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CAVERN – Harmonische Töne aus den Staaten

CAVERN -“Powdered”

Veröffentlichungsdatum: 28.08.2020
Länge: ca. 25min.
Label: self-release
Genre: Atmospheric Post-Rock

 

Aller guten Dinge sind… vier, richtig, und deshalb reden wir heute über das vierte Full-lenghts Album der Post-Rocker von CAVERN!
Die drei Amerikaner aus Maryland sind mit ihrem neusten Machwerk am Start, das den klangvollen, aber erstmal wenig aussagekräftigen Titel “Powdered” trägt. Was uns hier wohl erwarten mag?

Die Ruhe selbst

Sex, Drugs and Rock n’ Roll sind es auf jeden Fall nicht. CAVERN sind praktisch die Definition von “unaufgeregt”. Abwechslungsreiche Rhythmen und eingängige Melodien treffen auf den klaren Gesang von Sängerin Rose Heater, die ihre Sache wirklich mehr als gut macht. Nicht selten reagieren meine Ohren regelrecht allergisch auf weiblichen Gesang, aber bei CAVERN kann ich nicht anders, als mich von ihrer butterweichen Stimme mitreißen zu lassen.

Die Band kommt, was die Instrumente angeht, ausschließlich mit Schlagzeug, Bass und Gitarre aus. Die Kombi harmoniert perfekt mit dem im Vordergrund stehenden Gesang und sorgt dafür, dass der Sound nie überladen klingt. Obwohl ich die Musik insgesamt als ruhig bezeichnen würde, streben die Rhythmen doch beständig nach vorne und wechseln sich regelmäßig ab – für Langeweile ist hier kein Platz.

Inhalt wird überbewertet

Die Namen der Songs sind übrigens ähnlich aussagekräftig wie der Albumtitel. “River”, “Grey”, “Dove”, irgendwie werde ich nicht recht schlau aus dem Ganzen. Aber vielleicht soll man beim Hören von “Powdered” auch gar nicht so viel denken, sondern sich einfach treiben lassen im seichten Strudel des CAVERNschen Post-Rock. Ich bin mir übrigens sicher, dass das Album auch gut zum Einschlafen geeignet ist – im positiven Sinne!

Ein großer Kritikpunkt ist allerdings die “Länge” des Albums. Nur 25 Minuten sind uns vergönnt, und das finde ich für “Full-lenghts” dann doch etwas wenig. “Powdered” ist ruck-zuck durchgehört. Kaum hat man sich entspannt zurückgelehnt und die Augen geschlossen, um den sanften Groove des Albums zu genießen, ist es auch schon wieder vorbei. Schade!

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Fimbul’s not dead! – Fimbul Festival 2020

Was wo wie? Ein Festival trotz Corona? Ja, ihr habt richtig gehört, das Fimbul macht’s möglich! Nach nun mehr 7 Jahren Abstinenz kehrt das Festival zurück auf die Bornstedter Schweinsburg in Sachsen-Anhalt, dorthin, wo sonst auch das Dark Troll stattfindet (welches dieses Jahr leider coronabedingt ausfallen musste). Am 4. und 5. September gibt es wieder Futter für die ausgehungerten Festivalfreunde!

Mit Schmankerln wie WALDGEFLÜSTER und HELRUNAR, mit alten Hasen wie FINSTERFORST und XIV DARK CENTURIES, aber auch mit einer Reihe an kleineren Bands beschert uns das Fimbul ein spannendes Line-Up zwischen Pagan und Black Metal. Leider zeigt Corona auch hier Wirkung: Kaum eine ausländische Band hat es ins Line-Up geschafft. Dafür bekommen wir aber Mucke aus den verschiedensten Winkeln Deutschlands geboten – die ein- oder andere Neuentdeckung ist quasi vorprogrammiert!

Gezeltet werden kann, wie auch beim Dark Troll üblich, oberhalb der Burg. Von da aus ist es nur ein Katzensprung zum Festivalgelände, auf dem sich nicht nur die Bühne befindet, sondern auch diverse Stände sowohl zur Verpflegung als auch zum Stöbern zur Verfügung stehen. Und dann wäre da natürlich noch der großartige Ausblick ins Tal

Das Fimbul bietet eine wunderbare Kombination aus überschaubarer Größe, fantastischer Location und interessantem Line-Up. Wer dieses Jahr nicht ohne Festival bleiben möchte, der hat noch bis Sonntag, 30. August Zeit, sich ein Ticket zu sichern! Ich freue mich jedenfalls auf ein entspanntes Fimbul 2020 – und darauf, dass der Festivalentzug der letzten Monate endlich ein Ende findet!

Hier geht’s zur Festivalwebsite, wo ihr auch die wichtigen Corona-Schutzmaßnahmen finden könnt.
Zum Facebookevent geht’s hier entlang!

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Die Ärzte – Alles ist PUNK!

