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Jahresrückblick 2021 von Frank Hellweg

Der Titel „Bestes Album“ bleibt wie immer unbeantwortet. Ich hab so viele angesagte Alben nicht gehört, war eher im eigenen Umfeld unterwegs. Gerade wirklich gute Alben zeigen eh je nach Tagesform ein immer anderes Gesicht und da den Meister auszusuchen – unmöglich! Werte ich als Fan was mir gefällt oder als Musiker was tatsächlich geboten wird? Nicht immer leicht in Einklang zu bringen. Bei mir gibt es also wie üblich die am meisten gehörten Alben 2021. Kaum vermeidbar, dass hier Alben auftauchen, zu deren Musikern ein eigener Bezug besteht. Bei Menschen die man kennt und mag hört man doch genauer hin.

Schön und nötig, dass dieses Jahr der Doom wieder vermehrt Einzug gehalten hat. Durch dunkle Nächte und nicht so fröhliche Stunden haben mich SWALLOW THE SUN mit „Moonflower“ oder APOSTLE OF SOLITUDE mit „Until The Darkness Goes“ begleitet. Wenn ich mal eine fette Dröhnung brauchte waren THRONEHAMMER am Start mit „Incantation Rites“ in der schicken Holzbox (siehe unten) oder für eher frostige Stimmung EXTREME COLD WINTER mit “World Exit”. Die Jungs von COUNT RAVEN haben mir mit „Sixt Storm“ immer wieder eine Doom-Party beschert, was macht das Album doch Spaß! Ebenso viele One Man-Parties boten mir die Jungs von THE QUILL mit “Earthride”, bevor sie lange hartnäckig hinter dem Plattenregal verschwand. Nun ist sie endlich wieder da und dreht wieder fleißig. Musik muss für mich nicht die besonderste, abgefahrenste oder abgefeiertste sein. Sie muss mich erreichen und mir Spaß machen. Genau dass schaffen Christian und seine Kollegen aus dem beschaulichen Mönsterås seit dem 93er “Another Fruitful Day” immer wieder.

Die Alben, die sich am hartnäckigsten auf dem Plattenspieler, im Player oder auch im Autoradio festgesetzt haben gehören natürlich auch zu den Menschen, mit denen ich heute noch verbunden bin. Richtig viel Spaß hat mir „Eternal Heroes (Last Days Of Babylon)“ von Morgan und seinen THE SONIC OVERLORDS-Jungs bereitet, das nicht nur den Mitte 80er bis Mitte 90er BLACK SABBATH-Jünger in mir wieder erweckt hat. Nun ja, was Simon und seine Kollegen abgeliefert haben – kein Album habe ich 2021 so oft und so intensiv gehört wie „1349“ von MEMORY GARDEN. Ich denke, nur „Moonflowers“ hat ähnlich oft seine Runden gedreht. Das STS Live-Album “20 Years of Gloom, Beauty and Despair” drehte sich eher im DVD-Player und lud zum gemütlichen Abend vor den Fernseher ein. Und ja, GRIEF COLLECTOR´s “En Delirium” und auch KHEMMIS´abwechslungsreiches „Deceiver“ liefen hier verdoomt oft.

Aber natürlich gab es nicht nur doomige Klänge. Schön, direkt von RAY WILSON die CD zu bekommen. Und ja, er hat mich mit seinem tollen Team wieder abgeholt, viele nachdenkliche Stunden standen im Einklang mit „The Weight Of Man“. Das Tanzbein heimlich geschwungen hab ich hauptsächlich zu „Turning To Crime“ von den reifen Herren von DEEP PURPLE. Es wurde viel gebluest mit JOE BONAMASSA´s „Time Clocks“, gerockt zu HEAVY FEATHER´s „Mountain Of Sugar“ und die Südstaaten-Flagge geschwungen zu „Can We Get A Witness“ von den GEORGIA THUNDERBOLTS. Überrascht haben mich tatsächlich DREAM THEATER mit „A View From The Top Of The World“. Die Proggies hatte ich ewig aus den Ohren verloren, aber das neue Album bietet genau das, was ich an der Band früher mochte.

Kein Album, aber Alkohol im Dienst von vampster geht immer! So auch nach dem KISS Rum-Tasting Ende letztes Jahr diesen Sommer mit ihrem COLD GIN. Eine interessante Sache. Ich mag eigentlich gar keinen Gin, aber ich mag (alte) KISS und liebe ihren Song “Cold Gin”! Da hat auch dieses Tasting Spaß gemacht!

Ich hab´s ja nicht so mit dem Nörgeln über Alben, höre mir da lieber das Gute raus als nach Schwachpunkten zu suchen. Aber ganz schlimm fand ich das neue Album von Herrn MALMSTEEN! Sowas kann man als Möchtegern-Rockstar und damals Vorbild so vieler Musiker echt nicht abliefern!

Ha ha, nun ja, das ist leicht – es gab nur ein Live-Konzert! Mit dem Meister die Fähre nach Norderney zu teilen und das Schwätzchen am Hafen, natürlich cool. Aber so ein ausgelassenes Konzert, teils im strömenden Regen, der auch GUILDO HORN nicht auf der Bühne hielt, großartig wie seine Nussecken. “Wenn ihr nass werdet bin ich dabei, wir sind ja nicht aus Zucker”! Hat ordentlich Spaß gemacht und mehr gerockt als so manche Metalband. Wenn einer Schlager kann, dann der Meister! Von ihm persönlich besungen zu werden – ganz groß!

