queen Of Thieves (CD 1):
1. Lord Of The Blackfields
2. Doesn’t Seem
3. The Chosen
4. Path To Aquilonia
5. Queen Of Thieves
6. Without A Warning
7. Wolves
8. My Life
9. Maze Of Glory (Demo 1988)
10. Bloodsky (Demo 1988)
11. The Awakening (Demo 1988)
12. Lifeforce (Demo 1988)

Stretch Of The Imagination (CD 2):
1. Dreaming
2. Diceman
3. Maze Of Glory
4. Another Tomorrow
5. Behind These Eyes
6. Jigaboo Boogie
7. Lonely Star
8. Delayed Reaction
9. Changes (Bonus)
10. Never (Bonus)
11. Defying Imagery (Bonus)

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THE ANTICHRIST IMPERIUM: kündigen neues Avantgarde Death Metal Album “Volume III: Satan In His Original Glory” an

Die Progressive Death / Black Metal-Band THE ANTICHRIST IMPERIUM hat mit “Volume III: Satan In His Original Glory” ein neues Album angekündigt. Es ist nach “The Antichrist Imperium” (2015) und “Volume II: Every Tongue Shall Praise Satan” (2018) das dritte Album der Briten.

“Wir haben keine Botschaft zu übermitteln, wir wollen euch nur eine glorreiche und ehrfürchtige Ode an Satan überbringen, einen Traum von einer Welt, in der ein schwarzer Huf für immer auf euer Gesicht tritt”, verkündet Sänger Sam Bean.

THE ANTICHRIST IMPERIUM sind Drummer David Gray (AKERCOCKE, VOICES), Gitarrist Matt Wilcock (WEREWOLVES, THE BERZERKER, ABRAMELIN, Ex-AKERCOCKE), Sänger, Keyboarder und Bassist Sam Bean (WEREWOLVES, THE SENSELESS, THE BERZERKER) sowie Sänger und Keyboarder Samuel Loynes (AKERCOCKE, SHRINES, VOICES)

“Volume III: Satan In His Original Glory” wird am 7. Oktober 2022 via Apocalyptic Witchcraft erscheinen.

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GILBERT O’SULLIVAN: Driven

GILBERT O’SULLIVAN muss man kaum vorstellen, der Ire gilt seit Ewigkeiten als einer der ganz großen Singer/Songwriter. Mit Hits wie „Clair“, „Alone Again (Naturally)“ oder „Get Down“ prägte er mit den Soundtrack der frühen 70er. Nach Rechtsstreitereien mit dem Mamager war 1982 erst mal Schluss mit großen Erfolgen, seit den 90ern ist O’SULLIVAN wieder sehr aktiv und hat einige Alben herausgebracht. Nun also steht mit „Driven“ das nunmehr zwanzigstes Studioalbum an. Es wurde produziert von Andy Wright (u.a. SIMPLE MINDS, SIMPLY RED, JEFF BECK) und mit einer Live-Band in den legendären RAK-Studios aufgenommen. Gilbert´s Hausband besteht aus Gitarrist Pat Murdoch (SIMPLY RED, CHRISSIE HYNDE, BEYONCE), Keyboarder Rich Milner (MORCHEEBAa, JAMES MORRISON) und Geoff Holdroyde (TAKE THAT, BIG LINDA) an den Drums.

Die Singer/Songwriter-Legende GILBERT O’SULLIVAN präsentiert „Driven“

Die Erfahrung des Teams hört man schnell raus. Mal klingt es herrlich alt, ohne altbacken zu sein. Beim Opener „Love Casualty“ hat einen die seit der Kindheit vertraute softe Stimme wieder. Bei „Blue Anchor Bay“ kann man an gut gelaunte BEATLES denken, bei „Let Bygones Be Bygones“ mit SIMPLY RED´s Mick Hucknall schunkelt man mit. Sicher, Songs wie „What Are You Waiting For“ oder „Back And Forth“ mit Coutry-Vibes zeigen, dass hier eher die reife Generation Musikfans angesprochen ist, die beim Namen GILBERT O’SULLIVAN eh aufgehorcht hat. Die schmelzen dann auch bei der Ballade „You And Me Babe“ dahin.