Da ist sie also: die neue Single der besten Band der Welt (aus Berlin!), welche den klangvollen Namen “Morgens Pauken” trägt und bereits im Vorfeld für viel Furore gesorgt hat. Mal von dem Cover abgesehen, welches auch schon die “Fleisch EP” der Vorgängerband SOILENT GRÜN zierte. Kurz nach der Ankündigung, inklusive “neues Album im Herbst”, tauchten auf den gängigen Social Media Portalen Accounts auf, die alle irgendwie mit der Band, bzw. der Single in Verbindung zu stehen schienen. So hörten sie alle auf den Namen “Pauke” oder “Pauke2020”. Auf all diesen Kanälen wurden Songschnipsel veröffentlicht, welche sich im Nachhinein aber allesamt als Fake darstellten und mittlerweile gelöscht wurden. Selbst Farin Urlaub äußerte sich im Gästebuch auf bademeister.com zu den Accounts, wodurch schon klar wurde, dass es sich nicht um eine offizielle Werbekampagne dreht. Wenn auch eine Kreative, zugegeben. Die Band selbst teaserte den Song auf der Homepage mit einer Roboterstimme im Hintergrund (“Alles ist…”), sowie 3 Bildchen (jeweils eins pro Bandmitglied) zum Video in den letzten Tagen an. 

APROPOS KREATIV… 

Das zugehörige Video zum Song ist mMn. sowieso schon ziemlich cool, allerdings bin ich in einer Fangruppe auf Facebook über eine Analyse gestolpert, deren Aussagen mir so in dem Ausmaß nie aufgefallen wären. So finden sich im Clip dutzende Anspielungen zur gesamten Historie der Band. Schaut doch mal genau hin, ob ihr sie alle entdecken könnt. “Planet Bank” zum Beispiel ist nur eine von vielen. Wenn man sich das mal alles zu Gemüte führt, würde ich beinahe vom kreativsten Video seit Ärztegedenken sprechen. Entsprechendes Vorwissen allerdings vorausgesetzt: 

Musikalisch betrachtet find ich “Morgens Pauken” durchaus überraschend. Nach der “3 Mann – 2 Songs” EP und der Coronahymne schlechthin “Ein Lied Für Jetzt” (übrigens auch auf der Single enthalten) schlägt der Song eine schnellere, härtere Gangart mit wiedermal augenzwinkerndem Text ein. Grob zusammengefasst kann man dazu eigentlich nur sagen: Alles ist Punk! Was mir dabei aber am Besten gefällt: im Song sind alle 3 Mitglieder zu hören. Gab es so in der Form schon lange nicht mehr. Geschrieben wurde er von Bela und Rod

Was man zur Single noch erwähnen kann, ist eine “lustige” Radiopanne (falls nicht auch so gewollt). So sollte die Nummer gestern, am 20.8. am Abend gegen 18:05 bei Radioeins laufen. Dies kommunizierte der Sender auf Anfrage eines Hörers bei Twitter. Auch ich war natürlich neugierig und schaltete pünktlich ein, auch wenn ich sonst praktisch null Radio höre. Da saß ich nun und DIE ÄRZTE wurden auch gespielt. Allerdings lief “Himmelblau”. Nicht dass ich den Song nicht mag, ganz im Gegenteil, aber die versprochene neue Single war das quasi nicht. Ob dies nun ein kleiner Streich war um Hörer zu haschen, oder ein Praktikantenfehler, der irgendwie in voller Übermotivation den falschen Song rausgesucht hat, man weiß es nicht. Jedenfalls wurde das daraufhin natürlich auch hitzig im Netz breitgetreten. Ein Nutzer postete dann einen Link zu einem Radiosender aus Österreich, die den Song auch gespielt hatten, und bei dem man sich das im Nachgang nochmal anhören kann. So kam ich doch noch ein paar Stunden eher dazu. Aber macht ja nix, nun ist ja alles überall und offiziell zu hören. 

ES WIRD HELL

Im Zuge der Veröffentlichung wurde auch der Name und Termin des neuen Albums angekündigt. “Hell” soll es heißen und am 23. Oktober das (helle) Licht der Welt erblicken. Auch das wurde übrigens schon vorher geleaked. Ein Mitarbeiter von Saturn hat dazu ein Bild in’s Netz gestellt, auf dem das Programm zu sehen ist, mit dem da gearbeitet wird. Dieses zeigte eben die Infos. Das Internet also mal wieder, Fluch und Segen zugleich. Ob ich mich dann zum Album hier äußern werde, weiß ich noch nicht. DIE ÄRZTE ist die Band bei mir, bei der ich wahrscheinlich nicht objektiv genug urteilen kann. Vielleicht findet sich dafür ja ein anderer Schreiberling. 

Interessant dazu auch noch: schaut man mal bei Amazon oder iTunes in das kommende Album, so sieht man zwar, dass es 18 Tracks umfasst, allerdings keine Songnamen, außer dem Aktuellen. Lediglich die BPM werden aufgelistet. Finde ich sehr witzig und spannend. 

Auch zur anstehenden Tour gab es gestern eine Mitteilung des Ticketanbieters. So hat sich die Band selbst zu ihm geäußert, dass die Tour höchstwahrscheinlich komplett um ein Jahr verlegt werde. Auch wenn es noch nicht offiziell bestätigt wurde, so gehe man momentan davon aus. Da hängt natürlich erstmal viel Planung und Organisation dran. Immerhin beginnt die Tour theoretisch im November und bis Ende Oktober gilt ja gerade noch das Großveranstaltungsverbot. Eigentlich offensichtlich, dass nicht direkt im Anschluss solch große Events möglich sein werden. 