Nach so vielen Jahren die alte Band zu reaktivieren und mit tollem neuen Team endlich wieder selber doomige Klänge ertönen zu lassen!

The twisted souls awakened by the chanting – Unchained at last, rise, they will now rise!

Wieder mal zu erkennen, wie viele Idioten da draussen rumlaufen, ist schon schlimm… Und wie weit man kommen kann, wenn man sich gut genug mit Lügen und Manipulation durch´s Leben mogelt und Familiengerichte auf sowas reinfallen…

Zum C-Wort ist wohl nichts mehr zu sagen. Ja, auch ich vermisse Live-Shows. Nein, ich möchte trotzdem nicht mit vielen Leuten auf engem Raum feiern. Und ja, ich bin froh, den passenden Menschen an meiner Seite zu haben, mit dem man diese Zeit gut durchstehen kann, egal wie lange das noch geht!

2020: Vorfreude auf ein neues vampster-Treffen im neuen Jahr! Gesundheit für alle! Wieder mehr Menschlichkeit und Respekt! Und wieder mehr Doom!!!

Und einfach mal das Glas heben für die Promoter dort draussen, denen freundschaftliche Zusammenarbeit wichtiger ist als vollmundig ihren Dayjob zu machen. Die Labels, gerade die kleinen, hatten es die letzten zwei Jahre schwer, da hatten auch die Promoter hart zu kämpfen mangels Aufträgen. Tolle Leute da draussen, you know who you are!

Auch einfach mal Daumen hoch für Robby Beyer und SUPREME CHAOS RECORDS. Ich finde ja die schicken Holzboxen total klasse wie die von THRONEHAMMER! Gefertigt von einer lokalen Behindertenwerkstatt aus FSC Holz, vollendet in Handarbeit inklusive Lasur mit Öko-Testsieger. Ein tolles Projekt! LP und CD stehen im Regal, die Box ist das passende Zuhause meiner Innenhüllen geworden. Plus Shirt geht immer. Brauch ich eine Kassette? Na haben ist besser als brauchen…

 

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REDSHARK: Labeldeal für neues Speed / Heavy Metal Album “Digital Race” aus Barcelona

Die Speed / Heavy Metal-Band REDSHARK hat einen Labeldeal bei Listenable Records unterschrieben. Im Zuge dessen werden die Spanier aus Barcelona ihr neues Album “Digital Race” veröffentlichen.

“Digital Race” ist das erste Album der 2012 gegründeten Band, welche aus Sänger Pau Correas (Ex-KILL THE KRAIT), den Gitarristen Javi Bono und Pablo “Philip Graves” Jodra Brau, Bassist Chris “Carrest” Nadales (Ex-WILD FREEDOM) sowie Drummer Marc “Striker” del Rincón (HAUNTED GODS, Ex-DELDRAC) besteht.

“Digital Race” wurde von Jaume Perna produziert und von Gonzalo Vivero bei In The Red Audio gemixt und gemastert. Das Cover-Artwork stammt von Jose Antonio Vives (u.a. für CANKER tätig). Erscheinen wird das Album Ende März 2022.

REDSHARK “Digital Race” Tracklist

1 The Drill State 03:48
2 Never Too Late 03:06
3 Digital Race 04:24
4 Arrival 00:58
5 Mars Recall 03:46
6 Kiill your Idol 04:25
7 The Death Rides 03:25
8 Burning Angels 04:56
9 Pallid Hands 04:12
10 I’m Falling 05:48

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PESTILECTOMY: neues Slam / Brutal Death Metal Album “From Vulnerable to Funeral”

Mit “From Vulnerable to Funeral” wird in wenigen Wochen das neue Album der Slam / Brutal Death Metal-Band PESTILECTOMY erscheinen. Es ist das erste Album des internationalen Trios, welches aus Sänger Lennon O’Donnell, Gitarrist und Bassist Dustin Fritz sowie Drummer Felix Göbel besteht.

“From Vulnerable to Funeral” wurde von Dmitry Bastanov produziert und mit einem Cover-Artwork von Cesar Eidrian (u.a. für TO OBEY A TYRANT tätig) ausgestattet. Erscheinen wird das Album am 28. Januar 2022 via Realityfade Records.

PESTILECTOMY “From Vulnerable to Funeral” Tracklist

1. Insectile Nasogastric Intubation
2. Forced Intussusception
3. Aspirated Human Marrow
4. Ministry of Molested Necrophiles
5. From Vulnerable to Funeral
6. Ophthalmic Harvesting
7. Intravenous Napalm Administration (Audio bei YouTube)
8. Fixation on the Vermin-Infested
9. Remnants of a Neurotraumatic Suffering

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AGATHODAIMON: neues Album “The Seven” im März 2022

AGATHODAIMON haben im Sommer 2020 einen Plattenvertrag bei Napalm Records unterschrieben. Jetzt hat die Gruppe mit “The Seven” ihr Comeback-Album angekündigt und die erste Single “Ain’t Death Grand” daraus geteilt. Die Band erklärt, dass es sich bei dem Stück um den ersten Song handele, den man nach der Reunion geschrieben habe.