„Driven“ kommt herrlich oldschool, schunkelig und gut gelaunt

Aber gerade bei den etwas kraftvolleren Songs macht sich sofort eine positive Sommerstimmung breit, der man schnell verfällt. Egal ob das fröhliche „Body And Mind“, das swingende „Let Me Know“ und ganz klar das tolle „Take Love“ gemeinsam mit der schottischen Singer-/Songwriterin KT TUNSTALL und „You Can’t Say I Didn’t Try“ sorgen einfach für gute Stimmung. Man tänzelt durchs Haus, der Großputz macht fast Spaß, gemütlich auf der Terrasse in der Sonne sitzen ebenso.

GILBERT O’SULLIVAN sorgt für gute Stimmung, aber eher deutlich für die mit ihm gereiften Musikfans

Wer gut gelaunte Musik mag mit Singer/Songwriter-Atmosphäre, der wird hier seinen Spaß haben. Was wenig überrascht, immerhin haben wir es hier mit einem Großmeister des Genres zu tun. Wer GILBERT O’SULLIVAN kennt und mag, der kann bei „Driven“ zugreifen. Man hört dem Künstler mit jedem Ton sein Alter an, aber mit 75 klingt eine angenehme Reife mit, die trotzdem den Charme des frühen Singer/Songwriter mit sich trägt. Zudem hat der Mann einiges zu erzählen, seine Lyrics sind kein plattes Beiwerk, um die Melodien zu tragen. Ein schönes Album, aber nun mal deutlich für die mit gereiften Musikfans. Auch mit dem Release wird alles gegeben, „Driven“ wird als CD, schwarze Vinyl, farbige Vinyl, Kassette und in allen digitalen Formaten erhältlich sein, inklusive Sony 360 und Dolby Atmos.

Veröffentlicht am 22.07.2022

Spielzeit: Min.

Label: BMG

Homepage: https://www.gilbertosullivan.co.uk

Mehr im Web: https://www.facebook.com/gilbertosull

Die Tracklist von “Driven”:

1. Love Casualty
2. Blue Anchor Bay
3. Let Bygones Be Bygones (featuring Mick Hucknall)
4. Body And Mind
5. What Are You Waiting For
6. Let Me Know
7. Take Love (featuring KT Tunstall) (Video bei YouTube)
8. Back And Forth
9. If Only Love Had Ears
10. You Can’t Say I Didn’t Try (Video bei YouTube)
11. You And Me Babe
12. Hey Man
13. Don’t Get Under Each Other’s Skin

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SOUND & ACTION: Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2 [2CD]

Damals war alles besser! Typischer Spruch einer gewissen Generation, auch und gerade wenn es um Hard`n´Heavy-Mucke geht. Sicher auch üblich im Hause SOUND & ACTION, einem Fanzine, welches sich vorrangig mit längst teils vergessenen deutschen Heavy Metal Bands befasst, die zu Lebzeiten nie die Plattform bekommen haben, die sie verdient hätten. Betreiber Oliver Butz hat gemeinsam mit Szenefreak Andreas „Neudi“ Neuderth, Drummer u.a. bei TRANCE, MANILLA ROAD, JAMESON RAID und ROXXCALIBUR, erstmals letztes Jahr ein Paket geschnürt mit Raritäten und zumeist nicht mehr zu bekommenden Songs gezielt von deutschen Bands. Wie es sie reichlich gibt mit Bands der US-Szene oder der NWOBHM, aber ganz klar im Auge eben unsere eigenen Bands. Nun steht mit „Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“ die nächste Runde an. Wieder alles restauriert und remastered von Neudi, sicher keine Kleinigkeit bei den alten Originalen von Demokassetten usw. So sollte man die Erwartungen etwas runterschrauben und die Neugier auf dieses Stück deutsche Musikgeschichte hochschrauben! Wer selbst als Musiker damals schon aktiv war, der findet sich oder alte Vertraute gefühlt im Sound jener Zeit wieder oder kramt hinterher erst mal in seinen eigenen Platten rum. Oder man vergnügt sich eben mit „Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“!

