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HULDER: Godslastering Hymns Of A Forlorn Peasantry

Da kommt was auf uns zu! HULDER lässt den Spirit der Neunziger aufleben, nicht nur optisch und musikalisch, sondern auch durch die Haltung. Das Debütalbum der in den USA lebenden Belgierin Marz Riesterer alias Hulder atmet die Ästhetik vom Underground, als die mittlerweile zahm gewordenen Protagonisten von damals noch verpickelte Gesichter und eine Menge Wut im Bauch hatten. Ergo steckt„Godslastering Hymns Of A Forlorn Peasantry“ voller Fuck Off-Attitüde – eben im Stil von frühen IMMORTAL, DARKTHRONE und alten ULVER, garniert mit einer mittelalterlichen Atmosphäre.

Die Energie dieser acht Songs ist enorm, egal ob es sich um die pure, rohe, wilde Seite des Black Metal handelt, wie in „Upon Frigid Wings“ und „Lowland Famine“, oder ob es von hypnotischen, epischen, aber natürlich primitiven Keyboards dominiert wird, wie in „Purgations of Bodily Corruptions“ und im Ambient-Stück „De Dijle“. Dass bei HULDER mehr dahinter steckt als nur stumpfes Gesäge, Gehacke und Gekreische wird sofort deutlich: Da ist eine gewisse Finesse zu hören, viele Details verstecken sich im rauen Gesamtbild, die Songs sind bei aller Eingängigkeit mit kleinen, cleveren Details ausgestattet.

HULDER bieten auf „Godslastering Hymns Of A Forlorn Peasantry“ totale Fuck Off-Attitüde und majestätische Momente gleichermaßen

Insgesamt ist „Godslastering Hymns Of A Forlorn Peasantry“ von einer fast schon beängstigenden Treffsicherheit geprägt. Die Riffs klingen frisch und relevant, das Drumming ist schnörkellos und kompromisslos, das Songwriting ist kompakt und Hulders Vocals sind kehlig-fies. Passend dazu klirren die Gitarren frostig, der ganze Sound ist eiskalt und schön roh. Es ist kein Wunder, dass „Upon Frigid Wings“ noch lange, nachdem das Album vorüber ist, im Kopf herumspukt. Apropos Spuk: Hulder beherrscht auch exzellenten Klargesang. Selbst wenn dieser wie im rasenden „Sown In Barren Soil“ nur recht versteckt im Hintergrund auftritt, sorgt er für Gänsehaut. Und wer von diesen Vocals nicht genug bekommen kann, „A Forlorn Peasant’s Hymn“ bietet in der ersten Hälfte nochmal viel Atmosphäre mit schaurig-schönem Gesang, bevor es in pure Raserei ausbricht.

Um es abschließend klar zu stellen: Nur weil HULDER ein Ein-Frau-Projekt ist, kann es nicht mit MYRKUR verglichen werden. Denn wo MYRKUR stets recht aufgesetzt klingen, egal ob im Folk oder Metal-Bereich, passt bei HULDER wirklich alles: Attitüde, Songwriting, Sound, Ästhetik sind absolut authentisch. Schon das bewusst primitiv gestaltete Cover drückt es aus: Dieses Debütalbum ist eine absolut gelungene Hommage an den Black Metal der Neunziger. HULDER ist trve, ohne sich damit lächerlich zu machen und frisch, ohne auch nur einen Hauch Moderne zu atmen. Mit totaler Fuck Off-Gesinnung und genügend majestätischen Momenten überzeugt „Godslastering Hymns Of A Forlorn Peasantry“ von der ersten Sekunde an und bietet ein absolut rundes Hörerlebnis. Black Metal-Kvltisten haben HULDER schon etwas länger auf dem Radar, der Rest der Welt darf es nun auch wissen: Wer mit Black Metal der Neunziger auch nur ansatzweise etwas anfangen kann, darf sich HULDERs Debütalbum nicht entgehen lassen.