“AGATHODAIMON lagen für einige Jahre auf Eis. Wir haben jedoch viele Monate an einer Reunion gearbeitet, um wieder in Form zu kommen”, berichtete AGATHODAIMON-Gitarrist Sathonys im Juli 2020. “Als wir im Februar das Comeback ankündigten, hofften wir, bald einen guten Partner zu finden, um unser nächstes Album zu veröffentlichen. Doch ich hatte nicht erwartet, dass wir sofort von Napalm Records kontaktiert würden, einem Label, das sich im Laufe der letzten Jahrzehnte auf so beeindruckende Weise entwickelt hat.”

“The Seven” erscheint am 18. März 2022 via Napalm Records als CD, auf blauem Vinyl sowie digital.

AGATHODAIMON “The Seven” Artwork

AGATHODAIMON “The Seven” Tracklist

  1. La Haine
  2. Ain’t Death Grand (Video bei YouTube)
  3. Wolf Within
  4. Ghosts of Greed
  5. Mother of all Gods
  6. Estrangement
  7. In my Dreams (Part 1 – Prelude)
  8. In my Dreams (Part 2 – In Bitterness)
  9. Kyrie / Gloria
  10. The Divine
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SWALLOW THE SUN: Moonflowers [2CD]

SWALLOW THE SUN, die Finnen begleite ich seit „Out of This Gloomy Light“, spätestens mit „The Morning Never Came“ hatten sie mich. Und sind seither bei den persönlichen Lieblingsbands ganz vorn. Muss ich auf die Hintergründe der letzten Jahre eingehen? Nein, ich hatte das Glück, Aleah Liane Stanbridge persönlich kennen zu lernen. Dem Krebs zum Opfer gefallen, die Welt von Bandkopf Juha zerstört. Was für ein tolles Paar, zusammen und jeder für sich. Ich hab mit HALLATAR gelitten, mit TREES OF ETERNITY geweint. Juha braucht SWALLOW THE SUN um darin weiterzuleben, das ist deutlich. Auch die Isolation und Unsicherheit, die uns alle die Pandemie gebracht hat, hat sicher Spuren hinterlassen. Da tat immer wieder der Vorgänger „Out of This Gloomy Light“ gut, wenn man denn zu denen gehört, die sich gern von dunkler Musik runterziehen lassen, um sich daraus zu erheben. Ob „Moonflowers“ da anknüpfen kann war fraglich, dachte man doch, der Vorgänger hätte alles gesagt. Und das Live-Werk „20 Years Of Gloom, Beauty And Despair – Live in Helsinki“ hätte dies stimmig abgerundet. Aber nein, „Moonflowers“ spricht seine eigene Sprache, erzählt seine eigenen Geschichten, die sich um Verzweifelung, Depression, innere Zerrissenheit, Selbstverachtung drehen. Willkommen zurück in der Dunkelheit von Juha und seinen Jungs von SWALLOW THE SUN.

Willkommen zurück in der Dunkelheit von SWALLOW THE SUN

Melancholie macht sich sofort breit, „Moonflowers Bloom In Misery“ nimmt den Raum ein, zurückhaltende Gitarren, der typische traurige Gesang von Mikko – und ja, man weiß schon im Voraus, wann der Song wild ausbricht, und wann er wieder zusammenfällt. Die Streicher erheben den Song, der keinerlei Überraschungen bietet, aber jeden STS-Fan sofort bei der Hand nimmt und in dunkelste Stimmung versetzt. Schön und passend das Aufeinandertreffen der derben Growls und dem Gekeife mit den alles zurückziehenden Streichern. Immer wieder dieser Moment, wo man dank der Boshaftigkeit der Vocals und der inneren Zerrissenheit, die sie zum Ausdruck bringt auch an HALLATAR denkt. Auch „Enemy“ wirkt nicht wirklich neu, aber deutlich derber, als man es nach dem 2019er Album „When A Shadow Is Forced Into The Light“ erwartet hätte. Hier rücken eher frühe Doom Death-Tage der Band in den Sinn oder das entsprechende Drittel vom fantastischen Multipack „Songs From The North“, was ein erkennbares Ziel der Jungs war. Man mag auch kurz an MY DYING BRIDE zu ihren besten Zeiten denken.

Viel Vertrautes auf „Moonflowers“, aber auch neue Klänge

„Woven Into Sorrow“ überrascht dann doch etwas. Grundsätzlich ein typischer langsamer STS-Tränendrücker, aber bald hat man das Gefühl, Juha hätte irgendwann mal wieder QUEENSRYCHE´s „Empire“ gehört, zumal auch die Vocal-Lines klar an dessen Überballade erinnert. Als Zuhörer kommt man nicht raus aus dem Song. Ins Leere starren? Heulen? Geht alles! Oder einfach zuhören, niemand wird dieses Album so nebenher hören. Wenn sich der Song dann böse aufbaut ist das wieder nicht überraschend, aber zutiefst wirkungsvoll. Und auch wenn alles irgendwie berechenbar bleibt, kopieren die Finnen nicht einfach das Vorgängeralbum, das irgendwie theatraler und offensichtlicher agierte und weitaus weniger böse. „Keep Your Heart Safe From Me“ startet entsprechend mit einem energisch groovenden 90er Doom Metal-Part, um dann wieder zurückzufallen in zarte Klänge. Die hier fast psychedelisch wirken mit wabbernder Gitarre und sphärischen Vocals. Ja ja, auch hier weiß man, wann was kommt, aber der Schlag in die Magengrube ist willkommen. Und die beschwichtigenden Klänge zeigen wieder, dass man SWALLOW THE SUN am besten Nachts hört, da wirkt ihre Musik am besten. Ganz kurz, statt traurigen Melodien echte Gitarrenleads! Das letzte Drittel des Song nimmt einen bei der Hand, wieder tieftraurige, wunderschöne Gitarren, richtig eingewobene Gitarrenläufe können so viel erzählen.