Auf jeden Fall ist wieder einiges los im Hause BFR und ich bin gespannt auf alles, was so in nächster Zeit kommt. Offizielle Infos findet ihr natürlich immer auf bademeister.com 

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FACING FEARS – Für Immer endet jetzt!

Normalerweise schreibe ich eher selten über eine einzelne Single. Im Fall von FACING FEARS muss ich aber eine Ausnahme machen, da mich deren erster Langspieler “Horizons” so sehr aus den Latschen gewippt hat. Ich möchte daher dringend nochmal auf das Review dazu verweisen. Hier geht’s lang! Nun aber zurück zu 2020

HINTER’M HORIZONT UND WEITER

Nach längerer Funkstille aufgrund von Neubesetzungen innerhalb der Band war ich besonders gespannt, wie sich das alles auf den Sound auswirkt und mit “Forever Ends” können wir nun das Ergebnis hören. Ich kann euch versichern: an Auswirkungen spürt man einiges! So finde ich zum Einen die Produktion nochmal um einiges gereifter, die “neuen” Shouts stehen den nach wie vor markanten Cleans ebenfalls eine ganze Spur sauberer zu Gesicht und der gesamte Fluss des Songs fühlt sich herrlich stimmig und durchdacht an. Der treffsichere Chorus bleibt unter Garantie auch noch ‘ne Weile in der Hörmuschel kleben.

Wer sich an “Horizons” ebenso wie ich noch immer nicht satt gehört hat, wird mit “Forever Ends” einen perfekten Nachtisch bekommen. Freue mich jetzt schon auf einen vollwertigen Hauptgang! Nun aber genug der Worte, überzeugt euch selbst: 

www.facingfears.de

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ALESTORM – Donkey Kong Lässt Grüßen

ALESTORM – “Curse Of The Crystal Coconut”

Veröffentlichungsdatum: 29.05.2020
Länge: 44:13
Label: Napalm Records
Genre: Pirate Metal

Auf ALESTORM-Releases freue ich mich immer wieder wie ein Kleinkind auf ein bunt verpacktes Geschenk. Was genau drin sein wird, lässt sich im Voraus selten erahnen – drum lasst uns gemeinsam das Geschenkpapier zerfetzen und die Schatztruhe öffnen!

Stellt sich heraus, dass die schottischen Seefahrer diesmal ein wahres Sammelsurium an Musikstilen, Feels und Vibes ausgegraben haben: Von Upbeat-Power-Metal-Tracks wie „Chomp Chomp“ oder „Call Of The Waves“ über Pop-Singalongs (etwa „Treasure Chest Party Quest“) und Trap-Beats („Tortuga“), Seemanns-Shanties („Zombies Ate My Pirate Ship“) bis hin zum dramatischen Zehn-Minuten-Epos („Wooden Leg II“) werden stilistische Wellen gebrochen und musikalische Ozeane überquert. Dazu gesellt sich eine bisher nie dagewesene Anzahl an Gastmusikern: ALLY STORCH von SUBWAY TO SALLY an der Fiedel, VRETH von FINNTROLL als Krokodil, CAPTAIN YARRFACE von RUMAHOY als Rapper, PATTY GURDY an Hurdy Gurdy und Guest Vocals – es ist eine lange Liste.

Dass es sich um ein abwechslungsreiches Werk handelt, wäre damit wohl unmissverständlich geklärt. Aber wie steht es qualitativ um den Inhalt?

Nun, auch hier herrscht starke Variation!

So wirken vor allem die poppigeren Singles (trotz guter Parts) etwas fantasielos komponiert. Die Refrains sind dann doch etwas zu klischeehaft und medioker, als dass sie so oft wiederholt werden müssten. Vielleicht eher was zum betrunkenen Mitgrölen, mein nüchterner Geist sagt mir jedoch, dass hier die schwächsten Momente vergraben liegen.

Dies bügeln Tracks wie „Chomp Chomp“, „Pirate’s Scorn“ (Donkey-Kong-Cover!) oder „Wooden Leg II“ allerdings wieder aus. ALESTORM bewegen sich hier an der Spitze ihrer musikalischen Fähigkeiten, und das ohne dabei in ausgelutschter Muster abzurutschen. Auch positiv hervorzuheben ist, wie viele „wahre“ Folk-Metal-Momente sich auf „Curse Of The Crystal Coconut“ wiederfinden – zwar haben ALESTORM immer schon mit diesem Konzept geliebäugelt, diesmal jedoch wurden hier wirklich Nägel mit Köpfen gemacht.

Ein ganz anderes Thema jedoch sind die Songtexte.

Nicht, dass sich die Jungs jemals so wirklich selbst ernst genommen hätten, aber „Curse Of The Crystal Coconut“ sprengt alle Maße, was die Blödsinnigkeit der Lyrics angeht. Der neue Trend heißt Eigenparodie. Ob man das nun furchtbar untrve oder suuuper lustig (lol hihi) findet, das überlasse ich dem Hörer an dieser Stelle getrost selbst.