Wertung: 7 von 8 Morgensterne

VÖ: 21. Januar 2020

Spielzeit: 39:10

Line-Up:
Hulder

Label: Iron Bonehead

HULDER „Godlastering Hyms Of A Forlorn Peasantry“ Tracklist:

1. Upon Frigid Wings (Official Video bei Youtube)
2. Creature Of Demonic Majesty
3. Sown In Barren Soil
4. De Dijle
5. Purgations Of Bodily Corruptions
6. Lowland Famine
7. A Forlorn Peasant’s Hymn
8. From Whence An Ancient Evil Once Reigned

Mehr im Netz:

http://www.hulder-official.com
https://hulder.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/HulderUS/

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VOIVOD – Lost Machine – Live

Live-Alben sind ja immer  so eine Sache. In der Vergangenheit gerne genutzt, um schlecht dotierte Platten-Verträge zu erfüllen, oder um „ein Lebenszeichen“ zu geben, wenn einem nicht wirklich was Neues einfällt, gibt es meistens nicht viel auf Ihnen zu entdecken. Die Songs sind bekannt, die Unterschiede zu den Studio-Versionen sind bei den meisten Band eher marginal, wobei ausufernde Jam-Sessions mitten in den Songs mich andererseits auch eher stören als begeistern.

Und es fehlen natürlich IMMER ein paar Songs, die man unbedingt hätte draufpacken müssen, damit das Album als persönlicher Best Of-Ersatz fungieren kann. In meinem Plattenschrank finden sich tatsächlich wenige Live -Alben.

Die paar, die ich habe, gehören dann allerdings auch zu den meist gespielten und den ganz besonderen Platten. Denn bei allen oben genanten Schwächen, manche Live Alben verbreiten einfach eine spezielle Magie, die Dokumentation eines bestimmten Augenblicks in der Geschichte der Band, am besten auf dem Höhepunkt der kreativen Energie und getragen von der Begeisterung enthusiastischer Fans.

Das ist dann eine zusätzliche Dimension, die diese Live-Alben über die normalen Studio-Alben hinaushebt und zu etwas ganz besonderem in der Diskographie der Band macht. „If you want Blood“ von AC/DC, „Live after Death“ von IRON MAIDEN, SLAYERs „Decade of Aggression“ oder THIN LIZZY mit „Live & Dangerous“, um nur einige zu nennen (Und, nein, nicht KISS, es geht hier ja nicht um Musical-Aufführungen…).

“Lost Machine” liefert ehrlichen Sound & hervorragende Musiker

Irgendwie gehört das vorliegende Live-Album von VOIVOD, aufgenommen am 13.07.2019 auf dem Quebec City Summer Fest, in beide dieser Kategorien. Zunächst mal ist es ein eindrucksvolles Beispiel für musikalische Fähigkeiten. Hervorragende Musiker brillieren auf ihren Instrumenten, mit Spielfreude und Können, dazu ein sehr direkter, ehrlicher Sound, alle Instrumente klingen, als stünde man mitten auf der Bühne. Vor allem der Bass-Sound ist grandios.

Und über all dieser musikalischen Klasse rotiert der herrlich eigenwillige, nölig-punkige Gesang von Sänger Snake. Gerade im Live-Sound zeigt sich, wie hervorragend diese eigentlich merkwürdige Verbindung funktioniert und dass eben dieser scheinbare Gegensatz einen großen Teil des Reizes der Kanadier ausmacht. Was Produktion und Performance angeht, ist das Album also absolut gelungen.

VOIVOD liefern keine Retro-Veranstaltung

Aber natürlich kann man an der Tracklist herummeckern. Wieso kein „Chaosmöngers“? Und überhaupt viel zu wenig „Dimension Hatröss“ (oder welches das persönliche Lieblings-Klassiker-Album der Band ist).  Andererseits zeigt es natürlich das Selbstbewusstsein der Band, sich hauptsächlich auf die Songs der letzten Jahre zu konzentrieren und sich eben nicht als reine Retro-Veranstaltung zu verstehen. Und ehrlich gesagt, wir haben auch genug von diesen „Irgendwer-performt-irgendwas-von-damals-in-voller-Länge-(ja, auch mit der misslungenen Ballade am Ende)“-Events gehabt…

Es passt also zu VOIVOD, dieser Versuchung nicht zu erliegen und es ist absolut nachvollziehbar, dass man diesen Weg geht, denn nach einer kurzen Gewöhnungsphase macht „Lost Machine“ wirklich eine Menge Spaß. Die Band hat schließlich auch in den letzten Jahren eine Menge tolle Songs geschrieben! Also, toller Sound, tolle Songs, Musiker mit Energie und Spielfreude –  was will man mehr?