Tieftraurige Gitarren, richtig eingewobene Gitarrenläufe können so viel erzählen

„All Hallows’ Grieve“ zeigt es wieder, die Jungs haben 70er-Effektpedals für sich entdeckt. Gastsängerin Cammie Gilbert gibt sich weitaus zahmer als bei OCEANS OF SLUMBER und bietet einen schönen Gegenpart zu Mikko´s ebenfalls ruhig gehaltenem Gesang. Die Streicher des N O X-Trios füllen den Songs aus, der sich mit einem dezenten Groove auch mal zäh in Bewegung setzt. Aber hier steht klar das starke Gesangsduett im Mittelpunkt. Glöckchen, wabbernde Keyboards, dann knurrt der Bass von Matti „The Void“ nach vorn, nicht schnell aber eindringlich. Die Gesangsmelodien catchy, vor allem der sich groß machende Refrain. Fast zu positiv klingend für die Lyrics, aber letztendlich bringt es das hin und her der Emotionen zum Ausdruck.

Ein wunderschönes Gesangsduett und psychedelische Vibes

„The Fight Of Your Life“, es machen sich gar ein paar PINK FLOYD/DAVID GILMOUR-Vibes breit, zart, ruhig, wieder diese berührenden Streicher, das holt viel Verborgenes nach oben. Jeder hat sicher diesen einen Kampf zu kämpfen, der tiefe Narben hinterlässt. Da zeiht man sicher bald auch mal wieder das zweite, ruhige Album von „Songs From The North“ raus. Ein wunderschöner Song, der unter dem Kopfhörer oder auch gern richtig laut gehört werden möchte. Meine Nachbarn können ihn sicher schon alle mitsingen. Und wieder echte Leads, ein echtes, schnittiges Gitarrensolo! Kurz, aber dadurch besonders wirkungsvoll. Und doch wieder der innere Dämon, der sich bitterböse zu Worte meldet. Ganz groß „This House Has No Home“, ein bedrückend gezupftes Cello, ein kurzer melodischer Einwurf, und ab geht der Jäkel. Raserei, eiskalt, zerrend, böse und unvermeidbar. Da täuschen auch die immer mal eingeschobenen schönen melancholischen Parts nicht drüber hinweg.

Auch die Streicher des N O X-Trios füllen die Songs aus

Der allererste Durchlauf war ganz klar: Typisches SWALLOW THE SUN-Album, nicht so packend wie der Vorgänger „When A Shadow Is Forced Into The Light“, und eigentlich weiß man sofort, wann welcher Part kommt. Das bleibt auch, aber warum auch nicht, die Finnen haben ihr eigenes Ding und als Langzeit-Fan braucht man da keine großen Überraschungen. Die tun sich erst nach und nach auf, wenn „Moonflowers“ mit jedem Durchgang wächst und auf seine eigene Art viel intensiver wird als der Vorgänger, von dem man dachte, dass er kaum zu toppen sein wird. Statt das zu versuchen oder ihn gar zu kopieren, haben SWALLOW THE SUN die Veränderungen wie Schatten ins Verborgene gepackt. Hört man sich die Gitarren an, das Bassspiel oder auch die Drums, dann haben die Herren hier ihre ganz eigenen Ecken gefunden, mal was anderes oder so nicht erwartetes auszuprobieren. Mögen die Abläufe der Songs vorprogrammiert sein, der musikalische Weg dahin bietet durchaus viel zu entdecken, wenn man genauer hinhört und sich nicht von eigenen Emotionen in die Tiefe ziehen lässt.

Die klassische Version des Albums gehört dem N O X-Trio

Das zu vermeiden wird noch schwieriger bei der Bonus-CD. Hier gehören die Songs fast allein dem N O X-Trio, welches die Stimmung der Lieder nochmals anders aufgreift und zeigt, dass in ihnen dunkle Geschichten erzählt werden, die keine Vocals brauchen. Da lehnt man sich zurück, versinkt und hört nur noch zu. Streicher und Piano nehmen den Raum und den Zuhörer ein, wenn man das passende Gefühlsgerüst in sich hat. Noch mehr als das Hauptalbum laden diese live in der Feldsteinkirche von Sipoo an der Südküste Finnlands eingespielten Versionen der Songs ein, in tiefer Nacht genossen zu werden. Der Wein dazu mindestens so rot wie der Mond des Covers, den Juha mit seinem eigenen Blut gezeichnet hat. Die Songs wirken zerbrechlich wie die getrockneten Blüten darauf, die im Jahr gesammelt wurden, als  Aleahs uns verlassen musste. Eher gehauchte Vocals sorgen kurz für Gänsehaut. Die Bonus-CD steht ganz für sich, wäre für sich schon den Kauf wert. Dass das Pack zudem schön und ansprechend dezent aufgemacht ist, das spricht für sich.