Fazit: ALESTORM machen, was sie wollen, und verbreiten dabei massiv gute Laune. Vielleicht nicht ihr allerstärkstes Album, mit Sicherheit aber das abwechslungsreichste.

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AFSKY – DÄNISCHE LYRIK BRACHIAL VERTONT

AFSKY – “Ofte Jeg drømmer mig død”

Veröffentlichungsdatum: 12.05.2020
Länge: 45:33
Label: Vendetta Records
Genre: DSBM

Als ich im April diesen Jahres erfuhr, dass AFSKY (dänisch: “Ekel”) – das Ein-Mann-DSBM-Projekt von SOLBRUD-Frontmann Ole Pedersen Luk aus Dänemark – ein neues Album releasen, war mir sofort klar: Das muss ich haben! Und: Das Ding wird richtig gut. Gespannt war ich insbesondere, ob es seinen (einzigen) Vorgänger, die unglaublich starke Scheibe “Sorg” (dänisch: “Trauer”) noch übertreffen würde. Vorab: Die Antwort lautet “Ja” und “Nein”. Denn die beiden Alben sind vielleicht doch gar nicht so richtig miteinander vergleichbar.

Liebe auf den ersten Blick

Vorab: Wie habe ich AFSKY entdeckt? Nun, das begann alles, als ich SOLBRUD, die erwähnte “Hauptband” Ole Luks, im August 2018 gemeinsam mit MULTILATION RITES und ZEIT beim “Paranoya over Dresden” in der Chemiefabrik Dresden erleben durfte. Als absoluter Liebhaber (melodiös-) schwarzmetallischer Klänge war das für mich ein Pflichttermin, zumal die gute alte “Chemo” ohnehin immer einen Besuch wert ist. Ich erwartete Gutes und bekam: Großartiges. Wenn mich eine Band live direkt sowas von überrollt und mitschleift, dann muss ich mich hinterher einfach intensiver mit ihnen beschäftigen.

Ole Pedersen Luk

Und siehe da: Über Bandcamp erfuhr ich, dass der unglaublich sympathische Sänger, mit dem man in der familiären Atmosphäre der “Chemo” ein schönes Schwätzchen halten konnte, noch ein DSBM-Projekt betreibt: AFSKY. Vorerst skeptisch, da selbst mir in diesem Genre so manches Werk doch zu gestört und zu wenig “vorantreibend” klingt, wurde ich sogleich auch von “Sorg” so sehr abgeholt, dass ich mir die Band unbedingt live geben musste. Dazu hatte ich beim “Vendetta Fest” 2019 im “Zukunft am Ostkreuz” Gelegenheit. Und, was soll ich sagen? Einmal wieder waren die Wucht und Atmosphäre noch atemberaubender als der gute Sound der Band. Warum ich Euch das erzähle? Nun, als absolute Empfehlung sich AFSKY live anzuhören!

Dann war es soweit: Dank der sozialen Medien aka Instagram (@excalikurt, @afskyofficial) und Bandcamp bekam ich schon frühzeitig mit, dass da etwas Großartiges auf dem Weg ist.

Eine Reise durch die dänische Kulturgeschichte

Schon das Coverartwork von “Ofte Jeg drømmer mig død” gewährt einen ersten Eindruck von der nüchternen, trostlosen und doch brachial verzweifelten Atmosphäre des Albums. Es handelt sich um das Gemälde “Udslidt” („Abgearbeitet/erschöpft“) von H. A. Brendekilde (1889), das im Kunstmuseum “Brandts” in Odense, Dänemark, in beeindruckender Größe (207 × 270 cm) ausgestellt ist. Es handelt sich um das bedeutendste Werk des Künstlers. Es zeigt eine Frau aus einfachen, ländlichen Verhältnissen, die auf einem weiten Acker ihren von der harten Arbeit zu Tode erschöpften Mann im Arm hält, während sie aus Verzweiflung mit weit geöffnetem Mund (um Hilfe) schreit.

Diese Atmosphäre und die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen – der Schere zwischen Arm und Reich – die das Bild thematisiert, finden sich auch in vielen der Texte und Gedichte wieder, die auf “Ofte Jeg drømmer mig død” (“Oft träume ich mich tot”) zu finden sind und die von Ole Luk lediglich mit seiner Musik untermalt wurden. Also: Keine der Lyrics auf “Ofte Jeg drømmer mig død” sind von Luk, sondern historische Texte teils bekannter Autoren, die im Booklet oft mit abgebildet sind. Es lohnt sich daher, einen genaueren Blick in diese Texte zu werfen. So ist auch der Titel des Albums selbst textlicher Bestandteil des dritten Stücks “Imperia”, das auf dem gleichnamigen Text von Sophus Claussen, einem dänischen Autor der Neoromantik, beruht. Aber fangen wir vorne an, bei “Altid Veltilfreds” nämlich.

