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[News] Draconian – Album Stream

Die Gothic-Doom-Institution meldet sich nach fünf Jahren endlich zurück. Wir haben das neue Album einen Tag vor Release für Euch im Stream!

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[Review] Die Ärzte – Hell

Die Berliner Kultband (bekannt aus den Tagesthemen) hat mit “Hell” ein Album veröffentlicht, das man von ihnen nicht erwartet hätte.

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[Tour] Soen Tour – 2021

Die schwedischen Progressiv-Rocker von SOEN gehen im kommenden Jahr 2021, mit ihrem neuen Album “Lotus” auf die großen Bühnen Deutschlands.

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WARPATH: Cover & Tracklist des „Innocence Lost – 30 Years Of Warpath“!-Albums

Die Hamburger Thrash Metal-Band WARPATH feiern ihr 30-jähriges Jubiläum mit dem Album „Innocence Lost – 30 Years Of Warpath“!

Auf der Platte sind unter anderem der neue und bislang unveröffentlichte Song “Innocence Lost” zu hören, eine neue Version von „God Is Dead“ sowie die Originalaufnahme des VENOM-Covers „Black Metal“ mit Gastvocals von Cronos (VENOM) und Sabina Classen (HOLY MOSES).

Die Albumcover skommt von Chris Hergt gestaltet. Dennis Koehne übernahm das Mastering des neuen Songs sowie das Remastering der älteren Tracks.

„Innocence Lost – 30 Years Of Warpath“ erscheint am 04.12.2020 via Massacre Record.

Warpath „Innocence Lost – 30 Years Of Warpath“ Tracklist

01. Innocence Lost
02. Black Metal (Feat. Cronos & Sabina Classen)
03. Reborn
04. Against Everyone
05. Massive
06. Extend
07. That’s For Me
08. Paranoia
09. F.U.
10. Crossing
11. God Is Dead

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HEXVESSEL: Cover des MISFITS-Songs „Halloween“

HEXVESSEL haben ihre Version des Songs „Halloween“ bei YouTube geteilt.  „Halloween“ ist im Original von den MISFITS, die Single wurde am 31. Oktober 1981 veröffentlicht.

HEXVESSEL-Sänger Mat McNerney erklärt, warum er gerade diesen Song gecovert hat – und was eine gute Coverversion ausmacht: „Ich bin mit DANZIG, SAMHAIN und MISFITS aufgewachsen. Glenn Danzigs Texte und seine Stimme stehen für mich für das Okkulte und waren meine Initiation in eine lebenslange Wertschätzung der Dunkelheit. Ich wollte einen neuen Aspekt des Songs ‚Halloween‘ zeigen – einen Aspekt, den ich im Text und der Atmosphäre des Originals immer gespürt habe: Danzigs Musik ist für mich ein Übergangsritual in die dunkle Musik.
Es darum, wie sich die Misfits für mich anfühlten, als ich sie zum ersten Mal hörte. Und es geht um den Song an sich, der wie alle von Glenn Danzig geschriebenen Songs perfekt ist. Wenn du es magst, dass Coverversionen komplette Neuinterpretationen mit einer individuellen Note sind, dann verstehst du, worum es mir geht. Ich mochte Covers wie TORI AMOS‚ Reign In Blood-Version oder REVEREND BIZARREs „Dunkelheit“ immer mehr als Covers, die eins zu eins nachgespielt wurden. Und unser Halloween-Cover ist auch ein kleines Dankeschön an alle, die die erste Version unseres aktuellen Albums „Kindred“ gekauft haben. Blessed Samhain und Happy Halloween für alle“!

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AGGROS: neue Band um CRO MAGS-Gitarrist Parris Mayhew

ex-CRO MAGS-Gitarrist Parris Mayhew hat mit AGGROS eine neue Hardcore-Band am Start – erste Veröffentlichung ist die Video-Single „Chaos Magic“.