Typisch SWALLOW THE SUN und doch ganz anders

Ich war mir sehr unsicher, ob mich SWALLOW THE SUN mit dem neuen Album so abholen werden wie zuvor mit „When A Shadow Is Forced Into The Light“. Aber mit „Moonflowers“ zeigen die Finnen, dass sie das eh schaffen, wieder etwas anders, aber eben auch typisch SWALLOW THE SUN. Ich kann durchaus verstehen, dass so mancher klassischer Metalhead mit dieser traurigen, melancholischen Musik seine Probleme hat oder die Band gar kitschig findet, davon kenne ich genug. Mich erreichen sie total, mit jedem Ton, mit jedem Wort, was soll man da machen? Ja genau, es eben so annehmen und sich ins Album ziehen lassen. Dafür hat man seine Lieblingsbands! Pflichtkauf, gern auch als Doppelalbum mit der klassischen Bonus-CD!

Veröffentlicht am 19.11.2021

Spielzeit: 52:42 Min.

Lineup:
Mikko Kotamäki – Vocals
Juha Raivio – Guitars
Juho Räihä – Guitars
Matti Honkonen – Bass
Jaani Peuhu – Keyboards, Vocals
Juuso Raatikainen – Drums

Cammie Gilbert – Vocals (5)

N O X-Trio:
Aino Rautakorpi – Violin
Helena Dumell – Viola
Annika Furstenborg – Cello

Label: Century Media

Homepage: http://swallowthesun.net

Mehr im Web: https://www.facebook.com/swallowthesun

Die Tracklist von “Moonflowers”:

1. Moonflowers Bloom In Misery  (Clip zur Instumentalversion bei YouTube)
2. Enemy (Video bei YouTube) (Clip zur Instrumental-Version bei YouTube)
3. Woven Into Sorrow (Clip zur Instrumental-Version bei YouTube) // (Heavy-Version bei Youtube)
4. Keep Your Heart Safe From Me (Clip zur Instrumental-Version bei YouTube)
5. All Hallows’ Grieve (Featuring Cammie Gilbert) (Clip zur Instrumental-Version bei YouTube)
6. The Void (Clip zur Instrumental-Version bei YouTube)
7. The Fight Of Your Life
8. This House Has No Home (Lyrics-Video bei YouTube)

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MEMORY GARDEN: 1349

Sak samma, ein neutrales Review kann ich bei MEMORY GARDEN echt vergessen. Von ersten Ton der „Forever“-EP 1995 vom kleinen Heathendoom Label und dem grandiosen Debüt „Tides“ ein Jahr später gehörten die Schweden immer und durchgehend zu meinen Lieblingen. 2007 gut gelauntes Schuhshopping mit den Jungs in Göppingen inklusive Totenkopf-Flipflops, unvergessen! Da war die Freude groß, dass es nach „Doomain“ nach acht Jahren endlich einen Nachfolger gibt. Über den sich die Jungs aus der Örebro-Ecke viel Gedanken gemacht haben. Wieder wie immer? Nein. Sich neu erfinden? Welcher Freund der Band will das?

MEMORY GARDEN vereinen auf „1349“ die Pest und dunklen Power Doom

Und dann kam – inspiriert durch aktuelle Zeiten oder nicht – das Thema Pest auf. Wohl 1347 von der Krim aus überrollte sie bekanntlich ganz Europa, Teile Nord-Afrikas und Asiens und löschte rund 30% der Bevölkerung aus. Schwerer Stoff, von gut bis schlecht schon von vielen Bands ausgelutscht. Muss man können, aber MEMORY GARDEN kann man vertrauen. Und wo bitte passt so ein dunkles Thema besser als im Doom-Metal? Aber wie geht das zusammen mit dem Gute Laune-Doom der Band? Und warum höre ich seit Wochen nur noch dieses Album „1349“, das in Mini-Auflage in seinem wunderschönen Farbton ein echter Hingucker ist? Keine Frage, dass das tolle Cover im Vinylformat noch mehr Feinheiten finden lässt.

MEMORY GARDEN liefern Elemente aus ihrem eigenen unverkennbaren Doom-Stil und mehr

„Shallow Waters“ eröffnet als typischer MEMORY GARDEN-Song, die Melodien singt man sofort mit, die Gitarren vertraut, aber auch durchaus etwas moderner. Natürlich hat man hier nicht den Wohlfühl-Doom und die Gute Laune-Vibes wie damals 1996 beim Debütalbum „Tides“. Thematisch geht es hier nun mal nicht ums Blümchenpflücken. Bei „Pariah“ ist man als Langzeit-Fan der Jungs schon voll drin im Album. Stefan´s Vocals haben etwas ganz eigenes, ein total unter Wert verkaufter sympathischer Mann. Der drückende Song wird von verspielten Gitarren auseinander geschoben, ein epischer Part mit folkiger Melodie. Das kann man absolut kitschig machen, MEMORY GARDEN verweben dies zu einem stimmigen Ganzen. „Distrust“ wird zu einer theatralen Walze, abstrakt, verschachtelt. Spätestens hier ist es kein düsterer Schatten mehr, dass so manches nach MEMENTO MORI, ABSTAKT ALGEBRA, langsameren HEXENHAUS oder FIFTH REASON klingt. Da steckt dann wohl viel Simon Johansson (WOLF) hinter, dessen musikalische Linie ist deutlich. Natürlich liefert er begeisternde Leads, Kollege Ante (EVIL CONSPIRACY) ergänzt das perfekt. Und auch bei den Kollegen an Bass und Drums hört man gern ganz genau hin. MEMORY GARDEN liefern dabei Elemente aus ihrem eigenen unverkennbaren Doom-Stil und mehr.