Genügsamkeit finden in der Einfachheit

Das Stück geht auf den gleichnamigen Text eines unbekannten Autors um 1600 zurück und bedeutet übersetzt “Immer zufrieden”. Es startet mit beruhigendem Meeresrauschen, über das sich akustische Gitarrenklänge und eine Nyckelharpa legen. Der Melodieverlauf schwillt in Begleitung von E-Gitarre und Schlagzeug immer weiter an, bis sich das Stück nach fast 3 Minuten und einer kurzen Ruhepause mit einem Schrei vor dem Hörer aufbäumt. Von da an kämpft sich “Altid Veltifreds” schnell und getrieben seinem Ausklang entgegen.

Man könnte die Stimmung des Stücks als “sentimentales Voranpreschen”, als “schmerzenden Kampf” beschreiben. Der Text handelt, soweit ich das bei der Übersetzung eines so alten dänischen Textes sagen kann, von Gedanken, die ein bescheidener, zufriedener, einfach lebender, aber nachdenklicher Mensch seinerzeit wohl hat. Von der Vergänglichkeit des Lebens, dem Glück, das man in einfachen Momenten finden kann, der Unbeeinflussbarkeit der Dinge und des scheinbar nutzlosen Strebens nach Dingen, die sobald man sie erreicht hat, schon vergangen sind. Der Protagonist findet viel mehr seine nüchterne Erfüllung in dem, was sich ihm ergibt.

Auszug:

Jeg æder hvad jeg har
og sover når jeg kan
fornøjet er mit sind
lyksalig er min stand

Ich esse was ich habe
und schlafe, wenn ich kann
Vergnügt ist mein Verstand
Glückselig ist mein Zustand

Lieber tot, als Sklave zu sein

Gefolgt wird der Song von “Tyende Sang” (“Lied des Dieners”) nach dem gleichnamigen Text Jeppe Aakjaers aus 1907. Der enthält deutlich mehr Aktionismus, den man auch musikalisch spürt. Die letzten drei Zeilen des Stücks sind separat im Inlay des Albums abgedruckt und bedeuten ins Deutsche übersetzt in etwa:

“Dann pflügen wir fröhlich unser hügeliges Land, nachdem wir unseren eingeschüchterten Stand aus der Macht der jahrelangen Sklaverei befreit haben”

(“Da pløjer vi muntre vort bølgende Land, naar først vi har friet vor kuede Stand fra Tusindaars-Trældommens Nat.”)

Der Text kann also als Hymne des Aufstands und der Revolution der Unterdrückten gegen ihre Peiniger verstanden werden – und genauso hört sich auch der Song an. “Tyende Sang” knüpft direkt an den Ausklang seines Vorgängers an und bricht dann in gnadenloses Doublebassgewitter aus, überschattet von vorantreibenden, melodiösen Riffs. Melodische Leadgitarren übernehmen das Spiel, durchdrungen von den geschrienen Textpassagen. Über seine ganze Spiellänge wechselt sich der Song dann ab mit ruhigen Abschnitten und brachialen, aber auch intensiv melodiösen Ausbrüchen, bevor er wieder mit Akustikgitarrenspiel und Regenschauern ausklingt und man sich fragt, wovon dieses Stück erzählen will – vom Sieg unter Hinnahme schwerer Verluste oder doch von ernüchternder Niederlage.

„Oft träume ich mich tot“

Und so gelangen wir schließlich zu “Imperia”, dem eingangs erwähnten Stück, aus dem der Albumtitel entliehen wurde:

“Ich bin Imperia, die Königin der Erde. So stark wie die Kälte die im Schoß der Berge schlummert. Dunkel und unveränderlich. Oft träume ich mich tot.”

Und genau so, wie die ersten Zeilen dieses Textes anmuten, klingt auch “Imperia”. Ein unglaublich kraftvoller Song des Albums, der nur in seinen ersten Sekunden schwermütig anklingt, um direkt mit einer erhabenen Eiseskälte über mich hereinzubrechen.

Aber sollte man “Imperia” wegen seines Bezugs zum Albumtitel als Herzstück des Albums bezeichnen? Meines Erachtens bewegt sich der Song musikalisch absolut ebenbürtig zwischen seinen fünf „Mitstreitern“. Wie auf dem gesamten Album paaren sich auch bei “Imperia” immer wieder ruhigere, teils akustisch/folkloristisch anmutende Passagen mit gnadenlos sägenden und melancholisch-melodiösen Gitarren, begleitet von Blastbeats und untermalt von Luks Schreien voll markerschütternder Kälte. Tempo- und Melodiewechsel finden nahezu im Minutentakt statt. Das macht dieses Album sehr angenehm zu hören. Es lässt beim Hören stets Verschnaufpausen, treibt mich trotzdem immer wieder mit neuer Energie voran und schreit gefühlt den ganzen Schmerz, der in den Texten verarbeitet wurde, heraus.