AGGROS, übrigens eine Instrumental-Band, wollen ihre Songs DIY-Hardcore-Stil releasen – ohne Label, sondern jeweils einen Song, begleitet von einem Video.

Zum Song „Chaos Magic“ erklärt Parris Mayhew: „Ich glaube, dass ein Song eine Reise sein sollte – es sollte eine  Einführung geben, die den Ton angibt und den Hörer auf den Höhepunkt des Songs vorbereitet, mit ein paar Überraschungen auf dem Weg dorthin. Musik sollte immer überraschen, gleichzeitig einen eindeutigem Hinweis darauf liefern, dass die Reise zu Ende ist. Ein großartiger Song sollte einem das Gefühl geben, dass die Reise abgeschlossen ist – und eine Läuterung sein. Das habe ich von MOTÖRHEAD und von RUSH gelernt. Ich ziehe den MOTÖRHEAD-Vergleich vor allem in dem Punkt, dass es nach einem täuschend einfachen Ansatz immer ein überraschendes und erstaunliches Ende gibt. Songs sollten immer einen stimmigen Abschluss haben.“

Das Video wurde unter anderem an der Williamsburg Bridge in New York gedreht – den Drehort wähle Mayhew mit bedacht: „Ich habe das „Chaos Magic“-Video über einen sehr langen Zeitraum entwickelt und schrittweise geplant, und alle Ideen dafür gedanklich abspeichert für den richtigen Zeitpunkt. Ich bin mein ganzes Leben lang mit dem Rad über die Williamsburg Bridge in New York gefahren oder gejoggt. Sie ist unverändert, seit ich das erste Mal dort oben war, ein einmaliges New York City-Erlebnis über der Skyline der Stadt. Es ist wie ein Platz in der ersten Reihe vor dem weitläufigen Stadtbild von Manhattan, für den Bewohner der Außenbezirke ebenso wie für den perplex zurückblickenden Manhattan-Residenten, der manchmal das Wunder seines Wohnortes vergisst. Dabei ist die Brücke eher ein Blickwinkel, ein Ort der Ehrfurcht in sich selbst, und ein seltenes Stück vom New York City meiner Jugend, als es noch eine dunkle Stadt war. Die Farben dort oben sind außergewöhnlich und gemischt. Natriumdampf war nachts die Farbe vom „alten“ New York, und der ist noch immer präsent auf der Williamsburg Bridge. Jedes Mal, wenn ich über die Brücke ging, besonders nachts, stellte ich mir vor, wie ich dort eines Tages ein Musikvideo drehen würde. Ich wusste, dass ich dieses Video machen würde, also plante ich die Aufnahme-Blickwinkel und sammelte alle Puzzleteile im Kopf, die ich brauchte, um das Bild, wie ich meine Musik darstellen wollte, zu vervollständigen. Da ich gebürtiger New Yorker bin und sowohl meine Musik wie ich selbst ein Produkt meines Lebens in dieser Stadt sind, wollte ich, dass das Video genau das visuell darstellt. Die Williamsburg Bridge ist was ganz anderes als zum Beispiel die Brooklyn Bridge, auf der ich das Video „Punishment“ für BIOHAZARD gedreht habe. Die Brooklyn Bridge ruft „New York City“ hinaus in die ganze Welt, wobei die Williamsburg Bridge vor allem New Yorker anspricht. Die Pandemie hat mir zeitlich die Möglichkeit gegeben nicht nur Musik zu machen, sondern auch meinen langjährigen Wunsch zu erfüllen, dieses Video zu drehen,“ so Parris über das „Chaos Magic“ Video.“

 

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Fimbul Festival 2020 – Part 1

Fimbul Festival 2020 – Der Festivalbericht

Die tragisch kurze, ja gefühlt fast gar nicht richtig dagewesene Festivalsaison für ein Jahr ist vorbei und wir blicken zurück auf eines der wenigen Festivals aus einer Hand voll, die überhaupt „normal“ stattgefunden haben. Für mich war es 2020 das einzige: Das Fimbul Festival!