SOUND ACTION präsentiert Raritäten der frühen deutschen Hardrock And Heavy Metal-Szene

Ein düsteres Intro, wie damals üblich, und INVADER schubsen uns erfolgreich zurück ins Jahr 1985. Gar nicht so deutsch, klingen sowohl die NWOBHM als auch frühe US-Bands durch. Es reicht ein Song, um einen durch die eigene History schwelgen zu lassen. Man hat total Spaß mit RAVE oder speedy mit SWEET CHEATER. Es gibt 70er Sound von SKY, die Luftgitarre glüht bei EXIT. ARATHORN zersägen das Haus, TITAN zeigen, wie echter Metal damals klang, EVENSTORM treten Popo. Den späteren Songs aus den 90ern hört man das an, der Grundsound ist natürlich weitaus kraftvoller wie bei BARFLY mit kräftigem DOKKEN-Touch. GIPSY kommen mit dezenten Southern-Vibes vom 81er Album „Just For You“, als die Band eigentlich schon am einpacken war dank der üblichen Dramen mit unfähigen Managern und Produzenten. Dem tollen Song hört man das zum Glück nicht an.

Ähnlich bunt und schräg geht es auf der zweiten CD weiter. Sicher, MEKONG DELTA wirken eher zu bekannt, um hier mitzumischen. Aber ihre Version von RAM JAM´s „Black Betty“ war eine seltene Single B-Seite und zeigt die Band mal anders. Es gibt gut gelaunten Biker-Rock`n´Roll mit QUASY MODO, einen kraftvollen Tritt in den Hintern vom MP, einen wilden Bonus-Thrasher von DARKNESS, „Gabi“ kriegt nen deutsches Liebeslied von den Pfälzern LIMERICK. Immer wieder erinnern einen die Songs an bekanntere Bands, klar hat man damals seinen eigenen Helden Tribut gezollt. Das feiern wir u.a. mit LANZER, REBEL können gar John Lawton (URIAH HEEP, LUCIFERS FRIEND) am Mikro bieten. Er produzierte ihr Album „Heartbeat“ und sprang gleich auch als Sänger ein. Auch schon genau ein Jahr her, dass diese Legende verstorben ist.

Ein bunter Mix aus Hard Rock, Heavy Metal bis hin zu Speed- und Thrash-Metal

Genug der Wehmut, spinnig ziehen einen SKEPTIC SENSE wieder ins Album. Aber auch im positiven kommerziell konnten wir, wie WARNING stark zeigen. Die Leipziger FACTORY OF ART zeigen, dass es auch bei uns Anfang der 90er starken Progressive Metal gab, der mächtig nach US-Metal klingt. Es wird weiter gethrasht, getruemetalt, bei HELICON hören wir mit Andrea Münster die einzige Lady in der Runde. Was fehlt ist diese eine Ballade, wo man sich am Feuerzeug die Finger verbrennt. Müssen wir halt ne alte „Metal Ballads“ rausziehen.

Ansonsten ist „Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“ ein wirklich gelungener Mix durch die im Schatten der US- und UK-Bands lebende deutsche Hard`n´Heavy-Szene. Der zeigt, welch starke Bands wir hatten, die halt oft nicht weit gekommen sind. Da uns hier hauptsächlich Demo-Aufnahmen präsentiert werden, gibt es hier und da natürlich arg rumpeligen Sound. Aber Mastermind Neudi hat das Beste rausgeholt und den Songs einen mehr als brauchbaren Sound verpasst. Hier und da mag man schmunzeln, gern auch über das „Englisch“ mancher Sänger. Am Ende beider CDs gibt es kurz Krach, das sicher eher mit Augenzwinkern. Manches hat einen richtig schön simplen Charme, manches zeigt, auf welch hohen Level manche Bands unterwegs waren, mit dem sie sich vor internationalen, weitaus erfolgreicheren Kollegen sicher nicht verstecken brauchten.