Um das eigene Leben kämpfen

Ähnlich wie “Tyende Sang” mutet auch “Bondeplage” (“Bauernleid”), basierend auf einem Text aus 1600, wie eine Hymne zur Befreiungsschlacht der Unterdrückten an und walzt ebenso majestätisch alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Eine Fusion aus Doublebass und Gitarren überrollt mich beim Zuhören, reißt mich nieder, bevor sie mich mit sich reißt und anschließend überwältigt zurücklässt. Ganz so wie die donnernden Hufe einer rasenden Horde, die gekommen ist, um ihre Knechtschaft abzuwerfen und dabei alles zu geben – notfalls ihr Leben. Auch hier wird, ähnlich wie bei “Tyende Sang”, das Gemetzel durch eine Erzählstimme unterbrochen, bis der Sturm der Wut, Verzweiflung und Rache erneut hereinbricht und sich zuletzt ein fast schon idyllisch anmutendes, ruhiges Ende anschließt, in das sich der Song verabschiedet.

Frieden finden

Ole Pedersen Luk live

Fast schon wie eine Art ernüchterte Einsicht, vielleicht darüber, dass sich die Zustände ja doch nicht nachhaltig zum Besseren wenden, wirkt dagegen der fünfte und damit vorletzte Song des Albums “Stemninger”. Hier wurde ein Gedicht von Hans Christian Andersen verarbeitet, dessen Titel sich mit “Stimmungen” übersetzen lässt. Der Text spielt mit der Akzeptanz, ja fast schon dem Herbeisehnen des Todes. Romantische Metaphern wie die, dass auf dem eigenen Grab Wildrosen wachsen werden und Kinder dort spielen, wo man begraben ist, zeichnen ein ganz neues Bild. Ein Bild, das auch sagen könnte: “Es ist gut – der Kampf ist gewonnen. Es hat sich gelohnt. Ich habe ihn für euch gekämpft, ihr kommenden Generationen”.

Zugleich klingt “Stemninger” deutlich tragender und schleppender als seine Vorgänger. Gleichwohl ertönt auch hier irgendwann der martialische Schrei, begleitet von Doublebass und schwereren Melodien. Die sägend-melodiösen Gitarren sind wohl ein musikalischer Ausdruck der Sentimentalität und Ernüchterung, die sich durch das gesamte Album zieht.

Schlussendlich verabschiedet sich das Album von uns mit “Angst” nach Emil Aarestrup, dessen Titel wohl keiner Übersetzung bedarf. Die in “Stemninger” begonnene Schwere und Trauer setzt sich fort und findet sich in ebenso bleischwer und bitter anmutenden Melodieverläufen wieder. Auch hier wurde natürlich nicht an üppigen Gitarrenwänden und Doublebass gespart. Die Stimmung ist dennoch deutlich weniger “aufmüpfig” als noch bei “Tyende Sang” oder “Bondeplage“. Stattdessen verstärkt sich die romantische Stimmung noch mehr und wirkt wie der Genuss des Momentes im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit. Allerdings erscheint diese Einsicht eher tröstend. Es ist, als wollte der Text lehren, den Moment zu “umarmen“, solange das Herz noch “Blut und Wärme” hat. Mit dieser romantisch-sentimentalen Stimmung und friedlichem Vogelgezwitscher schließt dieses Stück das Album.

Mein Fazit

Nach dieser umfangreichen Reise durch die Hintergründe des Albums können wir getrost festhalten, dass “Ofte Jeg drømmer mig død” alles andere als ein belangloses Stück Musik ist. Es ist alles andere als Gepolter und Blastbeats. Es hat Herz, und zwar ein sehr altes, das aus den alten dänischen Texten und deren Bedeutung für den Künstler besteht, der sie nach seiner Wahrnehmung musikalisch untermalt hat. Doch auch ohne inhaltliches Auseinanderklamüsern reißt die Scheibe schon beim ersten Hören mit, sodass man sich schnell in dessen vorantreibende, schwere und düstere Kraft hineinfindet.

Von seinem Vorgänger “Sorg” unterscheidet sich das Album allerdings stellenweise deutlich. “Sorg” ist depressiver, aber auch schneller und hört sich aufgrund der deutlich bassärmeren Vertonung rauer, kälter, roher, kompromissloser und irgendwie trockener an als sein Nachfolger.  “Ofte Jeg drømmer mig død” wirkt etwas schleppender und sein Sound hört sich satter und wärmer an. Dementsprechend ist “Sorg” ein ausgezeichneter und herausragender Vertreter dessen, was klassischen, schnellen DSBM ausmacht. 

Das Album wurde von der dänischen Presse so stark wahrgenommen, dass es gleich in mehreren Artikeln dänischer Zeitungen aufgegriffen wurde und Ole Pedersen Luk vor dem Originalgemälde im Kunstmuseum “Brandts” in Odense gemeinsam mit einer Cellistin ein Akustikkonzert geben durfte.

 

 
 
 
 
 
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Thanks for watching yesterday! And big thanks to @stniabrstrm for helping out with the cello! Thanks to @kunstmuseum_brandts for having me! #afsky #blackmetal #brandts #klædefabrik

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5/6 in one of the biggest danish newspapers!! . .. … #afsky #blackmetal #politiken

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Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: Simon

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Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren

Wie schwer wir alle auf Konzert- und Festivalentzug sind, muss hier nicht nocheinmal erwähnt werden, oder? Was eine Menge Bands und Veranstalter aus der Situation machen, sollte ebenso bekannt sein. Streamingkonzerte oder Autokinos mit Hupapplaus sind aktuell recht weit verbreitet. Was man darüber denkt, sei jedem selbst überlassen. Ich benutze einfach mal den Klassiker: Besser als nix! Nun allerdings schickt sich ein öffentliches Format, bzw. das öffentliche Fernsehen an, uns etwas die Wartezeit auf reale und große Events zu versüßen. Damit hätte ich nun gerade nicht gerechnet. Mal davon abgesehen, dass ich generell eher wenig “echtes” Fernsehen konsumiere, so finde ich folgendes mit dem Titel “Musikalischer Sommer” schon sehr angenehm und interessant. 