Freunde und Fans des Dark Troll Festivals werden es zuordnen können, denn dessen sympathische Veranstalter Maik und Kelly sind die beiden Männer, denen wir auch das Fimbul zu verdanken haben. Und auch die bekannte, wunderbare Location – die Schweinsburg Bornstedt – ist die gleiche. Zuletzt fand das “Fimbul Festival” im Jahre 2012 statt. Es ist also ein eher unregelmäßiger Ableger des Dark Troll, das ja bekanntermaßen jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende seinen Platz findet. Doch was stattdessen vom 21.05. bis 23.05.2020 stattfand, das haben wir sicher alle noch genau vor Augen: NICHTS. Und das ist sowohl für die Fans wie auch für Maik und Kelly ein untragbarer Zustand in Bezug auf Metalfestivals.

Maik und Kelly – die Motoren

Deshalb haben sich die beiden intensiv mit den Behörden auseinander- und zusammengesetzt und wieder einmal bewiesen, dass sie echte Profis in der Organisation von Festivals sind. Sie haben Bock und wollen ein Zeichen setzen, dass alles geht, wenn man es nur will und hart dafür arbeitet. Denn KEIN Festivalveranstalter hatte Erfahrungen mit Hygienekonzepten, wie sie die Behörden 2020 erwarteten und sich dabei selbst nicht einmal sicher sind, was eigentlich die absoluten Vorgaben und Grenzen sind. Doch Maik und Kelly haben daran geglaubt und das Unmögliche möglich gemacht. Und: mit Bravour! Da sind sich alle Besucher und insbesondere die gesamte Crew, zu der ich mich zählen durfte, absolut einig. Denn das Fimbul Festival 2020 fand ohne irgendwelche größeren Komplikationen statt und fühlte sich trotz aller Umstände angenehm und familiär an.

Und so konnte ich an zwei Tagen – dem 4. und 5. September 2020 – ein in vielerlei Hinsicht ganz besonderes Festival besuchen. Das Line-Up, das wie gewohnt je etwa zur Hälfte aus Black- und Pagan Metal Bands, oder eben aus Pagan Black Metal Bands bestand, stammte dieses Mal den Umständen geschuldet nahezu ausschließlich aus Deutschland und Österreich. Und dennoch wurde es so gut wie nie langweilig! Kein Wunder, denn ich habe den Eindruck, dass Maik und Kelly sich die Bands offenbar sehr gewissenhaft aussuchen und so blieb es trotz verhaltener Genrevielfalt spannend und abwechslungsreich. Und auch hier wurde noch einmal deutlich, wie offenbar beliebt und talentiert die Veranstalter sind, indem kurzerhand mit HARAKIRI FOR THE SKY ein überaus adäquater Ersatz für die aus zweifelhaften Gründen kurzfristig abgesprungenen HELRUNAR gefunden wurde.

Schwierige Umstände erfordern Willenskraft und Witz

Auch wenn das hier nicht noch einer von zehntausend Corona-Artikeln werden soll, so sei an dieser Stelle doch noch einmal etwas zu den Rahmenumständen gesagt:

Im gesamten Bereich vor der Bühne, sowie in den Sanitärbereichen und an sämtlichen Ständen bestand die Pflicht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus galt dies auch, sofern auf dem Gelände irgendwo der einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Es erscheint logisch, dass da auch eine Reduktion der Besucherzahl notwendig war. Statt sonst bis zu 1.200 Besuchern beim Dark Troll Festival zählte das Fimbul Festival nur knapp über 500 Besucher. Immerhin sorgte dies aber dafür, dass man nirgendwo lange anstehen musste oder es allgemein “zu voll” wurde. Für die Veranstalter jedoch bedeutet dies logischerweise erheblich weniger Einnahmen. Doch auch hier strahlten sie einen gewitzt gesunden Optimismus aus: Da müssen die Leute ehmd ‘n bisschen mehr trinken!”