SOUND ACTION – „Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“ zeigt, welch starke Bands wir hatten im Schatten der US- und UK-Bands

Wer alt genug ist, diese Zeit selbst miterlebt und gelebt zu haben, vielleicht sogar selbst als Musiker, der wird diese Sammlung lieben. Die ein oder andere LP steht dann damals selbstgekauft im Regal, für die Sammler heute ein Vermögen bezahlen, die Kassette liegt im Karton, aber alles kann man kaum haben. Da ist „Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2“ eine herrliche Zeitreise, die so auch bereits die erste Ausgabe geboten hat. Für die Born Too Late-Generation, bei der deutscher Hard`n´Heavy-Sound erst begann, als Bands wie die SCORPIONS, ACCEPT und Co. schon alte Männer waren, gibt es hier genug zu entdecken um ihre Hausaufgaben machen. Dafür gibt es zwei vollgepackte CDS und ein Booklet mit 20 Seiten Informationen und raren Fotos.

Veröffentlicht am 24.06.2022

Spielzeit: 76:45 / 73:43 Min.

Label: Golden Core/ZYX Music

Die Tracklist von SOUND ACTION “Rare German Hardrock And Heavy Metal, Vol. 2”:

CD 1:
1. INVADER – The Thing (1985, LP)
2. RAVE – Angel On The Run (1982, 7″ Single)
3. SWEET CHEATER – Rat Trap (1986, LP)
4. SKY – Can You Hear Me (1979, 7″ Single)
5. BARFLY – In The Streets (1992, Demo)
6. MYSTERY – Sorcerers Of The Universe (1988, LP)
7. EXIT – Shout It Out Loud (1986, Demo)
8. DEAD ANYWAY – Living Abortion (1992, Demo)
9. EXTERIOR – Life Sentence (1992, CD)
10. BLACK DRAGON – Atonal Attention (1982, LP)
11. GIPSY – Night Flight (1981, LP)
12. ARATHORN – Paralysed (1994, Demo)
13. TITAN – Metal For Metal (1984, Demo)
14. EVENSTORM – Driving Me Wild (1991, LP/CD)
15. AXON – Out Of Work (1993 Recording)
16. RAMPAGE – Losing Your Mind (1982, Live)
17. ARCUS – I Am The Door (1989, Demo)
18. HASENFÜRZ – Just A RNR Song (1988, Demo)

CD 2:
1. MEKONG DELTA – Black Betty (1989, 12″ B-Side)
2. QUASY MODO – Highway Night Rider (1989, 12″ EP)
3. BLAST – Deep In The Night (1983, 12″ EP)
4. MP – Mother (unreleased)
5. TINDALE CREEK – Searchin´ (1987, 12″ EP)
6. DARKNESS – Armageddon (1989, CD-Bonus Track)
7. LIMERICK – Gabi (1983, LP)
8. LANZER – Black Crusader (1987, LP)
9. REBEL feat. John Lawton – Broadway Night (1982, LP)
10. SKEPTIC SENSE – Structures And Interruptions (1994, CD)
11. WARNING – Merlin (1989, Demo)
12. FACTORY OF ART – Save Your Mind (1993, Demo)
13. CRYTERIA – Ones For You (1991, Demo)
14. ADVICE – Nuclear Force (1989, Promo Tape)
15. STILL BLACK – One Reason (1995, Demo)
16. VIRGIN – So Long (1984, LP)
17. HELICON – Black And White (1989, 7″ Single)
18. MANALISHI – Warrior (1985, Demo)
19. DEADLY SIN – Screams And Thunder (1986, 7″ Single)
20. CHRONOS – Red Baron (1984, Rehearsal Demo)
21. REPTILE – Visions (edit) (1986, Demo)