Man kann „Lost Machine“ ganz wunderbar als Wegweiser nutzen, die Alben der letzten Jahre wiederzuentdecken, denn wenn man mal ehrlich ist, greift man normalerweise doch immer zu seinem Lieblings-Album, wenn man mal Bock auf eine bestimmte Band hat. Gerade bei VOIVOD verpasst man dann aber eine ganze Menge, wie mir jetzt nochmals bewusst wird.

Wer Songs wie „Iconspiracy“, „Fall“ oder „The End of Dormancy“ im Arsenal hat, ist eben auch nicht mehr auf die 80er angewiesen.

Label: Century Media

Release Date: 27.11.2020

Tracklist:

1. Post Society (07:50)
2. Psychic Vacuum (04:31)
3. Obsolete Beings (04:47)
4. The Prow (03:24)
5. Iconspiracy (05:21)
6. Into My Hypercube (05:24)
7. The End Of Dormancy (07:48)
8. Overreaction (05:11)
9. Always Moving (05:07)
10. Fall (06:38)
11. The Lost Machine (05:42)
12. Astronomy Domine (07:26)
13. Voivod (04:42)

Line Up:

Denis “Snake” Belanger – Vocals
Daniel “Chewy” Mongrain – Guitar
Dominic “Rocky” Laroche – Bass
Michel “Away” Langevin – Drums

www.voivod.com

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KILLING ADDICTION: kündigen neues Death Metal Album “Mind of a New God” an

Die Death Metal-Band KILLING ADDICTION hat mit “Mind of a New God” ein neues Album angekündigt. Es ist der erste Release des US-Amerikaner seit dem Ableben von Band-Mitbegründer und Gitarrist Chad Bailey. Nicht zuletzt deshalb gründet der Albumtitel auf den Namen des letzten Songs, den die Band gemeinsam mit Chad Bailey geschrieben hatte.

KILLING ADDICTION sind Bassist und Sänger Patrick Bailey, Gitarrist Chris Wicklein (DRUID LORD), Drummer Chris York sowie Gitarrist Devon McDonough (EBULLITION).

“Mind of a New God” wurde in den Helton Music Studios aufgenommen und wird am 6. April 2021 via Xtreem Music erscheinen. Das Cover-Artwork stammt von Samuel Araya (u.a. für ELVENKING tätig).

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TUHONSIEMEN: neues Black Metal Album “Katkeransuloinen” aus Finnland

Mit “Katkeransuloinen” wird in einigen Tagen das neue Album der Black Metal-Band TUHONSIEMEN erscheinen. Es ist nach “Läpi unen kerrosten” (2016) das zweite Album der Finnen.

“Katkeransuloinen” wurde gemeinsam mit Arttu Sarvanne (u.a. für DARK THE SUNS tätig) im Studio Watercastle aufgenommen und von Tatu Keisanen gemastert. Das Cover-Artwork stammt von Veera Kaamos Pitkänen.

Das neue Album von TUHONSIEMEN wird am 25. Januar 2021 via Black Soul Productions erscheinen. Vorab gibt es den Track “Katkeransuloinen” zu hören.

TUHONSIEMEN “Katkeransuloinen” Tracklist

1. Huoran rukous
2. Tuhonsiemen
3. Katkeransuloinen (Audio bei Bandcamp)
4. Astraalitalo
5. Kaikujen kirkko
6. Golgatanmarssi

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NECROSADIST: neues Brutal Death Metal Album “Dead Ass Pussy”

Die Brutal Death Metal-Band NECROSADIST wird in wenigen Tagen mit “Dead Ass Pussy” ihr neues Abum veröffentlichen. Es ist nach “Hideous Revelations” (2018) das zweite Album der US-Amerikaner.