Und es wurde getrunken! Bier, Met, Cocktails (also das übliche), aber auch Whisk(e)y und Rum – denn auch ein “Whisky & Met” Stand war trotz des etwas abgespeckten Angebotes an Ständen da, sodass ich mir nicht nur abwechslungsreiche Musik zuführen konnte. Und da wir einmal beim leiblichen Wohl sind: Auch beim Essen hat jeder irgendetwas gefunden. Ein Stand mit Knoblauchbrot bot sogar eine vegane Variante neben der üblichen an!

Endlich da – wieder zuhause

So schreite ich also am ersten Konzerttag etwas zögerlich, verunsichert aber gleichzeitig hibbelig von einem der Campingplätze auf das Konzertgelände. Bei der Einlasskontrolle versichern sich die Security-Kräfte davon, dass jeder Besucher eine Maske bei sich hat. Und dann steht man da. In irgendwie gewohnter Umgebung, bei ganz angenehmen 22 Grad und vereinzelten Sonnenstrahlen, die am ersten Konzerttag noch ab und an durch die Wolken brechen. Ich halte kurz inne und bemerke, dass das etwas Besonderes ist und dass ich es bisher leider oft gar nicht so wahrgenommen hatte.

Gänsehaut

©Carsten Brand

Und dann, als mit INVOKER aus Köthen am Freitag die erste Band mit ihrem Soundcheck beginnt und wenig später auch mit ihrem Auftritt, spätestens dann hat garantiert jeder seinen Gänsehautmoment. Wer hätte gedacht, dass man diese Atmosphäre so vermissen kann!

Die Tatsache, dass INVOKER ihren Job sehr gut machen und auch der Sound auf Anhieb ziemlich gut ist, lockt schnell die ersten neugierigen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bühne. Dort stellen sie sich bedächtig auf die Markierungen auf dem Boden. Selbstverständlich mit Maske, aber auch mit Lust auf Musik, beginnen sie schnell, mit dem Kopf im Takt der Musik zu nicken, die ich als Blackened Death einordnen würde. Vereinzelt wird sogar von der ersten Minute das Haar geschüttelt! Eine wahre Wonne, die mich zum Grinsen bringt.

Die Musik, tiefe, aber oft sägende Gitarren, Blastbeats und eine schnelle, marschierende Bassdrum, auch mal Doublebass-Passagen, sowie die tiefen Growls des Sängers locken schnell weitere Gäste an. Anfangs wirkt der Sound des Gesangs etwas stumpf und die Höhen der Gitarren etwas verschwommen, was sich aber zügig bessert. Zwischen den Songs meldet sich der Sänger freundlich und spürbar dankbar: “Schön, das wir überhaupt hier sein dürfen!”, und ergänzt kurz darauf “…immer schön die Abstände einhalten! Das sieht so geil aus!” – allgemeine Erheiterung im Publikum. Eine sympathische Band, die ich im Hinterkopf behalten werde, auch wenn ihre Musik mich persönlich nicht ganz abholt. Für einen Opener ist die Band auf jeden Fall extrem gut und “aktivierend”!

Flötenmelodei mit Wumms

©Carsten Brand

Nach einer kurzen Umbaupause folgen pünktlich die Pagan Metaller von JÖRMUNGAND. Die Band aus Köln steht mit fast komplett neuer Besetzung auf der Bühne und erfreut sich beim Publikum von Anfang an großer Beliebtheit. Ein für mich sympathischer Aspekt ist, dass sie dabei als Pagan Band ganz ohne “Kostüme” auskommen und mit ihrer Musik und Bühnenpräsenz  überzeugen. Außerdem sehe ich den Musikern an, dass sie Spaß haben.