MEMORY GARDEN verweben alles zu einem stimmigen Ganzen

Auch das zähe, morbide „Rivers Run Black“ deutet klar Richtung MEMEMTO MORI. Schade dass aus der Reunion nie was geworden ist. So lebt Simon diese Linie halt hier aus. Der Song löst sich auf in einem lieblichen Singsang von Josefin Bäck, die bereits auf dem ersten Demo der Band mit trällerte. Auch hier gilt: das kann schrecklich kitschig werden, hier aber passt es! Der Song fällt ganz zusammen, die Fans werden live genau hier laut mitklatschen, zum Glück gibt es keinen „Hohohooo“-Chor. Und immer wieder Passagen, die an die Freunde FORSAKEN von der wunderschönen Insel Malta erinnern. Aber auch natürlich immer mal an die Nachbarn von SORCERER. Melodisch „The Flagellants“ mit tiefgründiger Kritik an der damaligen Politik und dem Machtgehabe, das sich so auch direkt auf heutige Zeiten transportieren lässt, wenn man an den Umgang mit unserer eigenen Pest denkt. Noch ruhiger „The Messenger“ mit wunderschönem Duett von Stefan und Josefin. Sie hörten wir auch schon auf WITCHCRAFT´s „Nucleus“ und HUMAN COMETH´s „HC II“. Aber egal in welche Richtung man manchmal abdriftet, MEMORY GARDEN bleiben immer sie selbst, auch beim kraftvollen bis schunkeligen „The Empiric“.

Wieder die Vollbremsung, böööse Vocals von Simon´s WOLF-Kollege Niklas Stålvind, großes Kopfkino. Der Titeltrack wieder typisch MEMORY GARDEN, wann immer ich den Namen tippe hängt der Song von TROUBLE im Ohr, „Blood Moon“ kommt nochmal sehr melodisch, wird von einem simplen, traurigen, wirkungsvollen Piano von Drummer Tom (NIGHTINGALE) begleitet. Nicht neue, aber große Melodien führen aus dem Album. Warum hab ich seit Jahren nichts mehr von NARNIA oder STRATOVARIUS aufgelegt? Verweist man bei epischen schwedischen Doom-Bands immer wieder gern auf CANDLEMASS, dann hier auf „1349“ tatsächlich mehr auf das tolle, unterbewertete „Chapter VI“-Album.

MEMORY GARDEN haben mit „1349“ ganz großes Kino abgeliefert

MEMORY GARDEN haben mich als ewigen Fan noch nie wirklich enttäuscht, aber mit „1349“ haben sie so nicht erwartet ganz großes Kino abgeliefert. Dan Swanö (OPETH, DARK FUNERAL, KATATONIA u.a.) hat ihnen dafür den perfekten Sound zusammengebraten. Jede Note, jedes Becken, alles hat genau den richtigen Raum. Das Thema Pest ist schon sehr ausgelutscht, wird hier aber stimmig eingebunden. Das Themenkonzept ist klar, schwarz und düster, jedoch keine Storyline. Wobei man beim Zuhören schnell erkennt, dass ein tragischer Held einige Songs zusammenhält. Hätten die Schweden nur endlich ein weiteres typisches MEMORY GARDEN-Album abgeliefert, ich wäre garantiert zufrieden gewesen. „1349“ jedoch begeistert, fesselt und unterhält mich und möchte gern auch allein unterm Kopfhörer mitgelebt werden. Um den Geschichten zu lauschen und den großartigen Musikern genauer zuzuhören. Der CD-Version gab man noch ein tolles Goodie mit. Hier finden sich vier Songs vom 1993er Demo, die es warum auch immer nie auf ein Album geschafft haben. Hier können wir sie endlich wieder feiern.

Für die Epic-/Melodic-/Traditionell-Doom Fraktion ein Pflichtkauf! MEMORY GARDEN vereinen ganz viel Schweden-Metal von Power Doom zum Liebhaben über technischen Frickel-Doom bis zum Melodic Metal. Und den immer kitschfrei, wir sind hier schließlich immer noch bei MEMORY GARDEN! Für mich – der Dauer-Fan lässt sich nicht abschalten – mein persönliches Jahreshighlight, trotz einiger ganz starken Doom-Alben!

Veröffentlicht am 17.12.2021

Spielzeit: 51:28 Min.