KULTURPROGRAMM

Ab dem kommenden Sonntag, den 26.7. steht bei ZDFkultur, bzw. auch auf 3sat alles unter der Fahne der Pommesgabel. Es werden eine Woche lang Dokus, Konzertmitschnitte und allerlei rundrum zum Thema Metal und Rock gezeigt. Als Beispiele seien hier mal die WACKEN-Filme “Full Metal Village” und “Wacken – Der Film” genannt. Mit musikalischen Beiträgen dabei sind unter Anderem auch JUDAS PRIEST, METALLICA, BLACK SABBATH oder SLIPKNOT. Sämtliche Ausstrahlungen finden sich dann ebenso auch in der Mediathek. 

Auch in den Socials von ZDFkultur wird sich in der Zeit einiges um das Thema Metal drehen, mit ein paar interessanten Randinfos rund um unser aller liebstes Musikfeld. Schaut dazu doch mal bei Facebook vorbei. 

KONTRASTPROGRAMM 

Solltet ihr das hier lesen und so gar nix für Metal übrig haben (macht das überhaupt Sinn?), dann bietet der Sender praktischerweise auch gleichzeitig den perfekten Kontrast. Nämlich in vorm von Klassik. Im Anschluss in die metallische Woche geht es genau damit weiter und alles steht im Zeichen von Streichern und Operetten. Wer musikalisch für beides etwas übrig hat, bedient sich eben an beiden Wochen. Alle anderen können sich das Beste rauspicken. 

Das volle Programm und alle Zeiten und Infos findet ihr hier: Musikalischer Sommer

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CRYSTAL LAKE – On Fire!

Crystal Lake – “Watch Me Burn”

Veröffentlichungsdatum: 08.07.2020
Länge: 06:42 Min.
Label: Sharptone Records
Genre: Metalcore

Ich schaue grad in meine Historie und stelle fest, dass mein letzter Beitrag schon verdammt lange her ist. Das hat viele Gründe. Die momentane Situation auf der ganzen Welt ist nur einer davon, der Rest allerdings durchweg positiver Natur. In den vergangenen Monaten hat sich in meinem persönlichen Musikumfeld unterdessen viel getan. Wie ich hier bereits erwähnte, hab ich eine musikalische Weiterentwicklung durchlaufen und höre nun vermehrt Deathcore. Das heißt nicht, dass ich dem “normalen” Core nun abgeneigt bin, allerdings schaffen es da immer weniger Bands, mich wirklich umzuhauen. Meinen Favoriten bleibe ich aber nach wie vor treu und daher passt mir dieser Mini-Release meiner Lieblingsjapaner von CRYSTAL LAKE richtig gut in den Kram, um meine Arbeit hier wieder anrollen zu lassen. 

SEHT UND HÖRT MICH BRENNEN

Bereits Mitte Mai wurde die Doppelsingle “Watch Me Burn” angekündigt, worüber ich mich zwar gefreut hab, ich es aber seitdem komplett vergessen hab. Und wenn man so vielen Bands im Netz folgt, kann so ein Release dann auch einfach mal untergehen, da er von soviel Anderem überschattet wird. Algorythmen überall. Glücklicherweise habe ich’s nun aber doch noch recht pünktlich mitbekommen.

Der namensgebende Song lässt mich direkt zu Beginn erstmal skeptisch mit den Ohren wackeln. Kommt sofort hochmelodisch daher und teasert gleich den Chorus an. Dieser wird aber mit “whooohooos” gespickt, was ich eigentlich nicht so wirklich mag. Viele Bands übertreiben’s damit nämlich gern mal, und es wird schnell nervig und wirkt aufgesetzt. Die Nummer an sich kommt auch eher gemäßigt im Tempo daher und dürfte live zum Publikumsliebling werden. Eben auch wegen der angesprochenen Mitsing-Parts. Am Sound und besonders an den herausragenden Vocals von Ryu kann ich aber absolut nicht meckern. Wieder entdecke ich die typischen Gitarrenklänge, die ich speziell auf “True North” so fesselnd fand, auch die eingestreuten Electrosounds sind vorhanden, die dem Gesamtbild der Band das gewisse Etwas verleihen. Ich kann nicht sagen, dass ich “Watch Me Burn” nicht mag, ganz im Gegenteil eigentlich. Nur ist es eben irgendwie ungewohnt. Hört (und seht) selbst:

DAS IST JA UNERHÖRT!