Die mächtigen, episch-melodiösen Melodien mit angenehm schwarzem Anstrich, kreischend-krächzendem, aber ausdrucksstarken Gesang und schnellen Drums bringen die Burgmauern zum Beben. Die meiner Meinung nach verzichtbaren, sich immer wieder untermischenden flötenartigen Melodien werden überdeckt durch die sympathische Ausstrahlung von Sänger und Band. Ich kann genau wie das restliche Publikum den Auftritt mit einem wohlig-angenehmen Gefühl verfolgen, während ich das schöne Wetter und die vermisste Festivalatmosphäre genieße.

(Ausnahme)Talente

Mit NORNIR aus Freiberg schließt sich eine Band an, die bereits vor ihrem Auftritt aufgrund ihrer Musik mein Interesse geweckt hat. Die vierköpfige Band, die mit Sängerin/Gitarristin und Bassistin neben zweitem Gitarristen und Schlagzeuger ein Musterbeispiel dafür sind, dass sich Frauenanteil und trver Black Metal ganz wunderbar miteinander vereinbaren lassen, wecken offenbar nicht nur mein Interesse.

Bereits bevor die Band zu spielen beginnt, spätestens aber mit Beginn des Intros (Trommeln, nornenhafter Gesang) – füllt sich der Bühnenvorplatz mit offensichtlich schwarzmetallisch interessiertem Publikum. Zurecht! Denn es dauert nicht lange, da ertönt ein lauter, krächzender Schrei, der Mark und Bein durchdringt und damit auch den übrigen Instrumenten das Startsignal gibt. Jetzt bricht bitterkalter Black Metal über uns herein. Dank des ausgewogenen Sounds ertönen die Black-Metal-typisch hoch sägenden Gitarren und das schmerzvolle Schreien der Sängerin klar und deutlich. Auch die Doublebass trifft sauber und walzt einfach alles nieder.

©Carsten Brand

NORNIR werden damit definitiv eins meiner absoluten Fimbul Festival-Highlights, das ich jedem geneigten Black Metal Fan als Live-Erfahrung ans Herz lege. Dem Publikum vor Ort gefällt es so gut, dass die Anzahl der Personen vor der Bühne es erstmals schwierig macht, die Abstände auf das “Corona-Maß” einzuhalten – doch es tragen alle vorbildlich Masken. Und siehe da: Auch Headbanging klappt wunderbar mit Maske!

Bekannte Gesichter

©Carsten Brand

Als hätten sie nur auf die Dunkelheit gewartet, betreten die Pagan Black Metaller von GERNOTSHAGEN die steinerne Bühne. Hier wird nicht mit Bärten, langen Haaren und Knochenaccessoires gegeizt, Sänger Askan trägt eine Gesichtsbemalung im angesagten Streifenlook und die leuchtend blauen Kontaktlinsen sorgen in Kombination mit der Kapuze für die Optik eines unheilbringenden Hexers. Mit heiserem Krächzen und schmetterndem Klargesang, bei dem ihm manchmal etwas die Puste auszugehen scheint, unterstützt er den brachialen Sound der Instrumente, der nur eine Richtung kennt: Nach vorn!

Aber GERNOTSHAGEN haben auch ein episches Keyboard und schöne Gitarrenriffs zu bieten, was bei den Zuschauern gut ankommt. “Könnt ihr noch, mit euren Masken?” – Ja, wir können noch! Der begrenzte Platz vor der Bühne ist gut gefüllt, vereinzeltes Headbangen paart sich mit beständigem Kopfnicken. Und damit das Publikum nicht vergisst, wer ihm trotz Corona dieses Festivalerlebnis ermöglicht hat, bedankt sich der Sänger am Ende auch nochmal bei den mehr als engagierten Veranstaltern.