Lineup:
Stefan Berglund – Vocals
Simon Johansson – Lead-Guitars
Ante Mäkelä – Guitars
Johan Fredrikson – Bass
Tom Björn – Drums, Piano, Backing Vocals

Guests:
Josefin Bäck – Vocals (3,4,5,6)
Niklas Stålvind – Vocals (7)
Göran Fredriksson – Medival Instuments (6)

Label: No Remorse Records

Mehr im Web: http://www.facebook.com/memorygardenofficial

Die Tracklist von “1349”:

1. Shallow Waters
2. Pariah
3. Distrust (Video bei YouTube)
4. Rivers Run Black
5. The Flagellants
6. The Messenger
7. The Empiric
8. 1349 (Video bei YouTube)
9. Blood Moon

Bonus-Tracks CD-Version (Demo ’93):
10. Unrestrained
11. Heart Of The Dark
12. Legions Of The Lost
13. Up From The Ashes

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FATEFUL FINALITY: Finish ´em [Vinyl-EP]

Sodele, im Sommer 2022 wollen die Stuttgarter Thrasher FATEFUL FINALITY ihr nunmehr fünftes Album raushauen. Vorab soll als Appetizer die EP „Finish ´em“ die Wartezeit verkürzen. Und das macht sie verdammt energisch!

FATEFUL FINALITY hauen die „Finish ´em“-EP raus als Appetizer für´s neue Album

Der Titelsong zeigt gleich, was angesagt ist. Man hört deutlich, dass die Jungs Fans des Bay Area Thrash sind. Der Song rollt über einen weg, es gibt das übliche Gitarrenduell, wütende Vocals, Drums und Bass hauen alles zusammen, Breaks kommen nicht überraschend, aber wirkungsvoll. Beim rasenden „Back In The Grave“ startet der erste One-Man-Pit, der Kopf wackelt hektisch mit, die Luftgitarre glüht. Wild, brutal, aber immer wieder aufgehübscht von lieblichen Melodien. Auch „Intoxication“ rast durch die Hütte, der nächste Ein-Mann-Moshpit ist angesagt. Ein paar Melodien, die auch mal nach Göteburg klingen, aber auch hier steht der Bay Area Thrash ganz vorn. Noch wütender beendet „Mayhem Unbound“ die EP mit kleinem SLAYER-Ausflug.

Das ist klasse, was die Schwaben da präsentieren. Brutal hämmern sie ihre Songs aus den Boxen, bei denen man sich vorstellen kann, was da live auf und vor der Bühne abgeht. Der derbe Wechselgesang der beiden Gitarristen gibt den Songs noch mehr Drive, aber auch an den Saiten wird ordentlich abgeliefert. Die Rhythmsection lässt keine Lücke, die Songs lassen durch zahlreiche Wendungen und Breaks keine Langeweile aufkommen.

Klasse Thrash auf „Finish ´em“ mit deutlichen Bay Area-Anleihen

Neu ist das ja alles nicht, aber FATEFUL FINALITY hauen die vier Songs mit so viel Wucht raus, dass es eine wahre Freude ist. Und der Sound macht ebenfalls alles platt. Da ist es wohl unvermeidbar, sich mal mit den bisherigen Alben der Band zu beschäftigen. Was hier als Vorgeschmack auf das kommende Album präsentiert wird macht total Spaß und dürfte jeden Thrasher begeistern. Unklar bleibt, ob es schon Songs sind vom kommenden Album oder eine für sich stehende EP. Die ist klasse und blockiert hartnäckig den Player. Die Vinyl-EP kann man in fünf Farben auf der Bandseite ordern.

Veröffentlicht am 09.12.2021

Spielzeit: 15:19 Min.

Lineup:
Simon Schwarzer – Guitar, Vocals
Patrick Prochiner – Guitar, Vocals
Philipp Mürder – Bass
Mischa Wittek – Drums

Label: Blood Blast Distribution

Homepage: https://www.fateful-finality.de

Mehr im Web: https://www.facebook.com/Fateful.Finality.Metal

Die Tracklist der „Finish ´em“-EP:

1. Finish ’em
2. Back In The Grave
3. Intoxication
4. Mayhem Unbound

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ONE MORNING LEFT: “Neon Inferno Above Europe”-Tour im Herbst 2022 & neuer Song “Intergalactic Casanova”

Die Modern Metal-Band ONE MORNING LEFT hat für Herbst 2022 eine Headliner-Tour durch Europa angekündigt. Auf dem Programm steht neben einigen Deutschlandterminen auch eine Show in Österreich. Als Support mit dabei sind CROSSCHAINS sowie SOMEHOW JO.

Zuletzt hatten ONE MORNING LEFT das Album “Hyperactive” (2021) herausgebracht. Dessen vinyl-exklusiven Bonustrack “Intergalactic Casanova” gibt es ab sofort auch digital im Stream.

ONE MORNING LEFT, CROSSCHAINS, SOMEHOW JO Tourdaten 2022

  • 28.09.22 DE-Saarbrücken, Garage
  • 29.09.22 DE-Hannover, Béi Chéz Heinz
  • 30.09.22 DE-Dresden, Pushkin
  • 01.10.22 DE-Hamburg, headCrash
  • 02.10.22 NL-Utrecht, De Helling
  • 04.10.22 DE-Bochum, Rotunde
  • 05.10.22 DE-Köln, Helios37
  • 06.10.22 DE-Stuttgart, Wizemann Studio
  • 07.10.22 AT-Wien, Chelsea
  • 08.10.22 HU-Budapest, Barba Negra
  • 10.10.22 PL-Krakow, Hol
  • 11.10.22 CZ-Prag, Rock Cafe
  • 12.10.22 DE-Berlin, Badehaus
  • 14.10.22 DE-Frankfurt, ELFER
  • 15.10.22 DE-München, Backstage
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THE PINPRICKS: Rituals [EP]

Auch im hohen Norden hat man die Pandemiezeit genutzt, um reichlich neue Songs zu schreiben. Die Kieler Band THE PINPRICKS hatte 2018 mit „Hunger“ und 2020 mit „Bait“ bereits zwei Eps veröffentlicht. Es gab viele Shows und noch mehr Klicks und Streams bei den üblichen Anbietern. Nun mag man nicht mehr auf das für 2022 geplante Debütalbum warten und schiebt mit „Rituals“ eine weitere EP dazwischen. Das Trio um Frontfrau Ronja nennt seine Mucke Garage Rock. Das mag auf die frühen Sachen gut passen mit punkig-jugendlicher Energie, heute rocken sie eindeutig gereift.