NECROSADIST sind Sänger Nick Loria (CARNAL ABHORRENCE), Gitarrist Brandon Arnett (Ex-INSATANITY) und Drummer Daniel Collabolletta (LILIN, STRIGOI VII, SUCCORBENOTH).

“Dead Ass Pussy” wird am 25. Januar 2021 via Pathologically Explicit Recordings erscheinen.

NECROSADIST “Dead Ass Pussy” Tracklist

1. Plague of Flies (Lyric-Video bei YouTube)
2. My Putrefied Domain
3. Piñata of Pus
4. Hogtied with Barbwire
5. Necro T.H.I.C.C.
6. Uteronecrotic Descent of the Divine
7. Abhorrent Lust
8. Nothing Left to Investigate (Audio bei Bandcamp)
9. Cerebrospinal Fluid Overdose

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CHILD CEMETERY: neue Brutal Death Metal EP “Cheering for Murder” aus Wien

Mit “Cheering for Murder” wird in wenigen Tagen die neue EP der Brutal Death Metal-Band CHILD CEMETERY erscheinen. Es ist binnen weniger Monate bereits die dritte EP des Solo-Projekts eines Wieners.

“Cheering for Murder” wird am 24. Januar 2021 erscheinen.

CHILD CEMETERY “Cheering for Murder” Tracklist

1. Stained Morals
2. Disposal of the Body
3. Mistress of Violation
4. Cheering for Murder
5. The Humanitarian

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DEPTHS OF HATRED: zweites Video vom neuen Deathcore Album “Inheritance”

Die Deathcore-Band DEPTHS OF HATRED hat nach “Fastidious Imitation” mit “Sadistic Trials” einen zweiten Video-Clip ihres kommenden Albums “Inheritance” veröffentlicht. Es ist nach “Aversionist” (2012) und “Hellborn” (2014) das dritte Album der Kanadier und das erste mit dem neuen Sänger William Arseneau (SHAPE THE ABOVE).

Dieser meint zur Story des neuen Albums: “Born in a small community, a young child is chosen to inherit the soul of his father – the great leader. By retracing the steps of his predecessors, he becomes at one with an inter-generational pattern that came to be, many moons ago.”

“Inheritance” wurde im The Grid Studio von Christian Donaldson (CRYPTOPSY) gemixt und gemastert und wird am 19.März 2021 via Prosthetic Records erscheinen.

DEPTHS OF HATRED “Inheritance” Tracklist

1. Enslaved Through Lineage
2. Sadistic Trials (Video bei YouTube)
3. Pulsating Rhythm
4. Fastidious Imitation (Video bei YouTube)
5. Drop Of Red
6. Illusive Obsession
7. The Gift Of Consciousness
8. Shivers
9. Inheritance
10. The End Of Ourselves
11. Emerging As One

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[Review] The Besnard Lakes – Are The Last Of The Great Thunderstorm Warnings

THE BESNARD LAKES haben sechs Alben in 18 Jahren veröffentlicht. Das ergibt eine durchschnittliche Wartezeit von drei Jahren. Tatsächlich ließ aber die neue Scheibe mit dem eingängigen Titel „Are The Last Of The Great Thunderstorm Warnings“ fünf Jahre auf sich warten, so lang wie noch nie. In der Zeit ist viel passiert, so hat sich […]

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[Review] John Diva & The Rockets Of Love – American Amadeus

JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE machen es noch einmal. Gelingt es der Band auf “American Amadeus” endlich eigenständiger zu klingen?

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[News] SANGUISUGABOGG – unterschreiben bei Century Media Records

Nach zwei Jahren Bestehen direkt auf Century Media geschafft und schon das Debut am Start: die US-Deather SANGUISUGABOGG starten direkt durch.

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