Ein würdiger Ersatz…

©Carsten Brand

Pünkltlich um 22:15 Uhr beginnt mein zweites Festivalhighlight: die österreichischen Post-Black-Metaller von HARAKIRI FOR THE SKY. Als ob sie nicht ohnehin schon zu meinen Sympathieträgern dieses Genres gezählt hätten, holen sie sich zusätzliche Punkte auf meiner Beliebtheitsskala, indem sie sehr kurzfristig für Helrunar eingesprungen sind, die leider offenbar aus fadenscheinigen Gründen abgesagt haben. Auch für die Veranstalter war klar, dass das für das Festival Line-Up jedoch eher einen Gewinn als einen Verlust darstellen würde. Und genau das wird auch durch meinen Blick auf die Zuschauer bestätigt, als ich um mich blicke. Falls während der Spielzeit von HFTS überhaupt noch jemand auf einem der Campingplätze ist, sind es jedenfalls nicht viele.

©Carsten Brand

Die Bühne färbt sich rot und Nebel legt sich von der Bühne aus auch auf das Publikum in dieser lauen Spätsommernacht, als HFTS mit ihrem sentimental-melancholisch düsteren Black Metal beginnen. Die Atmosphäre könnte für ihre Musik nicht besser sein. Denn so gut das Ambiente der Schweinsburg auch allzu offensichtlich zu Mittelalter und Pagan passen mag – an diesem Abend wird deutlich, dass es auch hervorragend zu Musik à la HFTS passt.

Die wuchtigen Soundwände, die durchdrungen werden vom verzweifelten Schreigesang des Leidenschaft für die Musik ausstrahlenden Sängers werden durch den gewohnt souveränen Sound noch ergreifender. Die intensive, abwechselnd einfarbig blaue oder rote Bühnenbeleuchtung komplettiert das intensiv melancholische Erlebnis. Nahezu jede Person vor der Bühne bewegt sich, tanzt, oder headbangt zur dargebotenen Show. Oft, wie auch ich, mit geschlossenen Augen. Ich bin überzeugt: spätestens mit ihrer Zugabe mit “Calling The Rain” haben HFTS bei allen Festivalbesuchern mindestens einmal Gänsehaut verursacht und zum Mitmachen animiert.

©Carsten Brand

… und ein würdiger Abschluss

©Carsten Brand

Man könnte meinen, dass nach so einem überwältigenden Festivalmoment das Publikum erst einmal eine Verschnaufpause braucht. Doch vielleicht wegen des sehr guten Bauchgefühls der Veranstalter für das Line-up, vielleicht wegen Corona, vielleicht wegen der allgemein kurzen Umbaupausen oder einfach der stilistischen Fortführung mit Post-Black von WANDAR aus Halle bleibt das Publikum zahlreich munter und gut gelaunt vor Ort. 

Mit ähnlich simpel gehaltener Bühnenbeleuchtung und einem wieder absolut überzeugenden Sounderlebnis aus kalter, düsterer aber mächtiger Atmosphäre halten WANDAR den Spannungsbogen sehr gut aufrecht. Das Publikum bewegt sich gefühlt ehrfürchtig und bedächtig im Rhythmus der Songs und bestaunt mit Augen und Ohren die musikalisch gezeichneten Landschaften, die mit einer überzeugenden Bühnenpräsenz dargeboten werden.  Teils mit tragenden Keyboardmelodien untermalt wird hier ein wirklich stimmiges Gesamtbild von (ist das überhaupt Post(?)) Black Metal geboten, der sich mit einer nicht beschreibbaren persönlichen Note absolut von Bands der gleichen Sparte abzuheben weiß.

WANDAR lassen mich zufrieden und in der Gewissheit, einen in sich kompletten und schlüssigen ersten Festivaltag erlebt zu haben zurück und ich kann in freudiger Erwartung der Dinge die am nächsten Tag für mich bereithält schlafen gehen.

 

Tag 2 findet Ihr in Kürze HIER!


Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: Simon

Vielen Dank für die großartigen Bilder an Carsten Brand!
HIER findet Ihr noch mehr Fotos!

Der Beitrag Fimbul Festival 2020 – Part 1 erschien zuerst auf Silence Musik Magazin.