THE PINPRICKS präsentieren mit „Rituals“ ihre dritte EP

Schon beim Opener fallen einem reichlich KollegInnen ein, aber es ist egal, weil THE PINPRICKS knackig Popo treten. Das ist irgendwie oldschool, aber auch zeitlos, und es macht Spaß. Da reiht sich deutlich energischer „Bait“ ein, ein Nachzügler aus den Sessions zur letzten EP. Das drückt, ist live sicher ein Knaller mit dem Killergroove. „Rainmaker“ zeigt sich als schräger Mix aus NWOBHM-Riffs und 90er Crossover/Alternative Rock. Zu gleich zwei der Songs hat man ein Video gemacht, das zu „Ritual“ gänzlich in Eigenarbeit.

THE PINPRICKS schaffen es, dass man sie gar nicht so recht eintüten kann, und das ist gut so. Mal kommen Verweise aus den spät-90ern Richtung ANOUK, GUANO APES oder dann gibt es ein klassisches Metal-Riff, moderne Melodien, die auch von Kolleginnen wie BRUNHILDE oder LERA stammen könnten. Und rein von der Attitüde an die Dresdener WUCAN minus Hippie-Flair. Das liegt hier bei THE PINPRICKS natürlich auch an Frontfrau Ronja, die eine variable kraftvolle Stimme serviert von rotzig rockig bis kribbelig sexy. Zudem bearbeitet sie ihre Gitarre energisch und haut die passenden Riffs und Leads raus. Drummer Rico und neu am Bass Nils schieben ordentlich, sodass alles kraftvoll nach vorn gedrückt wird.

Wenn „Rituals“ den Weg vom Debütalbum andeutet, dann dürften THE PINPRICKS richtig durchzustarten

Auch der Sound passt, und wenn die „Rituals“-EP den Weg anzeigt, den das Debütalbum nimmt, dann dürften THE PINPRICKS leichtes Spiel haben, richtig durchzustarten. Solange sollte man die Band mit ihrer EP feiern, diese kann man für zarte 5,- auf der Bandpage bestellen.

Veröffentlicht am 22.10.2021

Spielzeit: 11:48 Min.

Lineup:
Ronja Kaminsky – Vocals, Gitarre
Nils Degenhardt – Bass, Vocals
Rico Kobarg – Drums

Label: Toanol Records

Homepage: https://www.thepinpricks.de

Mehr im Web: https://www.facebook.com/ThePinpricks

Die Tracklist der „Rituals“-EP:

1. Ritual (Video bei YouTube)
2. Bait (Video bei YouTube)
3. Rainmaker

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NAKED GYPSY QUEENS: Debüt-EP “Georgiana” kommt am 11. Februar

Die Hard Rocker NAKED GYPSY QUEENS aus Tennessee werden am 11. Februar 2022 über Mascot Records ihre Debüt-EP „Georgiana“ veröffentlichen. Nun haben sie mit “If Your Name is New York (Then Mine’s Amsterdam)” daraus eine Power-Ballade veröffentlicht.

NAKED GYPSY QUEENS: Video zu “If Your Name is New York (Then Mine’s Amsterdam)” bei YouTube

Der Titel wurde von einem Zitat von Daniel Day Lewis’ Charakter im Film „Gangs of New York“ inspiriert”, sagt Gitarrist Cade Pickering.

NAKED GYPSY QUEENS aus Tennessee kündigen ihre Debüt-EP „Georgiana“ an

NAKED GYPSY QUEENS wollen mit ihrer EP an den überlebensgroßen Sound ihrer Helden aus den 60er und 70er Jahren anknüpfen und feuern die Flamme des Old-School-Hardrocks unter Verwendung ihres eigenen Treibstoffs des 21. Jahrhunderts wieder an. Die Band nahm “Georgiana” in Detroit auf und arbeitete mit den Studio-Veteranen Marlon Young, Al Sutton und Herschel Boone zusammen. Um die Energie ihrer Konzerte einzufangen, nahmen sie jeden Track in einer Reihe von Live-Takes auf. Hohen Besuch erhielten die Jungs von Legenden wie ALICE COOPER und Wayne Kramer von den MC5, die während der Aufnahmen im Studio vorbei schauten.

“Georgiana” wird digital und als limitierte Vinyl Edition mit Etch-Muster auf der B-Seite der Platte erhältlich sein.

Die Tracklist der „Georgiana“-EP:

1. Georgiana
2. Down to the Devil
3. Strawberry Blonde #24
4. Wolves
5. If Your Name is New York (Then Mine’s Amsterdam) (Video bei YouTube)
6. Georgiana Live (Digital Bonus Track)