Tja, und dann gibt es da aber noch “Disobey”, Teil 2 der Doppelsingle. Ich will’s mal so sagen: wem der Titelsong nicht gefällt, wer es lieber härter mag, oder wer gar eingeschlafen ist – guten Morgen! Was CRYSTAL LAKE hier abliefern ist wohl einer ihrer bisher aggressivsten Songs überhaupt. Wie gut das zu meiner Entwicklung passt, ist schon beinahe frech. Was ein Brett! Egal wie man es nun betrachtet, ob musikalisch oder stimmlich, hier geht’s derbe in die Magengrube! Und ich liebe es! Auch wenn mal kurz ein Fünkchen Harmonie durchblitzt, der Deathcore Vibe ist schon mehr als spürbar. Ich bin wirklich begeistert von dem krassen Kontrast zwischen den beiden Songs. Wenn die Band sich irgendwo mal vorstellen müsste, würde die Doppelsingle das beste Bewerbungsgespräch abgeben. Nicht, dass sie es nötig hätten, schließlich sind sie bei Sharptone meiner Meinung nach in besten Händen. 

Aber vielleicht kennst je genau DU diese Ausnahmeband noch nicht? Dann findest du hier sozusagen die beste Möglichkeit, dir ein Bild von all ihren Facetten zu machen. Und das mit nur 2 Songs.  

VERANSTALTUNGSHINWEIS

CRYSTAL LAKE wären eigentlich im Herbst mit PARKWAY DRIVE auf großer Reise gewesen, diese Tour wurde aber aus ihr wisst schon welchen Gründen auf nächstes Jahr verschoben. Der Termin in Leipzig wurde allerdings umverlegt in die Messe, da genau dort dann 2 Tage später auch das Impericon Festival stattfindet. Aus diesem Grund gibt es sogar die Möglichkeit, ein Kombiticket zu erwerben. Alle Infos dazu findet ihr HIER. Find ich persönlich eine ziemlich coole Aktion und kann dazu nur sagen: Wir sehen uns! 

CRYSTAL LAKE

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Neues Material von NANCYBREATHING

Bereits vor zwei Jahren berichtete SILENCE über die deutsche Nu-Metal Band NANCYBREATHING und ihr Album “Awake”. Am kommenden Freitag veröffentlichen die vier Jungs aus dem Ruhrpott nun ihre neue Single “Stare Into the Clouds” und schlagen damit sanftere Klänge an. In mehreren Statements auf ihren Social Media Plattformen verkündet die Band, dass der Song ein Resultat des Lockdowns ist. Dieser brachte nicht nur tägliche Routinen, sondern auch die Vorbereitungen auf das dritte Album der Band durcheinander. NANCYBREATHING beschreiben “Stare Into the Clouds” als Einladung zur Entschleunigung. 

Interessierte und Freunde der sanfteren Töne können ab heute das Video zu “Stare Into the Clouds” genau hier finden. 

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LEAGUE OF CORRUPTION – Something in the Water

LEAGUE OF CORRUPTION – Something in the Water

Veröffentlichungsdatum: 12.06.2020
Länge: 36:54
Label: Black Doomba Records
Genre: Groove Metal

Was macht man, wenn man Bands, die man bereits kennt, nicht auf Festivals abfeiern kann? Genau, man sucht sich neue. Wer sich damit schwer tut, und von Süßigkeiten eigentlich auch keine Fremde annimmt, kann es dennoch mal mit LEAGUE OF CORRUPTION versuchen. Mit Titeln wie “Not your friend” zeigen sie, dass sie sich nicht direkt aufzwingen wollen, aber eigentlich ziemlich geiles Material am Start haben.

Die Groove Metal Band aus Vancouver hat sich bei ihrem Debüt scheinbar gleich darauf verständigt, die schlechten Ideen weg zu lassen und dafür ein kurzes, aber dafür nur gutes Album vorzulegen. Sechs Songs, eine gute halbe Stunde Spielzeit. Damit kriegt man ‘nen Slot als Newcomer voll, Bier passt auch rein, und jeder ist nach mehrmaligem Durchhören der CD voll und happy. Da ist auf jeden Fall “Something in your water”. Oh man und der Schreibstil leidet schon merklich darunter…

Mit Chris Barlow ist ein Sänger an Bord, der weiß, wie er seine durchaus raue und direkte Stimme einsetzten kann, ohne dabei ganz so brüllig zu sein wie Phil Anselmo. Dem Sound von LEAGUE OF CORRUPTION tut dies auf jeden Fall gut. Paul Trounce und Drewski (Bass) legen einen breiten, dreckigen Sound zugrunde, über den Brian Langley (Gitarre) zurückhaltende, aber prägnante Riffs schmiert. Sehr cool.

Beendet wird die Platte mit “Where’s your savior now”. Keine Ahnung. Kenne ihn nicht. Ich höre auch lieber der Scheibe des neuen Quartetts in meiner Sammlung zu. Diese Musik muss man ehrlich gesagt wirklich einfach live hören. Ich werde es auf jeden Fall. Epische Soli mag ich zwar genauso wie die stimmungsvollen Melodeath Bands, aber kurz und in-your-face bringt’s halt einfach auch. Und das können die Jungs von LEAGUE OF CORRUPTION, das haben sie auf jedem Song bewiesen.

 

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