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SACRED REICH: neues Video „Something To Believe“ vom „Awakening“-Album

Am 23. August 2019 erschien mit Awakeningdas erste neue SACRED REICH-Studioalbum seit über 20 Jahren. Mit dem Video zu „Something To Believe“ hat die Thrash Metal-Band jetzt einen weiteren Clip dazu produziert.

Ein Video zum Titeltrack „Awakening“ hatte die Band schon Mitt Juni geteilt, im Juli gab’s zudem ein Video zu „Manifest Reality“. Anfang März 2020 teilten SACRED REICH ein Video zu „Salvation“. 

Für die Arbei an der neuen Platte ist ein alter Bekannter vor einiger Zeit zu SACRED REICH zurückgekehrt: Schlagzeuger Dave McClain war im Dezember 2018 wieder zur Band gekommen. Er spielte die letzten 23 Jahre bei MACHINE HEAD. Zuvor, von 1991 bis 1995, war er bei SACRED REICH. Außerdem verstärkt der 22-jährige Gitarrist Joey Radziwill die Band.

SACRED REICH-Sänger Phil Rind ist voll des Lobes für die neuen Bandmitglieder:  „Dave ist ein Wahnsinns-Schlagzeuger und -Mensch. Er feilt wirklich täglich an seinen Fähigkeiten, und seine Arbeitsmoral ist inspirierend. Trotz seiner Versiertheit steht er neuen Impulsen offen gegenüber. Joey bringt ein höheres Maß an Musikalität und Tightness in die Band, nicht zu vergessen jugendliche Frische. Durch ihn erhalten wir die Möglichkeit, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, und seine Fähigkeiten auf der Gitarre haben uns alle umgehauen.“

„Awakening“ haben SACRED REICH Im Studio Platinum Underground in Mesa in Arizona eingespielt, Produzent war Arthur Rizk. Gemastert wurde das Album von Maor Appelbaum im Maor Appelbaum Mastering.

SACRED REICH „Awakening“ Tracklist

Awakening (Video bei YouTube)
2. Divide & Conquer
3. Salvation (Video bei YouTube)
4. Manifest Reality (Video bei YouTube)
5. Killing Machine
6. Death Valley
7. Revolution
8. Something to Believe (Video bei YouTube)

SACRED REICH-SPLIT mit IRON REAGAN

Anfang April hatten SACRED REICH   den ersten neuen Song seit ihrer Pause veröffentlicht: „Don’t Do It Donnie“ bei YouTube. Der Track ist SACRED REICHs Beitrag zu einer Split-Single mit IRON REAGAN, die am 19. April 2019 veröffentlicht wurde. Die 7″-Vinyl-Single ist auf 1000 Stück limitiert.

SACRED REICH-Sänger und Bassist Phil Rind meint dazu: „Wir sind hocherfreut darüber, eine Split mit Iron Reagan zu veröffentlichen. Als wir 1986 als Band begannen, waren wir textlich stark von Punkbands und der Reagan-Zeit beeinflußt. Dies ist eine tolle Möglichkeit, zu unseren Wurzeln zurückzukehren. Der Song ist schwer und ein verwegener Mittelfinger an die aktuelle Politik. Man sollte glauben, dass man es heute besser wissen sollte, aber es gibt einen Grund, weshalb unser erstes Album ‚Ignorance‘ heißt.“

 

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[Review] Mr. Bungle – The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo

Letztes Jahr schon hatte die Nachricht, dass MR. BUNGLE nicht nur wieder zusammen gefunden sondern auf Tour gekommen sind, auf ein neues Album hoffen lassen. Und ausgerechnet jetzt, wo wir gute Nachrichten wieder bitte nötig haben, wird dieser Wunsch Wirklichkeit, denn mit „The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo“ kommt endlich – 21 Jahre […]

Der Beitrag Mr. Bungle – The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo erschien zuerst auf metal.de.

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[Review] Furies – Fortune’s Gate

Eines der heißesten Heavy-Metal-Debüts des Jahres kommt aus Frankreich.

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